Deathloop im Test: Und ewig grüßt die Maschinenpistole

Zeitreise plus Shooter: Das Microsoft-Entwicklerstudio Arkane liefert mit Deathloop ein Spitzenspiel für PS5 und Windows-PC.

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Artwork von Deathloop
Artwork von Deathloop (Bild: Bethesda)

Achtung, Spoiler! Wir stellen im Test von Deathloop einen kleinen Teil der Handlung und die Hauptfiguren vor. Wer gar nichts über das Actionspiel wissen möchte, sollte nicht weiterlesen.

Inhalt:
  1. Deathloop im Test: Und ewig grüßt die Maschinenpistole
  2. Deathloop: Verfügbarkeit und Fazit

Die Sonne geht am Horizont auf, Wellen plätschern gegen den Sandstrand. Trotz des urlaubsähnlichen Szenarios fühlen wir uns nicht entspannt: Wir sind einmal zu oft gestorben. In Deathloop kann das wie in jedem anderen Shooter immer wieder passieren, aber die Folgen sind andere.

Statt am Checkpoint oder mit einem Savegame an gleicher Stelle weiterzumachen, beginnt in Deathloop der gleiche Tag immer wieder von Neuem. Und zwar am immer gleichen Strand, mit der immer gleichen Maschinenpistole und der immer gleichen mysteriösen Erzfeindin Julianna.

In dem Actionspiel von Arkane Studios (Dishonored) steuern wir die Hauptfigur Colt aus der Ich-Perspektive, um aus dieser Zeitschleife - dem Loop - auszubrechen.

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Dazu müssen wir acht Zielpersonen eliminieren. Wenn das nicht gelingt und Colt dreimal stirbt, erwacht er dank Zeitschleife am Strand und muss (fast) neu anfangen. Erst wenn die Morde innerhalb eines Tages gelungen sind, können wir die Zeitschleife verlassen.

Dazu müssen wir nicht nur gut kämpfen, sondern auch planen können. An dieser Stelle wird es kompliziert: Die vier großen und verschachtelten Einsatzorte können wir zu vier Tageszeiten besuchen, nämlich morgens, mittags, nachmittags und abends. Eine Zielperson können wir nur morgens töten, eine andere nur abends.

Das finden wir aber erst nach und nach heraus, ebenso wie die perfekte - halbwegs risikofreie - Vorgehensweise. Dazu müssen wir die Einsatzorte immer wieder besuchen: Einfach um sie zu erkunden, aber auch, um Zugangscodes für Türen und vor allem Ausrüstung zu finden.

Anders als im Zeitschleifen-Shooter Returnal gehört es in Deathloop dazu, nach und nach immer bessere Waffen und sonstige Ausrüstung zu sammeln und sie dauerhaft - also auch nach unserem Tod - zu behalten. Wie das genau funktioniert, erfahren wir im Spiel. Spoiler: Alles hängt miteinander zusammen, und das Erkunden dieser ebenso komplexen und stimmigen Welt macht einen großen Teil des Spaßes von Deathloop aus.

Ein anderer Teil des Spielspaßes kommt schlicht daher, dass die Shooter-Elemente richtig gut gemacht sind. Vor dem Start einer Mission stellen wir unser Loadout aus Waffen und Spezialkräften zusammen und stellen uns dann im Kampf den feindlichen Wachen und sonstigen Herausforderungen.

In Deathloop können wir viele Gegner durch Anschleichen von hinten eliminieren; stellenweise ist das im einzigen verfügbaren Schwierigkeitsgrad fast zu einfach. Wahlweise können wir Selbstschussanlagen hacken und sie dann an einer taktisch günstigen Stelle aufbauen. Dann können wir genüsslich zuschauen, wie ein Opponent nach dem anderen von Kugeln durchsiebt wird.

  • So surreal wie dieser Abschnitt sind viele, aber längst nicht alle Umgebungen in Deathloop. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Die vier Hauptbezirke können wir zu unterschiedlichen Tageszeiten besuchen. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Früher oder später kommen wir an Spezialfähigkeiten und können uns unter anderem unsichtbar machen. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Colt sammelt im Spielverlauf immer bessere Waffen - die mit einem Trick dauerhaft behalten kann. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Die Kämpfe sind sehr wuchtig in Szene gesetzt. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Nach einer Mission sehen wir, wie viele Extras wir gesammelt haben - so viel wie hier ist es aber selten. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
So surreal wie dieser Abschnitt sind viele, aber längst nicht alle Umgebungen in Deathloop. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)

Es gibt noch mehr Tricks und Kniffe, um in Deathloop möglichst lange am Leben zu bleiben und die Aufgaben zu bewältigen. Das finden wir aber nur heraus, indem wir die Level immer und immer wieder besuchen, Nebenaufgaben absolvieren und Extras sammeln. Wir fanden das fast immer extrem unterhaltsam.

Frustrierend wird es, wenn man nach langer Planung endlich einen ernsthaften Attentatsversuch auf die Zielpersonen unternimmt, dann scheitert und frühere Abschnitte noch mal absolvieren muss. Die Spieldauer dürfte variieren - wir haben rund 30 Stunden mit der Kampagne verbracht, aber vermutlich noch längst nicht alles entdeckt.

DEATHLOOP | Standard Edition | [PC]

In der Kampagne treten wir als Colt an, es gibt aber einen Multiplayer - den wir, weil das Spiel noch nicht fertig ist, lediglich im Ansatz ausprobieren konnten. Darin können wir als Julianna, die zweite Hauptfigur neben Colt, in die Partie eines anderen Spielers einbrechen und diesen bekämpfen.

Das heißt auch, dass wir ab und zu überfallen werden. Das lässt sich abstellen, aber nicht ganz: Hin und wieder überfällt uns eine KI-gesteuerte Julianna. Das führt zu besonders heftigen Kämpfen, die wir auch öfter mal verlieren. Aber wenn wir gewinnen, kommen wir fast immer an besonders hochwertige Ausrüstung.

Das auf der Void Engine basierende Programm macht einen sehr ausgereiften Eindruck. Technische oder sonstige Probleme sind uns nicht aufgefallen. Auf der Playstation 5 gibt es drei Grafikmodi: Leistung (dynamisch skaliertes 4K mit konstant 60 fps), Bildqualität (dynamisch skaliertes 4K wird priorisiert, 60 fps mit Einbrüchen) und Raytracing (Raytracing-Schatten bei dynamisch skaliertem 4K bei 30 fps).

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Deathloop: Verfügbarkeit und Fazit 
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