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DE-CIX: Frankfurter Internetknoten ist erster mit 400-GBit-Ethernet

Nur einige Jahre nach dem Umbau auf 100-GBit-Ethernet rüsten die Betreiber des Frankfurter DE-CIX-Knotens schon wieder auf 400-GBit-Ethernet auf. Das zeigt, wie viel Leistung manche Unternehmen mittlerweile benötigen.
/ Oliver Nickel
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400-GBit-Ethernet erfordert viele Glasfaserkabel. (Bild: DE-CIX)
400-GBit-Ethernet erfordert viele Glasfaserkabel. Bild: DE-CIX / CC0 1.0

Der in Frankfurt angesiedelte Internetknoten von DE-CIX ist der weltweit erste Knoten(öffnet im neuen Fenster), der 400-GBit-Ethernet anbietet. Das geschieht etwa sechs Jahre nach der Erklärung, dass der gleiche Knoten 100-Gigabit-Geschwindigkeiten unterstütze. Die Technik stammt vom Netzwerkausstatter Nokia, der bereits länger ein Partner von DE-CIX ist. "Wir freuen uns, DE-CIX seit mittlerweile über sechs Jahren mit unserer richtungsweisenden Technologie auszustatten", sagte Ken Kutzler, Bereichsleiter von Nokia IP Routing und Hardware.

Nokia stellt die Layer-2-Switches, die in der alten Variante jeweils 80 Ports für 100-GBit-Ethernet nutzen. Die Hardware ist Teil des Komplettsystems, das DE-CIX Apollon(öffnet im neuen Fenster) nennt. Darin enthalten sind auch OSI-Layer-3-Router und viele verschiedene LWL-Kabel, die für solch hohe Datenraten notwendig sind. Bei 400-Gigabit-Ethernet müssen sogar Patchkabel Daten per Licht übertragen, was eine Installation teurer und aufwendiger macht. Ab Entfernungen von mehr als 100 Metern sind Single-Mode-Lichtwellenleiter vonnöten, die in der Herstellung noch einmal mehr Geld kosten.

Cloud-Ressourcen brauchen Bandbreite

Das scheint es allerdings wert zu sein: Unternehmen wie Facebook, Amazon, Microsoft und Google müssen ihre Cloud-Ressourcen über Einrichtungen wie DE-CIX in Frankurt leiten – und das benötigt immer mehr Bandbreite. "Mit der Einführung der 400-GE Zugangstechnologie unterstreichen wir einmal mehr unseren Anspruch, Technologieführer zu sein", sagte Thomas King, Chief Technology Officer bei DE-CIX. Viele andere Knoten dürften dem Beispiel allerdings bald folgen.

Dass DE-CIX sich eine kostspielige Aufrüstung leisten kann, liegt wohl am Erfolg, den das Unternehmen im Jahr 2018 verzeichnen konnte. Laut eigenen Aussagen hat sich der Absatz um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern können. DE-CIX in Frankfurt ist dabei ein ziemlich großer Knoten: Maximal 48 Terabit pro Sekunde kann die dort aufgebaute Infrastruktur verarbeiten. In Spitzenzeiten kommt der Standort bisher auf etwa 6,8 Terabit pro Sekunde – hat also einige Kapazitäten frei.


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