SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.

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Künstlerische Darstellung des BFS. Der Trägerrakete fehlen allerdings ein paar Gitterflossen.
Künstlerische Darstellung des BFS. Der Trägerrakete fehlen allerdings ein paar Gitterflossen. (Bild: SpaceX)

Yusaku Maezawa ist ein japanischer Kunstsammler und Milliardär, der sein Vermögen während der Zeit der Dotcom-Blase durch die Gründung der Modeplattform Zozo im Jahr 1998 gemacht hat. In der vergangenen Nacht stand er in einer der Werkhallen von SpaceX und sagte: "Endlich kann ich Ihnen mitteilen: Ich habe mich entschlossen, zum Mond zu fliegen". Damit zitierte er die Worte, mit denen US-Präsident John F. Kennedy das Apollo-Programm 1962 der Weltöffentlichkeit vorstellte und das Rennen zum Mond startete.

Inhalt:
  1. SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
  2. Eine Rakete wie im Comic
  3. Elon Musk lobt die Nasa und das SpaceX-Team

Maezawa war auch die anonyme Person, die zuvor schon einen Flug um den Mond mit dem Dragon-Raumschiff von SpaceX gebucht hatte. Die kleine Kapsel des Crew Dragon hätte auch nicht genug Platz für Maezawas Pläne gehabt, denn er will nicht allein zum Mond fliegen. Das Projekt heißt Dear Moon und umfasst mehr als nur einen Sitz in dem BFS genannten Raumschiff von SpaceX. Er lädt sechs bis acht Künstler auf der ganzen Welt zu der Reise ein, die aus der Erfahrung heraus Kunstwerke erschaffen sollen.

Um sich selbst vorzustellen, zeigte Maezawa ein Bild von sich aus dem Jahr 1998 in Santa Monica mit einem Skateboard. Er sei schon damals an der amerikanischen Kultur, Musik und Mode fasziniert gewesen und habe daher seine Firma gegründet. Der Flug zum Mond sei sein Lebenstraum, ein Beitrag für die Welt und zum Weltfrieden. Er wolle die Erfahrung aber nicht allein machen, sondern sie mit möglichst vielen anderen Menschen teilen, und zwar mit Künstlern.

Elon Musk lobt mutigen Menschen

Eines Tages habe er sich gefragt, was wohl gewesen wäre, wenn der New Yorker Künstler Jean-Michel Basquiat den Mond gesehen hätte und welche Kunstwerke er wohl erschaffen hätte - oder andere Künstler wie Andy Warhol, John Lennon, Pablo Picasso, Michael Jackson oder Coco Chanel. Eingeladen sind Künstler aller Richtungen: Maler, Bildhauer, Fotografen, Musiker, Filmemacher, Architekten und Modedesigner. Es gebe aber auch noch Pläne, die er noch nicht ankündigen könne und in Zukunft mitteilen werde. Die Details des Auswahlprozesses stünden noch nicht fest, allerdings sei dafür auch noch genug Zeit.

Elon Musk sagte über Maezawa: "Er ist der größte Abenteurer. Er ist vorgetreten und hat sich angeboten. Nicht wir haben ihn ausgesucht, sondern er uns." Er bezahle auch einen erheblichen Anteil der Entwicklungskosten - die genaue Summe werde nicht verraten. Er helfe damit auch anderen Menschen, eines Tages zum Mars zu fliegen. Der Flug sei gefährlich und keine absolut sichere Sache. Es gibt eine gewisse Chance, dass etwas schiefgeht, auch wenn wir alles tun werden, um das zu verhindern. Man müsse ein mutiger Mensch sein, um den Flug anzutreten.

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Eine Rakete wie im Comic 
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Dave_Kalama 24. Sep 2018

Singen? Mit Autotune. Instrumente? Nein. Koennen ist nicht subjektiv und der...

Kay_Ahnung 24. Sep 2018

Ich spreche Bürgern nicht ihre Mündigkeit ab ich sehe nur das sehr viele Leute zu kurz...

Kay_Ahnung 19. Sep 2018

Vielen Dank für die Erklärung +1 Aber wäre es dann nicht möglich es mit einer wesentlich...

Baron Münchhausen. 19. Sep 2018

Sollte relativ proportional sein. Weniger proportional ist es bei der beschleunigung...



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