Debian-Gründer: Ian Murdock mit 42 Jahren gestorben
Einer der wohl einflussreichsten Linux-Pioniere ist tot: Ian Murdock, das "Ian" in Debian. Murdock gründete im Jahr 1993 noch als Informatikstudent das Debian-Projekt. Dieses leitete er in seiner Anfangszeit für mehrere Jahre und begründete damit vor allem die Ausrichtung des Projekts, das viel mehr ist als eine bloße Zusammenstellung von Code zu einer Linux-Distribution. Debian ist basisdemokratisch organisiert und verfolgt die ethischen Richtlinien seiner eigenen Verfassung.
Dieser Focus darauf, eine Gemeinschaft zu gründen, die das Richtige tut, würdigt auch das Debian-Projekt selbst in einem kurzen Nachruf(öffnet im neuen Fenster). Sein Traum habe überlebt, da die Debian-Community nach wie vor aktiv sei und aus Tausenden Entwicklern bestehe, die unzählige Stunden daran arbeiteten, ein verlässliches und sicheres Betriebssystem zu erstellen.
Außer durch Debian prägte Murdock die IT-Landschaft unter anderem als Technikchef der Linux Foundation. Er übernahm ebenso verschiedene Führungspositionen bei Sun, wo er als Chefarchitekt Open Indiana leitete. Dieses Projekt führte schließlich zu Opensolaris. Danach war er für Exact Target tätig, das von Salesforce übernommen worden ist. Erst vor wenigen Wochen begann Murdock bei Docker, das ihn ebenfalls in einem Nachruf(öffnet im neuen Fenster) würdigt.
Ian Murdock starb am 28. Dezember. Die genauen Umstände seines Todes sind zurzeit nicht bekannt und die Angehörigen bitten darum, in ihrer Trauer nicht gestört zu werden. Das Debian-Projekt sammelt Kondolenzen unter der eigens eingerichteten E-Mail-Adresse in-memoriam-ian@debian.org. Diese werden archiviert und wahrscheinlich der Familie von Murdock übergeben.
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