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DDR5-8000+: Neue AMD-Firmware schafft enormen Speichertakt

Besonders schneller Arbeitsspeicher war bisher Intel - Prozessoren vorbehalten. Das scheint sich nun zu ändern, denn AMD hat aufgeholt.
/ Martin Böckmann
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Prozessoren für den Sockel AM5 können zukünftig ebenfalls mit sehr schnellem Arbeitsspeicher umgehen. (Bild: Asrock)
Prozessoren für den Sockel AM5 können zukünftig ebenfalls mit sehr schnellem Arbeitsspeicher umgehen. Bild: Asrock

Erste Mainboard-Hersteller haben Bios-Versionen für AM5-Mainboards mit der neuen Agesa-1.0.0.7b(öffnet im neuen Fenster) ausgeliefert. Der Microcode für den Prozessor hat offenbar starken Einfluss auf die Fähigkeiten des Speichercontrollers, denn die ersten Tests zeigen einen enormen Anstieg bei der möglichen Speichertaktrate.

Bisher war die Empfehlung, für maximale Performance auf der AM5-Plattform auf DDR5-6000-Arbeitsspeicher mit möglichst scharfen Timings zu setzen. Doch selbst auf vergleichsweise günstigen Mainboards wie dem Asrock B650 Live-Mixer berichten Nutzer wie der Overclocker Buildzoid(öffnet im neuen Fenster) bereits von erreichten Taktraten von bis zu DDR5-8000.

Laut AMD sollen für geringe Latenzen auch bessere Verhältnisse zwischen Speichertakt und Speichercontroller bei Taktraten bis DDR5-6400 möglich werden. In den nächsten Wochen werden Mainboard-Hersteller die neue Agesa vermutlich für fast alle Mainboards bereitstellen. Interessant wird, ob Mainboard mit einem Speicherriegel pro Kanal (1DPC) noch stärker von der Firmware beeinflusst werden.

Benchmarks müssen Performance bestätigen

Bevor Nutzer jedoch auf schnellere Speicherkits umsteigen oder bei der Neuanschaffung viel Geld für schnelle DDR5-Kits ausgeben, sollten Benchmarks abgewartet werden. Während hohe Taktfrequenzen die Durchsatzrate steigern können, ist weiterhin ein günstiges Verhältnis der Taktraten zwischen Infinity-Fabric, Speichercontroller und dem Arbeitsspeicher selbst für niedrige Latenzen wichtig.

Gerade für Spiele ist es deshalb noch nicht gesichert, ob die schnelleren Speicherfrequenzen auch automatisch bessere Performance bedeuten und vor allem, wo die neuen Sweetspots liegen. In den nächsten Tagen sollte es dazu mehr Informationen geben. Höhere Spannungen und damit stärkere Belastung für den Prozessor sind offenbar nicht nötig. Auch das seit einigen Wochen bestehende Limit der Soc-Spannung auf 1,3 Volt bleibt bestehen.


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