Dead Space: Vor Walter White war Bryan Cranston in Sci-Fi-Trash dabei
Jeder fängt mal klein an. Wenn man aber mit Mitte 30 in einer Roger-Corman-Produktion mitspielt und bis dahin nichts gerissen hat, kann man schon ins Grübeln kommen, ob man sich für die richtige Profession entschieden hat. So erging es vermutlich auch Bryan Cranston, als er im Jahr 1991 in Dead Space – Galaxis des Grauens(öffnet im neuen Fenster) mitwirkte. Zu dem Zeitpunkt war er bereits seit mehr als einem Jahrzehnt als Schauspieler aktiv – die Rollen in Malcolm Mittendrin und vor allem Breaking Bad ließen aber noch lange auf sich warten.
Monster im All
In einer Forschungseinrichtung auf dem Planeten Phablos wird ein Virus erschaffen, der Menschen in Monster verwandelt. Ein Notruf wird abgesetzt, der von Steve Krieger und seinem robotischen Sidekick Tinpan empfangen wird. Aber deren Schiff havariert auf Phablos, und Krieger braucht einige Zeit, es wieder zu richten. Da glaubt er gerne dem Chefwissenschaftler Dr. Darden, der sagt, dass das Virus kein Problem darstellt. Aber Darden hat gelogen: Das angeblich eingedämmte Virus entkommt und schon bald streifen Monster durch die Station.
Während Steve Krieger von Marc Singer (V – Die außerirdischen Besucher kommen) gespielt wird, ging die Rolle des Wissenschaftlers an Cranston(öffnet im neuen Fenster) . Vom Charisma seiner späteren Paraderolle Walter White ist hier nicht viel zu merken. Cranston müht sich, seine Rolle ist aber auch völlig eindimensional. Der Film selbst: eher der Kategorie Weltraumlangweiler zuzuordnen. Das ist insofern eine Leistung, weil er ohnehin nur eine Laufzeit von 72 Minuten hat.
Es handelt sich bei Fred Gallos Film um ein Remake der Corman-Produktion Mutant – Grauen aus dem All (1982). In typischer Corman-Manier wurden auch noch Clips aus Sador – Herrscher im Weltraum (1980) wiederverwendet.
Kein Wort über Dead Space
Interessant ist der Film heutzutage nur noch, weil man Bryan Cranston relativ jung sehen kann. Cranston hat sich später nie über den Film ausgelassen – wahrscheinlich hat ihn auch nie jemand danach gefragt.
Für Cranston brachen nach diesem Film wieder dürre Jahre an. Oder anders gesagt: Sie gingen weiter. Es dauerte bis zum Jahr 2000, dass sich der Erfolg als tollpatschiger Vater Hal in Malcom Mittendrin einstellte. Danach kam Walter White.



