DE-CIX: Spitzenwerte im Datenvolumen gab es beim Gaming

In der Jahresbilanz des DE-CIX ist das Datenvolumen erwartungsgemäß deutlich gestiegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein DE-CIX-Patchpanel
Ein DE-CIX-Patchpanel (Bild: DE-CIX)

An den DE-CIX-Standorten wurde im Jahr 2021 ein deutlicher Anstieg des Datenverkehrs gemessen. Das gab der Betreiber am 21. Januar 2022 bekannt. An den DE-CIX-Internetknoten wurden im vergangenen Jahr insgesamt über 38 Exabyte Daten ausgetauscht. Im Vergleich zum Vorjahr und dem Beginn der Coronapandemie hat sich der Wert um rund 20 Prozent gesteigert. Im Jahr 2020 lag der gesamte Datendurchsatz noch bei 32 Exabyte.

Stellenmarkt
  1. System Administrator (m/w/d)
    SEITENBAU GmbH, Konstanz
  2. Integration Manager (w/m/d)
    SSI Schäfer Automation GmbH, Giebelstadt bei Würzburg
Detailsuche

DE-CIX-Sprecher Carsten Titt sagte Golem.de auf Anfrage: "Der Datendurchsatz von Videokonferenzen über den Internetknoten in Frankfurt war vor allem in den ersten Monaten des Jahres bis zum Ende von Lockdown und Kontaktbeschränkungen hoch." In den Sommermonaten mit geringeren Infektionszahlen und Ferienzeit habe der Durchsatz hingegen nur halb so viel wie zu Jahresbeginn betragen.

Für Videostreaming via Netflix, Disney Plus, Amazon Prime Video und andere zeigt sich eine ähnliche Verteilung, jedoch mit geringeren saisonalen Unterschieden. "Anders sieht es bei Gaming-Traffic aus. Hier gab es Spitzenwerte in den letzten Monaten des Jahres", sagte Titt.

Datenvolumen von Telekom, Vodafone und Tele Columbus

Die Kapazitäten im eigenen Netz würden regelmäßig und langfristig ausgebaut. Dabei plane der DE-CIX-Betreiber immer für circa 12 Monate voraus. "Wir erweitern unsere Kapazitäten, sobald circa 60 Prozent der vorhandenen Kapazitäten erreicht werden", sagte Titt. Die übrigen 40 Prozent freie Kapazität würden unter anderem für Redundanzen benötigt.

Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
  2. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Festnetzbetreiber in Deutschland haben zum Jahresbeginn bereits Bilanz gezogen. Im Jahr 2021 flossen rund 48.000 Petabyte (48 Exabyte) durch das Koaxialkabel und die DSL-Infrastruktur von Vodafone. In den Netzen der Tele-Columbus-Gruppe stieg das Datenvolumen von 841 Petabyte auf etwa 1,03 Exabyte (1.055 Petabyte) an, was einem Plus von circa 25 Prozent im Jahresvergleich entsprach.

Auch beim größten Netzbetreiber, der Deutschen Telekom, ist das Datenvolumen 2021 deutlich angestiegen. "Im Festnetz lag das Volumen in 2021 etwa 15 Prozent über 2020. Absolute Zahlen kann ich Ihnen dazu leider nicht geben", sagte Sprecherin Marion Kessing Golem.de auf Anfrage. Allerdings ist die Telekom am DE-CIX kaum aktiv.

Beim Peering schalten sich Internet Service Provider, Content Provider, Netzwerk-Service-Provider und Unternehmen mit eigenem Netzwerk zusammen, um direkt und meist kostenneutral Daten auszutauschen, in der Regel an Internetknoten. Hier laufen die teilnehmenden Netzwerke zusammen, am DE-CIX in Frankfurt sind das über 1.000 Netzwerke. Indem die Daten über den Internetknoten direkt miteinander ausgetauscht werden, müssen sie keine langen Wege bis zum nächsten Punkt zurücklegen, an dem sich die direkten Glasfasern vernetzen. Durch weniger Zwischenschritte kann sich die Laufzeit eines Datenpakets verkürzen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


mgutt 26. Jan 2022

Hätte ich auch gerne gewusst. Gaming, Spieledownloads oder gar Streaming? Wäre ja schlie...

ikhaya 23. Jan 2022

Es wäre mal interessant wer ausser den DNS Servern noch den größten Nachholbedarf hat

Salzbretzel 23. Jan 2022

Wer kennt das nicht. Man hat ein kleines Programm geschrieben was einen die prozentualen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sicherheitslücke
Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist

Forschern ist es gelungen, eine Schadsoftware auf ausgeschalteten iPhones mit vermeintlich leerem Akku auszuführen. Denn ganz aus sind diese nicht.

Sicherheitslücke: Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist
Artikel
  1. Bundeswehr: Das Heer will sich nicht abhören lassen
    Bundeswehr
    Das Heer will sich nicht abhören lassen

    Um sicher zu kommunizieren, halten die Landstreitkräfte in NATO-Missionen angeblich ihre Panzer an und verabreden sich "von Turm zu Turm".
    Ein Bericht von Matthias Monroy

  2. Einstieg in Linux mit drei Online-Workshops
     
    Einstieg in Linux mit drei Online-Workshops

    Linux-Systeme verstehen und härten sowie die Linux-Shell programmieren - das bieten drei praxisnahe Online-Workshops der Golem Akademie.
    Sponsored Post von Golem Akademie

  3. Milliarden-Übernahme: Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter
    Milliarden-Übernahme  
    Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter

    Mit Blick auf die Zählung von Spam-Konten bei Twitter hat Elon Musk gefragt, ob die mehr als 200 Millionen Twitter-Nutzer angerufen worden seien.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 400€ Rabatt auf Gaming-Stühle • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ [Werbung]
    •  /