DDR5-RAM: Arbeitsspeicher fast doppelt so teuer

Die Preise für Arbeitsspeicher steigen weiter rasant an. Vor einem Monat berichtete Golem von Steigerungen bis zu 50 Prozent . Mittlerweile sind die gleichen RAM-Module noch einmal fast doppelt so teuer geworden. Einige große Unternehmen wie Lenovo scheinen zudem ihre Arbeitsspeicherinventare zu horten. Das berichtet das Magazin Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) .
"Der Preis steigt natürlich extrem hoch. Ich denke, das ist aufgrund der KI-Nachfrage beispiellos" , sagt Lenovo CFO Winston Cheng. Dadurch, dass Unternehmen Arbeitsspeicher zurückhalten, steigt dessen Preis noch schneller und stärker an. Ein Blick auf die von Golem eingesehenen Arbeitsspeichermodule zeigt: Dies wirkt sich auch auf klassischen DIMM-RAM für Verbrauchergeräte aus.
90 Prozent mehr Geld
Kosteten 32 GByte Kingston Fury Beast Ende Oktober noch 137 Euro, sind es mittlerweile laut Preisvergleich 260 Euro. Das ist eine Steigerung von fast 90 Prozent. G-Skill Trident Z5 , ebenfalls mit 32 GByte, liegt mittlerweile bei 320 Euro statt 190 Euro. 32 GByte Teamgroup T-Create Expert kosten aktuell 312 Euro. Vor einem Monat waren es 190 Euro. Schon damals wurde ein Preisanstieg von 46 Prozent innerhalb weniger Wochen festgestellt. Jetzt sind es noch einmal 64 Prozent mehr.
Selbst Speichermodule mit langsameren Timings oder Taktraten, die im Oktober noch relativ moderate Preisanstiege zu verzeichnen hatten, sind rapide teurer geworden. Crucial Pro mit 32 GByte DDR5-5600 kostete im Oktober noch 180 Euro. Mittlerweile bezahlen Kunden hier 260 Euro.
Ein Ende dieses Anstiegs ist mit dem anhaltenden KI-Trend noch nicht absehbar. Es ist wahrscheinlich, dass die Preise sogar noch weiter steigen und Unternehmen ihre Bestände weiterhin hüten werden.



