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Debatte um Kimi K3: Meta-Chef gegen Beschränkungen für KI aus China

Mark Zuckerberg stellt sich gegen US-Sanktionen gegen chinesische Open-Source-KI. Diese könnten das Geschäftsmodell von Meta bedrohen.
/ Achim Sawall
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Meta-Chef Mark Zuckerberg (Bild: Brendan Smialowski/AFP/Getty Images)
Meta-Chef Mark Zuckerberg Bild: Brendan Smialowski/AFP/Getty Images

Meta-Chef Mark Zuckerberg hat sich gegen Restriktionen für chinesische KI-Modelle in den USA ausgesprochen. Dies sei "keine wirksame Lösung", sagte er der britischen Financial Times(öffnet im neuen Fenster). US-Unternehmen sollten Engpässe und Hindernisse "systematisch" identifizieren, um im KI-Wettlauf gegen China bestehen zu können.

Auslöser der Debatte ist Kimi K3. Das offene Modell des chinesischen Start-ups Moonshot AI ist seit dem 16. Juli verfügbar und zog in mehreren Benchmarks mit den besten US-amerikanischen Systemen gleich. Es hat 2,8 Billionen Parameter und ist damit das bislang größte frei verfügbare Modell überhaupt.

Zuckerberg erklärte gegenüber der Financial Times, dass Einschränkungen der leistungsfähigsten KI-Werkzeuge keine angemessene Antwort auf Bedenken zur Cybersicherheit seien. Diese Tools könnten Unternehmen auch dabei helfen, Schwachstellen zu erkennen und zu beheben.

Zuckerberg fürchtet Regulierung frei zugänglicher Modellgewichte

Er verwies auf einen Vorfall in der Woche zuvor, bei dem ein Programm von OpenAI das Unternehmen Hugging Face angriff. "Wir haben Sicherheitsvorfälle im Zusammenhang mit großen Modellen erlebt, bei denen das betroffene Unternehmen keinen Zugriff auf die Closed Frontier Models hatte, da deren Nutzung eingeschränkt war. Daher griffen sie auf Open-Source-Modelle zurück, um die Probleme zu beheben", sagte er. Zuckerberg befürchtet offenbar, dass eine Regulierung frei zugänglicher Modellgewichte (Open Weights) früher oder später auch Metas Llama-Modelle treffen würde.

Hugging Face habe den Angriff mithilfe eines Modells aus China gestoppt, sagte Thomas Wolf, Mitbegründer und Chief Science Officer der Plattform. Hugging Face griff auf ein Modell mit offenen Gewichten (Open-Weight-Modell) zurück: GLM 5.2 von dem in Peking ansässigen Unternehmen Z.AI.

Hochrangige Vertreter der US-Regierung unter Donald Trump behaupten, Beweise dafür zu haben, dass Moonshot in großem Stil und verdeckt versucht habe, sein Modell mithilfe von Destillation auf der Basis von Daten US-amerikanischer Konkurrenten zu trainieren. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte vergangene Woche, "Sanktionen" seien eine Option gegen chinesische Firmen, die "die Grenze zum Diebstahl geistigen Eigentums überschreiten".

Metas KI ist anders

Meta investiert hohe Milliardenbeträge in die Entwicklung von KI und konzentriert sich dabei vor allem auf offene Modelle; allerdings liegen die KI-Produkte in ihren Fähigkeiten hinter denen der Konkurrenz Chat GPT und Anthropic zurück. OpenAI (ChatGPT) und Anthropic (Claude) entwickeln spezialisierte Frontier-Modelle primär für komplexe Denkaufgaben, tiefes Coding, mathematisches Schlussfolgern und B2B-Prozesse.

Metas Modellreihe Llama wird hingegen darauf optimiert, in Whatsapp, Instagram, Smart Glasses und Ad-Tech integriert zu werden. Das erfordert eine andere Architektur als die Reasoning-Modelle der Konkurrenz.

Am 24. Juli 2026 veröffentlichten bereits 25 US-Unternehmen, angeführt von Nvidia und Microsoft, einen offenen Brief. Darin fordern sie die US-Regierung auf, offene KI-Modelle nicht vorschnell einzuschränken.


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