Abo
  • IT-Karriere:

DDOS: Was Cloudflare vom Mirai-Botnetz sieht

Cloudflare hat sich die aktuellen DDoS-Angriffe genauer angeschaut - und berichtet, dass einige Angriffe 1,75 Millionen HTTP-Anfragen pro Sekunde erzeugen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Mirai-Botnetz - von Cloudflare analysiert
Das Mirai-Botnetz - von Cloudflare analysiert (Bild: Jack Guez/Getty Images)

Der Anbieter von Anti-DDoS-Lösungen Cloudflare hat eine Analyse des IoT-Botnetzes Mirai veröffentlicht. Demnach produzieren die Angriffe bis zu 1,75 Millionen HTTP-Aufrufe pro Sekunde, um Webseiten und Server lahmzulegen.

Stellenmarkt
  1. Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main

Der Quellcode des IoT-Botnetzes, das unter anderem das Blog des Journalisten Brian Krebs angegriffen hatte, wurde vor einer Woche veröffentlicht, was genauere Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der genutzten Geräte zulässt. Offenbar handelt es sich bei einem großen Teil um Kameras, die unsichere Standardlogins verwenden.

Nach Angaben von Cloudflare kommen die Angriffe aus den Netzen zahlreicher Internet Service Provider, insgesamt sollen mehr als 300 autonome Systeme beteiligt gewesen sein. Die größten unter ihnen stammen demnach aus Vietnam, China und der Ukraine.

Auch Angriffe mit wenig Bandbreite sollen effektiv sein

Ungewöhnlich sei, dass die Angriffe durch das Mirai-Botnetz nicht wie klassische, volumetrische Angriffe auf Osi-Layer 3/4 setzen, sondern auf Layer 7, also die Anwendungsschicht. Dadurch seien auch Angriffe mit einer theoretisch kleineren Bandbreite effektiv, schreibt Cloudflare.

Während der Angriffe würden HTTP-Pakete gesendet, die einen besonders langen Payload mitbrächten, der dann vom Server erst einmal verarbeitet werden müsse. Als Beispiel nennt Cloudflare "a[]=&b[]=&a[]=&b[]=&a[]=&b[]=&a[]=&b[]=&a[]=&b[]=&a[]=&b[]=... ". Diese Anfragen kämen sowohl als Get als auch als Post-Request. Während einer konkreten Attacke, die rund eine Stunde lang angedauert habe, seien insgesamt etwa 128.000 IP-Adressen verwendet worden. Auch in diesem Fall waren die autonomen Systeme vor allem in Vietnam und in der Ukraine beheimatet.

Auch anhand der eigenen Daten geht Cloudflare davon aus, dass es sich bei den gehackten Geräten um unsichere IoT-Devices handelt. Die meisten der Geräte hätten entweder einen offenen Port 23 (Telnet) gehabt, der die Verbindung sofort wieder schließt, oder aber einen deaktivierten Port 23, der Traffic sei jedoch nie gefiltert. Dies sei vermutlich durch die Malware geschehen.

Außerdem hätten zahlreiche Geräte Statusseiten, die auf IP-Kameras hindeuteten - etwa die Login-Seite für "NetSurveillance Web".



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Corsair T1 Race 2018 in diversen Farben für 229,90€ + Versand. Bestpreis!)
  2. (heute u. a. mit PlayStation 4 und Samsung-TVs)
  3. (u. a. LG OLED 65E8LLA für 1.777€ statt 2.077€ im Vergleich)
  4. (u. a. AMD Ryzen + ASUS-X570-Mainboard kaufen und bis zu 125€ sparen)

ObjectID 12. Okt 2016

Ja, aber ich habe fail2ban im Einsatz damit begrenzen sich die Anfragen auf 18 Versuche...

My1 12. Okt 2016

komisch dass der editbutton net geht, es sollte "gesichert" sein.

ObjectID 12. Okt 2016

Naja, die TCP Verbindung wird vom Betriebssystem ausgehandelt, wenn diese offen ist wird...

ObjectID 12. Okt 2016

Tolle Idee... Man könnte auch einfach verbieten das Geräte mit Standard Login und ohne...


Folgen Sie uns
       


Ancestors - Fazit

Mehre Millionen Jahre in einem Spiel: Dieses mutige Ziel hat sich das Indiegame Ancestors - The Humankind Odyssee gesetzt.

Ancestors - Fazit Video aufrufen
Astronomie: K2-18b ist weder eine zweite Erde noch super
Astronomie
K2-18b ist weder eine zweite Erde noch super

Die Realität sieht anders aus, als manche Überschrift vermuten lässt. Die neue Entdeckung von Wasser auf einem Exoplaneten deutet nicht auf Leben hin, dafür aber auf Probleme im Wissenschaftsbetrieb.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Interview Heino Falcke "Wir machen Wettermodelle für schwarze Löcher"

Geothermie: Wer auf dem Vulkan wohnt, muss nicht so tief bohren
Geothermie
Wer auf dem Vulkan wohnt, muss nicht so tief bohren

Die hohen Erwartungen haben Geothermie-Kraftwerke bisher nicht erfüllt. Weltweit setzen trotzdem immer mehr Länder auf die Wärme aus der Tiefe - nicht alle haben es dabei leicht.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Nachhaltigkeit Jute im Plastik
  2. Nachhaltigkeit Bauen fürs Klima
  3. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?

MINT: Werden Frauen überfördert?
MINT
Werden Frauen überfördert?

Es gibt hierzulande einige Förderprogramme, die mehr Frauen für MINT begeistern und in IT-Berufe bringen möchten. Werden Männer dadurch benachteiligt?
Von Valerie Lux

  1. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird
  2. Recruiting Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  3. LoL Was ein E-Sport-Trainer können muss

    •  /