Abo
  • Services:

Debeka: Versicherung zahlt 1,3 Mio Euro wegen Datenschutzvergehen

Das deutsche Versicherungsunternehmen Debeka muss wegen der unerlaubten Weitergabe von Daten eine Millionenstrafe zahlen. Dieses Verfahren ist damit abgeschlossen, gegen einzelne Mitarbeiter wird aber unter anderem wegen mutmaßlicher Bestechung noch ermittelt.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Hauptsitz der Debeka in Koblenz
Hauptsitz der Debeka in Koblenz (Bild: Debeka)

Wegen Verstößen gegen Datenschutzvorgaben zahlt die Debeka-Versicherung eine Geldbuße von 1,3 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat hätten die Zahlung akzeptiert, teilte der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner in Mainz mit. Damit sei dieses Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit beendet, sagte ein Debeka-Sprecher am Hauptsitz Koblenz.

Stellenmarkt
  1. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  2. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven, München

Auf dem Tisch der örtlichen Staatsanwaltschaft liegt der Fall aber weiterhin. Hintergrund sind Ermittlungen gegen Debeka-Angestellte. Ende 2013 war der Vorwurf aufgekommen, einzelne Beschäftigte hätten Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes bestochen, um an Daten angehender Beamter zu kommen. Wagner warf seinerzeit den Vorstandsmitgliedern der bundesweit aktiven Privatversicherung vor, ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben. Als Konsequenz setzte die Debeka unter anderem Qualitätsmanager in 26 Geschäftsstellen ein. Seit April dokumentierte sie nach eigenen Angaben zudem die Herkunft der Daten potenzieller Mitglieder lückenlos und schulte Vertriebsmitarbeiter zum Thema Datenschutz.

"Die Vorwürfe um die Weitergabe von Adressen ist somit vom Tisch", sagte ein Debeka-Sprecher. Gegen die Verstöße einzelner Mitarbeiter gehe nun die Staatsanwaltschaft vor. Die Versicherungsmitarbeiter werden den Angaben zufolge der Bestechung, der Anstiftung zur Verletzung von Dienstgeheimnissen und des Verstoßes gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verdächtigt. In mehreren Bundesländern hatten Polizisten im Juli deshalb mehrere Büros und Privatobjekte durchsucht.

Ende Mai dieses Jahres legte die Finanzaufsicht Bafin außerdem der Versicherung Datenschutzmängel im Umgang mit möglichen neuen Kunden zur Last. Moniert wurde vor allem, dass die Herkunft personenbezogener Daten nicht immer nachvollzogen und deren Rechtmäßigkeit nicht ausnahmslos aufgezeigt werden könne. Sanktionen wurden allerdings nicht verhängt. Die Versicherung betonte damals, Fehler zu beseitigen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

nicoledos 30. Dez 2014

Wann müssen die schweizer Banken wegen Datenschutzvergehen zahlen? Ach ne, das mit den...

Benkt 30. Dez 2014

Ja, hier handelt es sich vermutlich um Listendaten (http://www.bfdi.bund.de/bfdi_wiki...


Folgen Sie uns
       


Sky Ticket TV-Stick im Test

Wir haben den Sky Ticket TV Stick getestet. Der Streamingstick mit Fernbedienung bringt Sky Ticket auf den Fernseher, wenn dieser den Streamingdienst des Pay-TV-Anbieters nicht unterstützt. Auf dem Stick läuft das aktuelle Sky Ticket, das im Vergleich zur Vorgängerversion erheblich verbessert wurde. Den Sky Ticket TV gibt es quasi kostenlos, weil dieser nur zusammen mit passenden Sky-Ticket-Abos im Wert von 30 Euro angeboten wird.

Sky Ticket TV-Stick im Test Video aufrufen
Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
    Oldtimer-Rakete
    Ein Satellit noch - dann ist Schluss

    Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

    1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
    2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
    3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

    iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
    iPhone Xs, Xs Max und Xr
    Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

    Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
    Von Tobias Költzsch

    1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
    2. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten
    3. XMM 7560 Intel startet Serienfertigung für iPhone-Modem

      •  /