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Deep Beat: Der Computer rappt besser

Snoop Dog? Rakim? Eminem? Der Computer rappt besser. Das behaupten Wissenschaftler aus Finnland. Sie haben einen Algorithmus entwickelt, der nach Angaben der Forscher besser reimt als die besten Rapper. Die erkennt der Algorithmus auch.

Artikel veröffentlicht am ,
Rapper Eminem: Deep Beat schätzt keine Wortveränderungen.
Rapper Eminem: Deep Beat schätzt keine Wortveränderungen. (Bild: Pierre Andrieu/AFP/Getty Images)

Man muss die Musik nicht mögen - aber ein funktionierendes Zusammenspiel von Text, Gesang und Beat bekommen nur wenige so gut hin wie etwa Eminem oder Snoop Dog. Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Finnland hat einen Algorithmus entwickelt, der ebenso gut rappen soll.

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Deep Beat heißt das System, das Eric Malmi und seine Kollegen von der Aalto-Universität in Finnland entwickelt haben. Es ist ein lernfähiger Algorithmus, den die Forscher mit Textzeilen aus Rap-Songs gefüttert haben: Er hat über 10.000 Songs von mehr als 100 Rappern ausgewertet.

Deep Beat sucht assonante Reime

Deep Beat analysiert Stil und Muster der Reime. So gibt es mehrere Reimstile: etwa den reinen Reim, bei dem sich reimende Silben gleich klingen, oder den assonanten Reim, bei dem die Vokale, nicht aber die Konsonanten übereinstimmen. Da viele Rapper assonante Reime nutzen, konzentrierten sich die Forscher darauf.

Um assonante Reime zu finden, werden die Worte in Phoneme konvertiert. Dann vergleicht der Algorithmus diese auf gleiche oder ähnliche Vokale. Wird dann Deep Beat mit einer Zeile gefüttert, kann der Algorithmus eine neue hinzufügen, die sich darauf reimt und auch noch thematisch passt. Allerdings kreiert er keine eigene, sondern sucht sich eine aus seiner Datenbank.

Wer reimt am besten?

Malmi und seine Kollegen führten auch gleich noch eine Reim-Rangfolge ein: Sie suchten nach Folgen passender Vokale in den vorangegangenen Zeilen und bestimmten eine Reimdichte - einen Durchschnitt der längsten Folgen in einem Text. Anhand dieser Reimdichte bestimmten sie die besten Rapper. Die ersten Plätze belegten dabei Inspectah Deck, Rakim und Redrama.

Rakim etwa nutzt viele mehrsilbige Reime. Eminem hingegen, der für seine mehrsilbigen Reime bekannt ist, schnitt nicht so gut ab. Grund ist, dass er Worte verändert, damit sie sich reimen - eine Maßnahme, die Deep Beat nicht goutiert.

"Rap-Texte zu schreiben, erfordert sowohl Kreativität, um eine sinnvolle und interessante Geschichte zu konstruieren, als auch einen Sinn für Lyrik, um komplexe Reimmuster zu erzeugen, die die Grundpfeiler für einen guten Duktus sind", schreiben die Forscher um Malmi in einem Aufsatz, der auf dem Dokumentenserver Arxiv abrufbar ist. Ihr System beherrscht die Kunst offensichtlich: "Deep Beat übertrifft, was Länge und Häufigkeit der Reime in einem Text betrifft, die besten menschlichen Rapper um 21 Prozent."



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Atalanttore 27. Mai 2015

Glauben? Ich bin mir da ziemlich sicher ;-)

neocron 27. Mai 2015

doch war sie, naemlich genau in dem Paper! Sie haben es genommen und angewandt! Dir...

neocron 27. Mai 2015

nein, die Aussage ist bullshit! Es ist ein primitiver versuch jemanden zu diskreditieren...

neocron 26. Mai 2015

was anderes machen Rapper auch nicht ... ich wuerde sogar vermuten, dass ein PC da mehr...

Atzeonacid 25. Mai 2015

Ach so;)


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