Abo
  • Services:

Debian-Fork: Devuan meldet Fortschritte und viel Getrolle

Wie der Debian-Fork Devuan meldet, bauen dessen Entwickler die Infrastruktur auf: Inzwischen gibt es einen eigenen Git-Server und ein noch fast leeres Software Repository. Das Projekt hat aber mit Trollen zu kämpfen.

Artikel veröffentlicht am ,
Devuan präsentiert sich als Debian-Fork.
Devuan präsentiert sich als Debian-Fork. (Bild: Devuan/Screenshot: Golem.de)

Für ein Debian mit Sysvinit statt Systemd: Das ist das Motto der Entwicker des Debian-Forks Devuan, der Ende November 2014 offiziell vorgestellt worden ist. Jetzt haben die Entwickler einen ersten Statusbericht veröffentlicht: Es gibt einen eigenen Git-Server und ein Software-Repositorium. 343 Interessierte haben die Mailingliste abonniert, und das Projekt hat Spendengelder in Höhe von etwa 4.500 Euro eingenommen. In ersten Software-Paketen sind die Abhängigkeiten von Systemd bereits entfernt worden.

Stellenmarkt
  1. LEONI AG, Nürnberg
  2. über Hays AG, Wiesbaden

Laut Bericht arbeiten die Entwickler an Systembibliotheken, die Logind und Libsystemd ersetzen sollen, die nur mit Systemd funktionieren. Die unter dem vorläufigen Namen Nosystem gehandelte Bibliothek soll später Libsystemd ersetzen, die unter Systemd für die Protokollierung verantwortlich ist. Die als Ersatz für Logind gedachte Bibliothek Loginkitd soll statt Systemd Consolekit2 als Backend verwenden. Sämtliche Bibliotheken sollen aber nicht nur ohne Systemd auskommen, sondern generell mit sämtlichen Startumgebungen für Linux funktionieren. Auch eine eigene Bibliothek für das Hotplugging-Framework Udev sei in Arbeit, schreiben die Entwickler in ihrem Statusbericht.

Eigener Git-Server und eigene Softwarequellen

Ferner wird an der Infrastruktur des Debian-Forks gearbeitet. Mit der Codeverwaltungssoftware Gitlab haben die Entwickler einen eigenen Git-Server eingerichtet. Der dort gepflegte Code wird künftig über ihre eigene Infrastruktur für kontinuierliche Integration kompiliert, die unter anderem die Software Jenkins nutzt. Fertige Pakete werden später in den Devuan-Repositories bereitgestellt. Von dort sollen später auch Debian-8-Systeme so aktualisiert werden können, dass sie ohne Systemd auskommen.

Es wird noch viel getrollt

Laut dem Statusbericht sind auf dem IRC-Channel #devuan durchschnittlich 200 Personen. Allerdings habe das Projekt mit zahlreichen Trollen zu kämpfen, heißt es in dem Posting. Mit dem Devuan-Projekt habe man aber eine konstruktive Diskussion über Alternativen zu Systemd anstoßen wollen. Parodien wie das Twitter-Konto @shitdevuansays würden ohnehin das Projekt eher populär machen. Allerdings müssten sowohl die Mailingliste wie auch der IRC-Channel intensiv moderiert werden.

Wie umstritten Systemd nach wie vor in der Linux-Gemeinde ist, zeigten auch die Kommentare unter dem Verweis auf Devuan bei Lwn.net. Erst zum zweiten Mal in der langjährigen Geschichte der Webseite von Kernel-Entwickler Jonathan Corbett sei er gezwungen gewesen, Kommentare zu löschen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)

Icestorm 27. Dez 2014

Murdock war mit SLS unzufrieden und baute daraufhin das von SLS "inspirierte" Debian...

MarioWario 26. Dez 2014

Sehe ich auch so - wobei die restlichen Kommentatoren schon wieder ganz schön 'deutsch...

jt (Golem.de) 24. Dez 2014

Ist gefixt. Danke für den Hinweis.


Folgen Sie uns
       


Amazons Fire HD 10 Kids Edition - Hands on

Das Fire HD 10 Kids Edition ist das neue Kinder-Tablet von Amazon. Das Tablet entspricht dem normalen Fire HD 10 und wird mit speziellen Dreingaben ergänzt. So gibt es eine Gummiummantelung, um Stürze abzufangen. Außerdem gehört der Dienst Freetime Unlimited für ein Jahr ohne Aufpreis dazu. Das Fire HD 10 Kids Edition kostet 200 Euro. Falls das Tablet innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf kaputtgeht, wird es ausgetauscht.

Amazons Fire HD 10 Kids Edition - Hands on Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  2. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge
  3. VR-Brillen Google experimentiert mit Lichtfeldfotografie

Blackberry Key2 im Test: Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen
Blackberry Key2 im Test
Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen

Zwei Hauptkameras, 32 Tasten und viele Probleme: Beim Blackberry Key2 ist vieles besser als beim Keyone, unfertige Software macht dem neuen Tastatur-Smartphone aber zu schaffen. Im Testbericht verraten wir, was uns gut und was uns gar nicht gefallen hat.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Blackberry Key2 im Hands On Smartphone bringt verbesserte Tastatur und eine Dual-Kamera
  2. Blackberry Motion im Test Langläufer ohne Glanz

    •  /