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Eingriff in bestehende Rechte – vor allem Frauen betroffen

Der MIT-Vorstoß zielt auf einen etablierten Rechtsanspruch. Kritiker dürften argumentieren, dass die Maßnahme vor allem Frauen trifft, die häufiger in Teilzeit arbeiten. Zudem bleibt unklar, wer über die Berechtigung von Teilzeitwünschen entscheiden soll und wie "besondere Gründe" genau definiert werden.

Widerstand aus der eigenen Partei

Innerhalb der CDU regte sich Widerspruch gegen den Vorschlag. Dennis Radtke, der Vorsitzende des CDU-Sozialflügels, äußerte Kritik in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe:(öffnet im neuen Fenster) "Eine solche Beschränkung geht das Thema von der falschen Seite an." Die CDU habe sich immer dafür eingesetzt, dass Menschen möglichst frei wählen können.

Radtke betonte, dass auch er es begrüßen würde, wenn mehr Teilzeitbeschäftigte in Vollzeit zurückkehrten – viele empfänden Teilzeit schließlich als Falle. Allerdings müssten dafür zunächst die Bedingungen in den Bereichen Kinderbetreuung und Pflege verbessert werden, die einen Wechsel aktuell oft verhinderten.

Nachtrag vom 26. Januar 2026, 15:53 Uhr

Alexander Schweitzer, der als stellvertretender Vorsitzender der SPD und als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz fungiert, kritisierte den Vorschlag aus dem Wirtschaftsflügel der Union, das Recht auf Teilzeitarbeit zu beschränken. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk(öffnet im neuen Fenster) wies er die Vorstellung von sogenannten Lifestyle-Arbeitnehmern zurück. Stattdessen betonte er, dass die meisten Menschen in Deutschland bemüht seien, Beruf, Familie und persönliche Prioritäten zu vereinbaren.


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