Abo
  • Services:
Anzeige
Marcia Cross (l.) und Felicity Huffman: Was passiert als Nächstes?
Marcia Cross (l.) und Felicity Huffman: Was passiert als Nächstes? (Bild: Mark Mainz/Getty Images)

Deep Learning: Algorithmus sagt menschliche Verhaltensweisen voraus

Marcia Cross (l.) und Felicity Huffman: Was passiert als Nächstes?
Marcia Cross (l.) und Felicity Huffman: Was passiert als Nächstes? (Bild: Mark Mainz/Getty Images)

Umarmung oder high-five? Kuss oder Handschlag? Ein Algorithmus soll anhand eines Bildes erkennen, was darauf abgebildete Menschen als Nächstes machen. Er lernte das durch Fernsehgucken.

Zwei Menschen stehen sich gegenüber. Was passiert als Nächstes? Werden sie sich die Hand reichen, abklatschen, umarmen? Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Deep-Learning-Algorithmus entwickelt, der das vorhersagen soll. Dazu haben sie ihn mit Fernsehserien gefüttert.

Handlungen vorherzusehen, bevor sie passieren, sei ein schwieriges Problem beim Computersehen, schreiben die Forscher um Carl Vondrick. Die Aufgabe sei schwierig, weil sie ein umfangreiches Wissen über die Welt erfordere. Es sei aber schwierig, das aufzuschreiben. "Wir glauben, dass ohne weiteres verfügbare, nicht gekennzeichnete Videos ein gutes Mittel sind, um sich dieses Wissen effizient anzueignen."

Anzeige

Algorithmus schaute 600 Stunden lang Serien

Die Forscher ließen den Algorithmus rund 600 Stunden lang bekannte Fernsehserien analysieren, darunter beispielsweise Big Bang Theory, Desperate Housewives oder The Office. Er lernte, was Händeschütteln, eine Umarmung oder ein Kuss bedeuten und wie es dazu kommt: Welche Interaktion führt dazu, dass zwei Menschen sich umarmen, welche dazu, dass sie abklatschen?

Nach dieser langen Lernphase musste der Algorithmus zeigen, was er draufhat: Die Forscher des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (Csail) legten ihm ein Einzelbild aus einem Video vor, das er vorher noch nicht gesehen hatte. Daraus sollte er schließen, was als Nächstes passiert.

Der Mensch erkennt besser

Noch ist das Ergebnis nicht sehr überzeugend: In 43 Prozent, also nicht einmal der Hälfte der Fälle, lag der Algorithmus richtig. Zum Vergleich: Ein Mensch sagt eine solche Situation in 71 Prozent der Fälle richtig vorher, eine Gruppe von Menschen sogar in 85 Prozent der Fälle. Aber immerhin ist der MIT-Algorithmus besser als die Konkurrenten, deren Trefferquote bei etwa 36 Prozent liegt.

Ziel des Projekts ist, einen Algorithmus zu entwickeln, der unmittelbar bevorstehende Handlungen erkennen kann. Das soll es beispielsweise Robotern vereinfachen, sich zwischen Menschen zu bewegen und mit ihnen zu interagieren. Eine andere Anwendung wären Kameras, etwa in öffentlichen Plätzen, die erkennen, wenn ein Mensch fällt und dann den Krankenwagen alarmieren.

Vondrick will den Algorithmus auf der International Conference on Computer Vision and Pattern Recognition vorstellen, die derzeit in Las Vegas stattfindet.


eye home zur Startseite
twil 28. Jun 2016

wir glauben an einen freien Willen.

omtr 28. Jun 2016

you made my day :D

ha00x7 28. Jun 2016

Dachte ich mir auch. Als dann auch noch "the big bang theory" als Serie genannt wurde...

Milber 27. Jun 2016

Als ich Prinzeumel gelesen hatte wusste ich sofort, das was jetzt kommt ist gespickt mit...

attitudinized 27. Jun 2016

Und zwar hier: https://www.youtube.com/playlist?list=PL2-dafEMk2A4ut2pyv0fSIXqOzXtBGkLj



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Home Shopping Europe GmbH, Ismaning Raum München
  2. Basler AG, Ahrensburg bei Hamburg
  3. über Duerenhoff GmbH, Essen
  4. DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut (Raum Rosenheim)


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Nintendo Labo

    Switch plus Pappe

  2. Apple

    Messages-App kann mit Nachricht zum Absturz gebracht werden

  3. Analog

    Kabelnetzkunden in falscher Sorge wegen DVB-T-Abschaltung

  4. Partnerprogramm

    Geld verdienen auf Youtube wird schwieriger

  5. Nur beratendes Gremium

    Bundestag setzt wieder Digitalausschuss ein

  6. Eclipse Foundation

    Erster EE4J-Code leitet Java-EE-Migration ein

  7. Breitbandmessung

    Provider halten versprochene Geschwindigkeit fast nie ein

  8. Virtualisierung

    Linux-Gasttreiber für Virtualbox bekommt Mainline-Support

  9. DJI Copilot von Lacie

    Festplatte kopiert SD-Karten ohne separaten Rechner

  10. Swift 5

    Acers dünnes Notebook kommt ab 1.000 Euro in den Handel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
EU-Netzpolitik: Mit vollen Hosen in die App-ocalypse
EU-Netzpolitik
Mit vollen Hosen in die App-ocalypse

Preiswertes Grafik-Dock ausprobiert: Ein eGPU-Biest für unter 50 Euro
Preiswertes Grafik-Dock ausprobiert
Ein eGPU-Biest für unter 50 Euro
  1. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht
  2. Zotac Amp Box (Mini) TB3-Gehäuse eignen sich für eGPUs oder SSDs
  3. Snpr External Graphics Enclosure KFA2s Grafikbox samt Geforce GTX 1060 kostet 500 Euro

Kryptowährungen: Von Tulpen, Berg- und Talfahrten
Kryptowährungen
Von Tulpen, Berg- und Talfahrten
  1. Bitcoin Israels Marktaufsicht will Kryptoverbot an Börse durchsetzen
  2. Geldwäsche EU will den Bitcoin weniger anonym machen
  3. Kryptowährung 4.700 Bitcoin von Handelsplattform Nicehash gestohlen

  1. Youtube schafft sich ab

    Proctrap | 01:09

  2. Re: i et o liegen direkt nebeneinander

    blaub4r | 01:08

  3. Re: Bitte selber recherchieren und nicht einfach...

    F.o.G. | 01:06

  4. Re: Chile schlechtes Internet (Clickbait)

    teenriot* | 01:05

  5. Trotz gesteigerter Qualität fehlen mir noch 300...

    F.o.G. | 01:00


  1. 00:02

  2. 19:25

  3. 19:18

  4. 18:34

  5. 17:20

  6. 15:46

  7. 15:30

  8. 15:09


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel