DE-CIX: "Mieten immer in mehreren entfernt verlegten Seekabeln an"

Der Ausfall des Seekabels zwischen Afrika und Europa im Roten Meer wurde beim DE-CIX automatisch abgefangen. "Beide Kabel betreiben wir immer im Active-Active-Modus", erklärte Technikchef King.

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Thomas King, Technikvorstand des deutschen Internetknoten-Betreibers DE-CIX im Jahr 2018
Thomas King, Technikvorstand des deutschen Internetknoten-Betreibers DE-CIX im Jahr 2018 (Bild: YANN SCHREIBER/AFP via Getty Images)

Vor der Küste Jemens wurden nach Informationen des DE-CIX drei physische Leitungen beschädigt, die von vier verschiedenen Konsortien betrieben werden. Dies sagte Thomas King, Technikvorstand des deutschen Internetknoten-Betreibers DE-CIX, Golem.de auf Anfrage. "Darunter befindet sich auch das Kabel Asia-Africa-Europe 1 (AAE-1), das auch von DE-CIX genutzt wird." Durch den redundanten Betrieb sei bei dem Ausfall ein schnelles Umrouten möglich gewesen.

DE-CIX habe sich in zwei Seekabel eingemietet, die im Roten Meer mehrere Kilometer voneinander entfernt liegen. Eines davon, das AAE-1, ist von dem Ausfall betroffen. "Beide Kabel betreiben wir immer im Active-Active-Modus", erklärte King, "was bedeutet, dass das zweite Kabel sofort vollumfänglich zur Verfügung steht, wenn eines ausfallen sollte. Daher entstehen für uns durch diesen Vorfall keine zusätzlichen Kosten, sondern wir planen diese durch das Vorhalten von Redundanzen zur Risikominimierung von Ausfällen im Rahmen von unserem Risikomanagement bereits ein."

DE-CIX: Diverse redundante Kabeltrassen

Weltweit verteile der DE-CIX seine Kapazitäten auf diverse redundante Kabeltrassen sowohl im Wasser als auch zu Land auf und überprüfe die genauen Trassenverläufe, um sicherzustellen, dass sich diese an keiner Stelle überschneiden. Man kaufe die Kapazitäten möglichst breit gefächert ein, so dass selbst bei Ausfällen die Konnektivität aufrechterhalten werden könne.

King sagte: "Kommt es zum Ausfall einer Verbindung, wie in diesem Fall, werden die Daten von uns vollautomatisch, sogar ohne manuelles Eingreifen, umgeleitet, da unsere Monitoringsysteme die Kabel ständig auf ihre Funktionalität hin überwachen". Da man immer mit redundanten Verbindungen arbeite, sind für DE-CIX-Kunden keine Auswirkungen des Vorfalls bemerkbar, denn die Redundanz sei so geplant, dass auch auf dem alternativen Datenweg die gleichen Bandbreiten zur Verfügung stünden.

King stellte zuvor klar, dass offenbar der Anker eines von den Huthi angegriffenen Tankschiffs die Kabel beschädigt habe, das offenbar führerlos durchs Rote Meer trieb. Entsprechende Informationen habe DE-CIX von der Betreibergesellschaft des AAE1-Kabels erhalten.

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