DDR5-Overclocking im Test: Was schneller DDR5-Speicher bringt

Mit Alder Lake wird DDR5-Speicher zum gehobenen Standard. Wir prüfen, was Overclocking bis DDR5-6000 in Apps und Spielen leistet.

Ein Test von veröffentlicht am
Der Trident Z5 von Gskill ist der schnellste RAM im Test.
Der Trident Z5 von Gskill ist der schnellste RAM im Test. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Eine der größten Neuerungen von Intels LGA-1700-Plattform für die Alder Lake alias 12th genannten Prozessoren ist die Einführung von DDR5-Arbeitsspeicher. Chips wie der Core i9-12900K (Test) können diesen alternativ zu bisherigem DDR4 nutzen, was die Leistung in einigen Anwendungen und Spielen teils signifikant erhöht.

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Wir wollten es genauer wissen und holten uns mehrere RAM-Kits ins Testlabor: Ausgehend von DDR-4800, wie viel Performance lässt sich durch Speicher-Overclocking dazugewinnen? Wir sind uns bewusst, dass DDR5 derzeit mehr kostet als DDR4 und schlecht verfügbar ist - aus technischer Sicht bleibt das Thema aber spannend.

Abseits der generellen Neuerungen von DDR5 ist eine Übertaktung seit jeher ein probates Mittel, um die Leistung eines Prozessors inklusive Arbeitsspeicher zu erhöhen, egal ob AMD oder Intel. Insbesondere Games reagieren auf kürzere Latenzen stark, wohingegen Anwendungen tendenziell eine höhere Transferrate dankend entgegennehmen.

4x DDR5

Intel spezifiziert für Alder Lake bisher DDR5-4800, alles darüber fällt unter OC. Entsprechende Kits von Crucial und Gskill (Ripjaw S5) bilden den Einstieg, etwas flotter wird es mit Corsairs Vengeance DDR5-5200, nach oben hin rundet Gskill Trident Z5 DDR5-6000 das Testfeld ab. Damit das klappt, sind ausgehend von den 1,1 Volt für DDR5-4800 bis zu 1,3 Volt RAM-Spannung notwendig. Für einen solchen Takt muss allerdings der Speichercontroller (IMC) des Prozessors mitmachen.

  • Unsere DDR5-Kits im Überblick (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gskill Trident Z5 DDR5-6000-CL40 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Corsair Vengeance DDR5-5200-CL38 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gskill Ripjaws S5 DDR5-4800-CL40 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Crucial Desktop DDR5-4800-CL40 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Unsere DDR5-Kits im Überblick (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Wie bei Rocket Lake (und Ice Lake für Ultrabook) hat Intel bei Alder Lake sogenannte Gear-Modi implementiert: Gear1 meint, dass der IMC- und der RAM-Takt im 1:1-Verhältnis laufen, wohingegen der Gear2 eine 1:2-Ratio vorsieht. Dabei gilt zu bedenken, dass auch bei DDR5 die effektive Frequenz abgebildet wird; bei DDR5-6000 und Gear2 liegen also 3 GHz beim Speichercontroller an.

Der Vorteil von Gear1 ist somit zumindest bei niedriger taktendem Speicher wie DDR4-3200, dass verglichen mit DDR5-4800 der IMC flotter arbeitet und somit CPU-seitig die Latenz niedriger ausfällt. Alder Lake schaltet zumeist bei DDR4-3900 auf Gear2 um, weshalb es hier sinnvoller ist, beispielsweise DDR4-3733 mit strafferen RAM-Latenzen zu nutzen.

Bandbreite vs. Zugriffszeit

Dazu noch ein kleiner Exkurs: Die absolute (theoretische) Zugriffszeit berechnet sich aus Takt und CAS-Latenz, daher ist selbst DDR5-6000-CL36 mit 12 ns nominell langsamer als DDR4-3200-CL14 mit 8,75 ns. Solche Rechenbeispiele lassen aber die Neuerungen von DDR5 und die Gear-Modi außen vor, weshalb sie relativ wenig Aussagekraft haben. Gleiches gilt für die Bandbreite, da diese abhängig vom Zugriffsmuster variiert.

Schon beim Test des Core i9-12900K mit DDR4-3200-CL14 und DDR5-4800-CL36 zeigte sich, dass der modernere RAM zumeist gleichauf mit dem älteren Speicher lag. In Civilization 6 und Flight Simulator hatte der DDR4 leichte Vorteile - im Gegenzug konnte sich der DDR5 in 7zip, Adobe Premiere Pro, Digicortex, y-Cruncher sowie in Planet Zoo und Total War Troy deutlich absetzen.

  • Asus Z690, Geforce RTX 3080 Ti, 32 GByte DDR4/DDR5, Windows 11 v21H2 (Bild: Golem.de)
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Asus Z690, Geforce RTX 3080 Ti, 32 GByte DDR4/DDR5, Windows 11 v21H2 (Bild: Golem.de)
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  • Asus Z690, Geforce RTX 3080 Ti, 32 GByte DDR4/DDR5, Windows 11 v21H2 (Bild: Golem.de)
Asus Z690, Geforce RTX 3080 Ti, 32 GByte DDR4/DDR5, Windows 11 v21H2 (Bild: Golem.de)

Mit Overclocking kann sich DDR5-5200/6000 im Durchschnitt weiter absetzen, allerdings reagieren längst nicht alle Apps und Spiele auf die kürzeren Zugriffszeiten sowie die höhere Transferrate. Auffällig ist, dass bei den Anwendungen erneut primär 7zip, Digicortex und y-Cruncher zulegen; Adobe Premiere Pro hingegen scheint schon mit DDR5-4800 gesättigt zu sein.

Bei den Games gibt es keinen solchen Ausreißer, hier kann sich DDR5-6000 durch die Bank dort weiter von DDR5-4800 absetzen, wo schon zuvor ein Vorteil verglichen mit DDR4 messbar war. Angesichts der Preise halten wir daher DDR5-5200 für den gangbaren Mittelweg, sobald dieser Speicher besser verfügbar ist.

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Taktgenutzte Latenzeninterner Aufbauverwendetes Kit
DDR4-3200 (Gear1)CL14-14-14-34-1TDual RankCorsair Dominator
DDR5-4800 (Gear2)CL36-36-36-76-2TSingle RankGskill Ripjaws S5
DDR5-5200 (Gear2)CL38-38-38-84-2TSingle RankCorsair Vengeance
DDR4-6000 (Gear2)CL36-36-36-76-2TSingle RankGskill Trident Z5
DDR5 vs DDR4 im Detail


ms (Golem.de) 23. Nov 2021

AMD in Kürze mit 5 nm, was habe ich verpasst?

xPandamon 17. Nov 2021

Mir ist bewusst dass es kein reiner Spieletest war. Trotzdem wirkt es etwas absurd heute...

Dumpfbacke 17. Nov 2021

Da sehe ich nur den 8000er, nicht den 6000er. Den 8000er habt ihr aber nicht getestet...

yumiko 17. Nov 2021

Also bei 128GB RAM passt Star Citizen noch auf die Ramdisk und es sind mindestens 24GB...



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