Deep Fakes: Software imitiert Steve Jobs und Elon Musk in Zoom

In wenigen Stunden ist Avatarify programmiert worden, dank Open-Source-Vorlagen. Damit sind prominente Gesichter in Videocalls zu sehen.

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Elon Musk hat die falsche Zoomkonferenz erwischt, oder doch nicht?
Elon Musk hat die falsche Zoomkonferenz erwischt, oder doch nicht? (Bild: Ali Aliev/Youtube)

Der Entwickler Ali Aliev hat ein Machine-Learning-Programm entwickelt, das die Gesichter prominenter Personen auf das eigene Gesicht in Zoom-Videokonferenzen legt. Mit Avatarify können Meeting-Teilnehmer so wie Albert Einstein, Eminem, Steve Jobs oder die Mona Lisa aussehen. Das Besondere: Im Gegensatz zu Programmen wie Deep Fakes kann die Software die Umsetzung in Echtzeit ausführen und muss nicht zuvor an einer Vielzahl von Bildern trainiert werden.

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Das Programm basiert auf dem Open-Source-Projekt First Order Motion Model for Image Animation. Dies rendert die Textur eines Quellbildes auf das Gesicht oder den Körper einer beweglichen Person oder eines Tieres. Durch diese Grundlage habe Aliev für einen ersten Prototyp seiner Software nur wenige Stunden gebraucht, berichtet das IT-Magazin Motherboard.

In einem Zoom-Konferenzanruf hat sich Aliev etwa als Elon Musk ausgegeben und seine Kollegen zum Staunen gebracht. "Sieht aus, als wäre ich in die falsche Konferenz geraten", sagt er mit Musks virtuellem Gesicht als Maske. Aliev hat das Video auf Youtube hochgeladen. Dort ist zu erkennen, dass Augenbewegungen und Mimik bereits ganz gut funktionieren, allerdings wackeln Teile des Kopfes in unnatürlicher Weise umher, so dass nach einigen Augenblicken klar sein sollte, dass es sich um eine Fälschung handelt.

Es ist allerdings interessant zu sehen, dass Echtzeitbildmanipulation mit normaler Hardware bereits möglich ist. Avatarify kann von Nutzern ausprobiert werden. Das Programm steht auf Github kostenlos zur Verfügung. Allerdings setzt es relativ leistungsstarke Hardware voraus. Außerdem müssen eine Streamingsoftware wie OBS, Zoom oder Skype und Avatarify parallel geöffnet sein, damit dies funktioniert. "Klar benötigt sie noch einen leistungsstarken Gaming-PC, um flüssig zu laufen. Wir denken aber, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis eine Optimierung für Laptops kommt", sagt Aliev. Er betont, dass er sein Programm für Späße entwickelt habe, um die einsame Zeit in der Quarantäne zu überbrücken.

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