DDR5-Arbeitsspeicher: Micron bringt RAM mit 24 und 48 GByte Kapazität für Heim-PCs
Die DDR5-RAM-Riegel machen Dual-Channel-Konfigurationen von 48 oder 96 GByte Kapazität möglich. XMP 3.0 und AMD Expo werden unterstützt.
Der Halbleiterhersteller Micron bringt unter der Marke Crucial zwei neue RAM-Speichermodule auf den Markt. Es handelt sich dabei um eine der ersten DDR5-Module mit 24 und 48 GByte Kapazität, die sich auch an Endkunden richten. Das berichtet das japanische Magazin Mynavi (via Tom's Hardware).
Die Module unterstützen die bekannten Profile XMP 3.0 von Intel und Expo von AMD, die unter anderem für unterschiedliche Taktraten und Overclocking genutzt werden können. Intel-CPUs der zwölften Generation Alder Lake und der dreizehnten Generation Raptor-Lake und AMD Ryzen 7000 (Raphael) unterstützen die besagten Profile nativ, dies sind auch die Consumer-CPUs, die überhaupt für DDR5 ausgelegt sind.
DDR5-5200 und DDR5-5600
Microns ungepufferte (Non-ECC) RAM-Module sollten in handelsübliche DDR5-Sockel passen, solange das Mainboard etwa DDR5-5200 oder DDR5-5600 unterstützt. Mit CL64-Timings und einer Spannung von 1,1 Volt bewegen sich die Riegel in einem normalen Bereich. Interessant sind vor allem die Kapazitäten.
Während die meisten Riegel mit 8- oder 16-GBit-ICs ausgestattet sind und so auf 8, 16 oder 32 GByte Kapazität kommen, werden hier wohl Microns neue ICs mit 24 GBit eingesetzt. Dadurch ergeben sich die größeren Kapazitäten von 24 (8 x 24-GBit-ICs) und 48 GByte (16 x 24 GBit-ICs). Im Dual-Channel sind so etwa 48 oder 96 GByte RAM konfigurierbar. Viel RAM kann etwa beim Arbeiten mit speicherintensiven Dateien, Medien oder virtuellen Maschinen hilfreich sein. Außerdem können künftig Mini-ITX-Systeme mit nur zwei RAM-Bänken potenziell mehr Arbeitsspeicher verwenden.
Micron hat bisher keine Preise für die neuen Module angegeben. Ein einzelnes 16-GByte-Modul mit DDR5 kostet aktuell etwa 90 Euro. Ein 32-GByte-Riegel kostet einzeln etwa 140 Euro. Es ist davon auszugehen, dass die neuen Micro-Riegel erst einmal wesentlich teurer sein werden, da sie zurzeit auf dem Markt keine direkte Konkurrenz haben.