Abo
  • Services:
Anzeige
DE-CIX Core Switch
DE-CIX Core Switch (Bild: de-cix.net)

DE-CIX "Wollen nicht zum Instrument für Überwachung werden"

Nach NSA und BND will der DE-CIX nicht auch noch seine Daten an die Polizei ausleiten, wie das Bundesinnenministerium fordert. Gegen diese Pläne wollen sich die Betreiber nun mit allen Mitteln wehren.

Anzeige

Die Betreiber des DE-CIX wehren sich gegen Pläne des Bundesinnenministeriums, Daten an dem Internetknoten auszuleiten. Aus einem internen Papier der Behörde hatte Spiegel Online berichtet, dass geplant sei, die Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) auf "aktuell anfallende Verkehrsdaten (...) auch durch Ausleitung an den Netzknoten" auszuweiten. Dies sei nötig, weil viele Nutzer über "offene WLANs oder Internetcafés" auf das Internet zugriffen, und weil viele Anbieter von E-Mail-Diensten oder Onlinespeicher im Ausland säßen.

Das Innenministerium fordert, dass sowohl den Polizeibehörden des Bundes und der Länder als auch den Geheimdiensten die Daten zur Verfügung stehen sollen.

Ein Großteil des deutschen Internetverkehrs läuft über den DE-CIX in Frankfurt. Insgesamt tauschen fast 600 Internet Service Provider aus 58 Ländern am DE-CIX ihren Datenverkehr über Public Peering aus.

Klaus Landefeld, Beirat der DE-CIX Management, sagte: "Wir halten eine massenhafte und anlasslose Überwachung der Internetkommunikation von Bürgern und Unternehmen an Netzknoten wie dem DE-CIX für verfassungswidrig. Die Überwachung einzelner Bürger gemäß der Telekommunikations-Überwachungsverordnung (TKÜV) ist mit gutem Grund nur nach individuellem richterlichen Beschluss erlaubt."

Eine anlasslose Komplettüberwachung an zentralen Netzknoten würde nicht nur Verbindungsdaten, sondern auch Kommunikationsinhalte der betroffenen Bürger und Unternehmen umfassen. Landefeld: "Wir wollen nicht, dass der DE-CIX zum Instrument für eine massenhafte und anlasslose Überwachung der Internetkommunikation von Bürgern und Unternehmen in Deutschland wird, und werden für einen solchen Fall alle möglichen rechtlichen Schritte prüfen."

Doch der Auslandsgeheimdienst Bundesnachrichtendienst lässt sich offenbar seit mindestens zwei Jahren das Anzapfen von Kommunikationsleitungen deutscher Internetprovider genehmigen. Eine entsprechende Anordnung zur "Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses" habe der BND an den Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco geschickt. Danach würden 25 Internet Service Provider am Internetknoten DE-CIX in Frankfurt angezapft. Betroffen seien auch die deutschen Internetprovider 1&1, Freenet, Strato, QSC, Lambdanet und Plusserver.

Das ZDF hatte Informationen darüber erhalten, wie die NSA an die Daten am DE-CIX kommt. Offenbar liefert Level 3, einer der größten Tier-1-Provider weltweit, die Daten. Der Tier-1-Provider dementiert dies.


eye home zur Startseite
attitudinized 12. Nov 2013

Vielleicht haben sie auch einfach keine Slots zum ausleiten mehr frei ;-)

hrothgaar 12. Nov 2013

da könnt ihr auch nicht wehren. Wenn der Friedrich das so will, dann wird er das auch so...

M.Kessel 12. Nov 2013

-kt-

ein... 12. Nov 2013

cjdns ist sehr interessant und unter Beobachtung bei mir. Die Doku dazu ist zwar noch...

dirk1405 12. Nov 2013

@ Steve, da bin ich ganz deiner Meinung. Ich vermute das auch bald von den größeren in...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. EBZ Gruppe, Ravensburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 9,99€ USK 18 (Versand über Amazon)
  2. (u. a. Day of the Tentacle Remastered 4,99€, Grim Fandango Remastered 2,79€, Monkey Island 2...

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Equal Rating Innovation Challenge

    Mozilla will indische Dörfer ins Netz holen

  2. Firmenstrategie

    Intel ernennt Strategiechefin und gründet AI-Gruppe

  3. APFS unter iOS 10.3 im Test

    Schneller suchen und ein bisschen schneller booten

  4. Starship Technologies

    Domino's liefert in Hamburg Pizza per Roboter aus

  5. Telekom Stream On

    Gratis-Flatrate für Musik- und Videostreaming geplant

  6. Nachhaltiglkeit

    Industrie 4.0 ist bisher kein Fortschritt

  7. Firaxis Games

    Civilization 6 kämpft mit Update schlauer

  8. Microsoft Office

    Excel-Dokumente gemeinsam bearbeiten und autospeichern

  9. Grafikkarte

    AMDs Radeon RX 580 nutzt einen 8-Pol-Stromanschluss

  10. Softwareentwicklung

    Google sammelt seine Open-Source-Aktivität



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gesetzesentwurf: Ein Etikettenschwindel bremst das automatisierte Fahren aus
Gesetzesentwurf
Ein Etikettenschwindel bremst das automatisierte Fahren aus
  1. E-Mail-Lesen erlaubt Koalition bessert Gesetz zum automatisierten Fahren nach
  2. Autonomes Fahren Uber stoppt nach Unfall Versuch mit selbstfahrenden Taxis
  3. Tesla Autopilot Root versichert autonom fahrende Autos

Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

Synlight: Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll
Synlight
Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll
  1. Energieversorgung Tesla nimmt eigenes Solarkraftwerk in Hawaii in Betrieb

  1. Re: Wo muss der Streaming Dienst gebucht sein?

    Majin23 | 12:45

  2. Re: Was zu erwarten war...

    Kondratieff | 12:45

  3. Re: Klinke

    Spaghetticode | 12:44

  4. Re: Scheint so als würde denen das Geld langsam...

    Vaako | 12:42

  5. Re: wurde nicht früher die nummer mit spotify...

    lester | 12:41


  1. 12:45

  2. 12:30

  3. 12:09

  4. 12:04

  5. 11:56

  6. 11:46

  7. 11:41

  8. 11:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel