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Death Stranding im Test: Paketbote trifft Postapokalypse

Seltsam, aber super: Der Held in Death Stranding ist ein mit Frachtsendungen überladener Kurier und Weltenretter. Mit ebenso absurden wie erstklassig umgesetzten Ideen hat Hideo Kojima ein tolles Spiel für PS4 und Windows-PC (erst 2020) geschaffen, das viel mehr bietet als Filmspektakel.

Artikel von veröffentlicht am
Artwork von Death Stranding
Artwork von Death Stranding (Bild: Kojima Productions)

Achtung, Spoilerwarnung! Death Stranding ist eigentlich dafür gemacht, ohne allzu viel Vorwissen gespielt zu werden. Im Test gehen wir auf Details zu Gameplay und Handlung ein. Obwohl wir die Kampagne abgeschlossen haben, schreiben wir vor allem über Inhalte aus dem Prolog und aus den ersten drei von 15 Kapiteln.

Inhalt:
  1. Death Stranding im Test: Paketbote trifft Postapokalypse
  2. Aktive Anti-Umfall-Steuerung
  3. Onlinemodus mit Pinkelverbot
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Wer ohne Vorwissen genießen möchte, hier als Basisinfo: Wir finden, dass Death Stranding sehr gut geworden ist. Das Absolvieren der Story dauert 50 bis 60 Stunden, technische Fehler oder Bugs beim Gameplay sind uns nicht aufgefallen. Das Programm richtet sich - trotz der fairen Schwierigkeitsgrade - an sehr erfahrene Computerspieler, die sich intensiv damit beschäftigen können und wollen. Viel Spaß!

"Scheißdreck!" Sam Porter flucht - und wir auch! Wir marschieren als Hauptfigur von Death Stranding mit 80 Kilo Altmetall auf dem Rücken zur Bergstation Mountain Knot City. Gerade haben wir mit knapper Not ein paar Banditen abgehängt, jetzt setzt Zeitregen ein und zerfrisst uns die Transportkisten.

Nicht mal ein Trampelpfad ist in Sicht, wir haben uns hoffnungslos in den Bergen verlaufen und nur noch eine Kletterverankerung. Wenn wir uns an mehr als einer Felswand abseilen müssen, stecken wir fest. Immer wieder rutschen wir trotz unseres stabilisierenden Exoskeletts an vereisten Steilhängen aus. Und dann schreit auch noch das Baby ...

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Solche Augenblicke gehören im neuen Spiel von Stardesigner Hideo Kojima (Metal Gear) zu einem mittelgut verlaufenden Standardeinsatz. Wenn wir Glück haben, müssen wir uns nur mit der Routenplanung beschäftigen und ein paar Medikamente von A nach B bringen. Dann spazieren wir über grüne Wiesen, das Programm spielt Musik und wir genießen die Aussicht.

Wenn es hingegen richtig schlecht läuft, müssen wir ein mit mysteriösen Monstern verseuchtes Gebiet durchqueren, uns bei Sichtweiten von gefühlt null Metern in einem Schneesturm zurechtfinden oder mit 200 Kilogramm Paketen in Trippelschritten einen Berghang hinunterkommen. Falls wir zu schnell gehen und stürzen, könnte die empfindliche Fracht beschädigt werden und der Empfänger die Annahme verweigern - dann müssten wir noch mal losziehen.

Das eigentlich simple "von A nach B" wird in Death Stranding immer wieder variiert: Mal müssen wir eine Pizza innerhalb einer vorgegebenen Zeit zustellen und dürfen sie dennoch nicht etwa durch übereilte Stolperer zu Boden fallen lassen. Mal darf in einer Umgebung mit vielen Flüssen die Fracht beim Durchqueren nicht nass werden, so dass wir einen trockenen Weg finden müssen, mal sollen wir Dokumente aus einer feindlichen Basis besorgen.

Meist sind wir zu Fuß unterwegs. Fahrzeuge gibt es zwar, damit können wir aber im Normalfall nur ein paar Kilometer der Wegstrecke auf Straßen oder Ebenen zurücklegen. Der überwiegende Teil des Geländes ist so bergig, dass wir per pedes unterwegs sein müssen. Klassische Kampfeinsätze, in denen wir primär Feinde ausschalten müssen, gibt es nur in kurzen Spezialabschnitten. Normalerweise verteidigen wir uns nur - an einer Stelle bittet uns das Programm sogar, Banditen nach Möglichkeit mit Gummigeschossen auszuschalten, statt sie zu töten.

  • Nach langer Wanderung erreichen wir eine Wetterstation in den Bergen. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Das mysteriöse Baby hilft bei der Orientierung - ist aber vor allem ein wichtiger Teil der Handlung. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Nachdem wir die Straße repariert haben, können wir dort recht bequem ein paar Meter gutmachen. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Für jede absolvierte Zustellung bekommen wir Punkte. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Sam Porter und die geheimnisvolle Nebenfigur Fragile im Gespräch (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Die Übersichtskarte ist extrem wichtig für die Routenfindung. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Diese beiden Gesellen sind keine menschengesteuerten Boten, sondern ein Gag der Entwickler - glauben wir jedenfalls. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Um die optimale Anordnung der Fracht kümmert sich das Programm auf Knopfdruck. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Immer wieder müssen wir uns gegen die gegnerischen GD verteidigen. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Nur mit der Leiter gelangen wir über diesen reißenden Fluss. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Eine von vielen aufwendigen Zwischensequenzen (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
  • Deadman ist eine der interessantesten Nebenfiguren. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)
Nach langer Wanderung erreichen wir eine Wetterstation in den Bergen. (Bild: Kojima Productions/Screenshot: Golem.de)

Sam Porter sehen wir grundsätzlich von hinten, die sehr gute Steuerung folgt den gewohnten Standards und funktioniert intuitiv. Eine wichtige Besonderheit: Wenn der Held zu stark beladen ist und sich die Fracht auf seinem Rücken türmt, kommt sie bei zu schnellen Schritten oder im hügeligen Gelände leicht ins Schwanken, was uns umreißen könnte.

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Aktive Anti-Umfall-Steuerung 
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MickeyKay 08. Nov 2019

Schön gesagt :) Nach dem Anschauen verschiedener Reviews haben die Trailer also...

Garius 03. Nov 2019

Hey, genau wie ich... Bevor ich ins Kino zu The Last Jedi gegangen bin...

Garius 03. Nov 2019

XD Bestelldatum: 23.10.2019

Garius 03. Nov 2019

Achievement unlocked! Dem Drang widerstanden, den Text von MFG zu verlinken.

Adelig 01. Nov 2019

Digital Foundry: "Death Stranding: a unique vision delivered by state-of-the-art...


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