DE-CIX: Langsames Internet nervt viele Beschäftigte
Büroangestellte in Deutschland verlieren im Durchschnitt 46 Minuten Arbeitszeit pro Woche durch langsame Internetverbindungen. Das ergab eine YouGov-Umfrage für den Internetknoten-Betreiber DE-CIX, die am 22. November 2022 vorgelegt wurde(öffnet im neuen Fenster) . Bei den Betroffenen nerven mit 39 Prozent am häufigsten bandbreitenintensive Anwendungen wie Videokonferenzen, mit 26 Prozent sind Downloads betroffen.
Bei Videokonferenzen ist zudem eine niedrige Latenz entscheidend, sonst kommt es zu Synchronisationsproblemen mit anderen Teilnehmern. Probleme treten laut den Befragten auch sehr häufig bei Anwendungen aus der Cloud und beim E-Mail-Versand auf, jeweils 23 Prozent der Befragten sehen hier Verzögerungen oder Einschränkungen.
Ivo Ivanov, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender bei DE-CIX, sagte: "Dabei wird der direkte Draht zur Cloud immer wichtiger. Verzögerungen entstehen durch Umwege, das gilt in der physischen Welt genauso wie im Internet." Verbinden sich Unternehmen direkt mit einer oder mehrerer Clouds, könnten sie Umwege durch das öffentliche Internet durch einen modernen Cloud Exchange vermeiden.
Netzüberlastung als wichtigster Grund im Unternehmen
Von allen befragten Büroangestellten geben 85 Prozent an, dass sie Arbeitszeit durch Verzögerungen bei der beruflichen Internetnutzung verlieren. Bei 42 Prozent der Befragten, die Verzögerungen erleben, liegt diese bei mehr als einer halben Stunde pro Woche. Bei 18 Prozent sind es mehr als eine Stunde, bei elf Prozent über zwei Stunden wöchentlich.
Der größte Teil der Befragten vermutet die Ursachen für die Zeitverzögerungen bei der beruflichen Internetnutzung auf der Infrastrukturebene: 37 Prozent sehen Netzüberlastung als Grund an. An zweiter Stelle steht schlechter Netzausbau in der jeweiligen Region (27 Prozent). 21 Prozent sehen schlechte Netzwerkinfrastruktur im Unternehmen als Ursache und weitere 16 Prozent schlecht abgestimmte Unternehmenssoftware. Andere genannte Ursachen sind langsame Server der Content-Anbieter (20 Prozent), keine ausreichende Bandbreite durch den Internetanbieter oder im Vertrag am Arbeits- oder Wohnort (17 Prozent) sowie veraltete Endgeräte (14 Prozent).
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage von YouGov Deutschland, an der vom 31. Oktober bis zum 1. November 2022 1.009 Erwerbstätige teilnahmen.
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