Auch Deutschland will auf dem Meeresboden schürfen

Unternehmen wie Nautilus Minerals investieren Millionen, um auf dem Meeresboden Rohstoffe abzubauen. Ob das wirtschaftlich ist, wird sich zeigen müssen. Ebenso, ob das technisch machbar ist. "Dass vor 30 Jahren etwas für wenige Stunden funktioniert hat, ist etwas anderes, als einen Bergbaubetrieb über 250 Tage im Jahr reibungsfrei zu gewährleisten", sagt Petersen.

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Beteiligt an der Suche nach den Schätzen sind aber nicht nur Unternehmen: Auch ganze Länder mischen mit. Japan etwa oder Südkorea, in deren ausschließlicher Wirtschaftszone sich Tiefseegewässer befinden. In diesem etwa 200 Seemeilen (etwa 370 Kilometer) breiten Bereich dürfen Küstenstaaten ungehindert Meeresbergbau betreiben.

UN-Behörde vergibt Lizenzen, ...

Länder wie etwa Deutschland, die nur Flachwasser in der ausschließlichen Wirtschaftszone oder gar keinen Zugang zum Meer haben, sind aber dennoch nicht vom Tiefseebergbau ausgeschlossen. Sie können ebenso wie Unternehmen bei der International Seabed Authority (Isa) eine entsprechende Lizenz für den Tiefseebergbau auf hoher See beantragen. Das ist die Internationale Meeresbodenbehörde der UN, die ihren Sitz in Kingston in Jamaika hat.

Knapp 20 Lizenzen hat die Isa bereits für Manganknollen vergeben, vier für kobaltreiche Krusten und sechs für Massivsulfide - die beiden Letzten ausschließlich an Länder. Auch Deutschland ist dabei: Die in Hannover ansässige BGR hält zwei Lizenzen, die es erlauben, Massivsulfide im Indischen Ozean und Manganknollen im Pazifik zu erkunden.

... aber nur für die Erkundung

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Und zwar nur zu erkunden: Bisher hat die Isa nämlich noch keine Lizenzen vergeben, um diese Rohstoffe auch abzubauen. Die dafür nötigen Regularien gibt es noch nicht. 2001 hat die Behörde die ersten Explorationslizenzen mit einer Laufzeit von 15 Jahren ausgestellt. Die laufen in diesem Jahr aus und werden voraussichtlich um fünf Jahre verlängert.

Dieser Aufschub dürfte indes auch den Lizenzhaltern zupasskommen: Die müssten am Ende der Laufzeit einen Abbautest in 4.000 bis 6.000 Metern Wassertiefe durchführen. Die dafür nötigen Gerätschaften gibt es aber ebenso wenig wie Regularien für den Tiefseebergbau. Bis 2021 sollte beides vorhanden sein.

Neben den wirtschaftlichen gibt es auch andere Motive, in der Tiefsee nach wertvollen Metallen zu suchen. "Die Länder haben eventuell ein geostrategisches und kein wirtschaftliches Interesse", sagt Petersen. Sie könnten auf diese Weise versuchen, die Rohstoffzufuhr für die heimische Industrie zu sichern, ohne sich von anderen Ländern abhängig zu machen. Für eine Tiefseebergbaulizenz muss eine Regierung nämlich nicht mit einer anderen Regierung, sondern mit einer UN-Behörde verhandeln.

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 Nautilus Minerals hat die nötigen Gerätschaften
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tearcatcher 17. Mai 2018

Natur unterhalb des Meeresspiegel zerstören - In progress ...

yuu 17. Feb 2016

zum Fracking und Schwamm ein entschiedenes NEIN man frackt ja gerade eben, weil es in den...

yuu 17. Feb 2016

Und wenn ein Hersteller ein Gerät herausbringt, dass unendlich lange hält, er dieses aber...

irata 14. Feb 2016

Hat eigentlich schon in den 1960ern angefangen: https://en.wikipedia.org/wiki...

Anonymer Nutzer 14. Feb 2016

Also in meiner Mathematik gibt es mit der Sonne eine ausreichend große Energiequelle und...



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