• IT-Karriere:
  • Services:

DDoS: Wikipedia über Stunden lahmgelegt

Unbekannte haben Wikipedia in Teilen von Europa stundenlang durch massive DDoS-Attacken lahmgelegt. Angeblich ein Test - der dann angekündigte Angriff auf Twitch und die Overwatch League hatte allerdings keine oder kaum spürbare Folgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Logo von Wikipedia
Logo von Wikipedia (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Die deutsche Version von Wikipedia ist am 6. September 2019 von einer groß angelegten Online-Attacke lahmgelegt worden. Wikimedia Deutschland berichtete am Abend auf Twitter in mehreren Beiträgen von einem DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service).

Stellenmarkt
  1. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  2. Bechtle AG, Bonn

Bei solchen Attacken werden Server mit einer Flut sinnloser Anfragen überschwemmt, bis sie in die Knie gehen. Nutzer in Großbritannien, Frankreich und einer Reihe weiterer europäischer Länder haben ähnliche Probleme gemeldet.

Parallel dazu schrieben Unbekannte hinter einem frisch eingerichteten Account auf Twitter, sie würden hinter den Angriffen stecken. Um das zu belegen, verkündeten sie kurz vor Mitternacht, die Attacke für kurze Zeit auszusetzen, bevor sie wieder hochgefahren werde - das Spielchen wurde dann mehrfach wiederholt. In den angekündigten Pausen war das Onlinelexikon dann tatsächlich erreichbar.

Auf dem Twitter-Account hieß es, dass sie mit dem Angriff auf Wikipedia neue Angriffswerkzeuge ausprobieren wollten und die Attacke nach einigen Stunden gestoppt werde. In den Morgenstunden des Samstags war dann auf demselben Account von Angriffen auf den zu Amazon gehörenden Streamingdienst Twitch und die laufenden Partien der Overwatch League zu lesen.

Tatsächlich kam es zu gewissen Störungen bei der Übertragung der Spiele, allerdings haben die meisten Betroffenen nur über kurzzeitige Aussetzer oder ein schlechtes Bild berichtet - was auch andere Ursachen als einen DDoS-Angriff gehabt haben könnte.

Wikipedia Deutschland ist derzeit ohne Probleme erreichbar. Offenbar haben die Angreifer für ihre Attacken vor allem auf Hardware gesetzt, die an das Internet of Things (IOT) angeschlossen ist, aber über keine oder nur unzureichende Sicherheitsvorkehrungen verfügt.

Die Unbekannten haben für die kommenden Stunden neue Attacken angekündigt. Gründe für die Aktionen sind auf dem Nutzerkonto nicht erkennbar, politische Motive spielen zumindest nach aktuellem Erkenntnisstand keine Rolle.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Gigabyte Radeon RX 6800 Gaming OC 16G für 878,87€)

Proctrap 09. Sep 2019

ich würde die Größe des dns netzes nicht unterschätzen

Aki-San 09. Sep 2019

Man, wenn diese "haXx0r" Kiddies wenigstens mal dort anlegen würden, wo es die richtigen...

ibsi 08. Sep 2019

Doch. Richtig viel Hardware.

Screeny 08. Sep 2019

Hast du vielleicht de.wikipedia.org geöffnet?

M.P. 08. Sep 2019

Gar nicht - das machen die Geräte dank UPnP ganz alleine ...


Folgen Sie uns
       


Drive Pilot der S-Klasse ausprobiert

Die neue S-Klasse von Mercedes-Benz soll erstmals dem Fahrer die Verantwortung im Stau abnehmen.

Drive Pilot der S-Klasse ausprobiert Video aufrufen
Hitman 3 im Test: Agent 47 verabschiedet sich mörderisch
Hitman 3 im Test
Agent 47 verabschiedet sich mörderisch

Das (vorerst) letzte Hitman bietet einige der besten Einsätze der Serie - daran dürften aber vor allem langjährige Fans Spaß haben.
Von Peter Steinlechner

  1. Hitman 3 angespielt Agent 47 in ungewohnter Mission

IT-Security outsourcen: Besser als gar keine Sicherheit
IT-Security outsourcen
Besser als gar keine Sicherheit

Security as a Service (SECaaS) verspricht ein Höchstmaß an Sicherheit. Das Auslagern eines so heiklen Bereichs birgt jedoch auch Risiken.
Von Boris Mayer

  1. Joe Biden Stellenanzeige im Quellcode von Whitehouse.gov versteckt
  2. Sturm auf Kapitol Pelosis Laptop sollte Russland angeboten werden
  3. Malware Offenbar Ermittlungen gegen Jetbrains nach Solarwinds-Hack

Laschet, Merz, Röttgen: Mit digitalem Bullshit-Bingo zum CDU-Vorsitz
Laschet, Merz, Röttgen
Mit digitalem Bullshit-Bingo zum CDU-Vorsitz

Die CDU wählt am Wochenende einen neuen Vorsitzenden. Merz, Laschet und Röttgens Chefstrategin Demuth haben bei Netzpolitik noch einiges aufzuholen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Digitale Abstimmung Armin Laschet ist neuer CDU-Vorsitzender
  2. Netzpolitik Rechte Community-Webseite Voat macht Schluss

    •  /