Deep angespielt: "Atme tief ein und tauche durch die virtuelle Welt"

Nicht wie sonst üblich das Gamepad, sondern der Atem wird in Deep zum Steuern durch die virtuelle Unterwasserwelt verwendet. Auf der A Maze konnten wir das VR-Exploration-Spiel ausprobieren und uns vom Trubel der Veranstaltung erholen.

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In der düsteren Welt von Deep gibt es viel zu entdecken.
In der düsteren Welt von Deep gibt es viel zu entdecken. (Bild: Owen Harris)

Hunderte Indie-Entwickler und Spielebegeisterte wuseln durch die kleine Ausstellungshalle auf dem Indie-Festival A Maze in Berlin. An Dutzenden Spielstationen können Indie-Titel mit außergewöhnlichen Spielkonzepten ausprobiert werden. Ganz am Ende der Halle stellen die beiden Entwickler Niki Smit und Owen Harris in einer kleinen Nische ihre Unity-Demo Deep für das Oculus Rift vor. "Hier kann trotz der vielen Leute entspannt werden. Deep ist ein etwas anderes Exploration-Spiel, ein Meditations-Spiel", erklärt Niki Smit im Gespräch mit Golem.de.

  • Den Gürtel haben die Entwickler selbst gebaut. (Bild:Sebastian Wochnik/Golem.de)
  • Deep (Bild: Owen Harris)
  • Deep (Bild: Owen Harris)
  • Deep (Bild: Owen Harris)
  • Deep (Bild: Owen Harris)
  • Deep (Bild: Owen Harris)
  • Deep (Bild: Owen Harris)
Den Gürtel haben die Entwickler selbst gebaut. (Bild:Sebastian Wochnik/Golem.de)
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Um die virtuelle Unterwasserwelt von Deep zu erkunden, wird kein klassisches Eingabegerät wie ein Gamepad verwendet: Der Spieler steuert allein mit seinem Atem. "Atme tief ein und tauche durch die virtuelle Welt", weist Smit uns ein, während er einen von den Entwicklern gebauten Gürtel umschnallt. "Mehr braucht man für das Spiel nicht zu wissen." Auf dem selbstgebauten Gürtel ist ein runder Arduino festgenäht, mit Hilfe eines Leitgummis können die Entwickler die Veränderung des Bauchumfangs messen. Näheres dazu wollten sie nicht verraten.

"Das Spiel ist noch in einem sehr frühen Stadium. Wir experimentieren viel herum und deswegen sind noch einige kleine Fehler zu sehen", wirft Harris noch ein, bevor Smit die Demo startet. Ausgangspunkt ist ein kleiner Felsvorsprung in einer düsteren Unterwasserwelt aus einfachen Polygonen. Einmal tief einatmen, und die Figur taucht und gleitet langsam nach vorne, während ein Schwarm bunter Fische vorbei schwimmt. Ihrem langen Schweif folgt der Blick noch eine Weile.

Der Trubel rund um die A Maze ist schnell vergessen: In der Unterwasserwelt gibt es vieles zu entdecken, das kontrollierte Atmen wirkt schnell natürlich und die stimmungsvolle Untermalung mit Musik macht die Immersion perfekt. Für ein paar Minuten vergessen wir alles um uns herum und können einfach entspannen. Würden uns die Entwickler nicht nach einigen Minuten aus der virtuellen Welt holen, blieben wir wohl noch einige Zeit dort.

Das Ziel: die totale Entspannung des Spielers

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"Die Idee für das Spiel hatte Owen, der zum Stressausgleich Pranayama betreibt", erzählt Smit, als wir das Oculus Rift wieder abgesetzt haben. Pranayama gehört zum Raja Yoga. Durch bewusst ausgeführte Atemtechniken soll das Bewusstsein beeinflusst werden können. "Wir fragten uns, warum wir das nicht einfach mit einem Spiel verbinden. Das Oculus Rift kam uns da gerade recht, um die totale Entspannung zu ermöglichen."

"Ob wir das Spiel mit dem Gürtel irgendwann verkaufen, wissen wir nicht. Vielleicht folgt noch eine Kickstarter-Kampagne. Auf jeden Fall wollen wir das Konzept noch weiter entwickeln und weitere Entspannungsspiele schaffen", sagt Smit. In der Nische sammeln sich langsam immer mehr Interessierte, die das experimentelle Spiel ebenfalls ausprobieren wollen - auf der A Maze gilt es mittlerweile als Geheimtipp.

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