DECT-ULE: AVM setzt weiter auf Telefonstandard fürs Smart Home
AVM setzt zwar schon seit Jahren auf DECT-ULE (Ultra Low Energy) als Smart-Home-Standard, doch so richtig erfolgreich ist das Unterfangen noch immer nicht. Obwohl beispielsweise bereits die vier Jahre alte Fritzbox 7360 schon DECT-ULE beherrscht, ist das Angebot von Equipment für die Heimautomatisierung immer noch sehr klein. Auch auf dem Mobile World Congress konnte AVM bisher nur ein Heizkörperthermostat von Eurotronic vorweisen, das bereits vor einem Jahr vorgestellt wurde. An den Plänen der weiteren Unterstützung ändert dies jedoch nichts.
AVM will weitere moderne Fritzboxen mit softwareseitigen DECT-ULE-Unterstützung samt der neuen Remote-Unterstützung ausrüsten, um das Smart Home auch von der Ferne aus zu kontrollieren und zu konfigurieren. Dazu gehört die aktuelle Fritzbox 7490 sowie die noch kommende 7580 und alle anderen DECT-basierten Fritzboxen, die ULE beherrschen. Für weitere Smart-Home-Hardware müssen die DECT-ULE-Gerätehersteller aber erst einmal auf AVM zukommen. Der Routerhersteller ist für weitere Partnerschaften offen und prinzipiell sind die DECT-Fritzboxen mit allen DECT-ULE-Geräten koppelbar. Es fehlt aber noch an der notwendigen Steuerung der Komponenten in der Software, und das geht wohl nicht ohne die Hersteller.
DECT-ULE steht in Konkurrenz zu anderen Smart-Home-Funkprotokollen wie Z-Wave, Zigbee und Bluetooth, die sich vor allem bei der Nachrüstung von Wohnungen anbieten. Der Vorteil von DECT-ULE ist das Frequenzband um die 1.900 MHz, das vergleichsweise wenig genutzt wird, was dem störungsfreien Betrieb zugutekommt.
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