DDoS und Co.: Sicherheitsforscher will Nordkorea gehackt haben

Ein Jahr nachdem Nordkorea ihn angegriffen hat, will ein US-Hacker ein Zeichen setzen.

Artikel veröffentlicht am , Lennart Mühlenmeier
Nordkorea sieht sich als ein Arbeiter-und-Bauern-Staat.
Nordkorea sieht sich als ein Arbeiter-und-Bauern-Staat. (Bild: Micha Brändli/Unsplash-Lizenz)

Unter dem Pseudonym P4x hat ein US-Sicherheitsforscher dem Medium Wired berichtet, dass er über fehlerhafte Web-Server mehrere Router in Nordkorea lahmgelegt haben soll. Dies sei eine direkte Folge der Versuche Nordkoreas, ihm vor einem Jahr Schadsoftware unterzuschieben. Er erhofft sich, dass es in der Diktatur zu einem "Regimewechsel" kommt und startete eine Kampagne, die weitere Hacker anziehen soll. Eindeutige Beweise bleiben P4x und Wired der Öffentlichkeit schuldig.

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P4x will Web-Server, die mit Nginx- und Apache-Software laufen, gehackt haben. Von dort führte er demnach Skripte aus, die einen landesweiten Denial of Service auslösten. Dieser Ausfall, der vornehmlich Websites mit der nordkoreanischen .kp-Domain betraf, hat nachweislich stattgefunden, wie Medienberichten aus dem Januar zu entnehmen ist. Ob nun wirklich der US-Sicherheitsforscher die Verantwortung trägt, bleibt fraglich. Gegenüber Wired soll P4x zwar "Bildschirmaufnahmen, um seine Verantwortung für die Angriffe zu belegen", gezeigt haben, aber Zweifel bleiben.

Junade Ali, ein Cybersicherheitsforscher, der das nordkoreanische Internet auf Ausfälle kontrolliert, berichtete Wired, dass es Angriffe gegeben haben muss. "Wenn ihre Router ausfallen, wäre es buchstäblich unmöglich, Daten nach Nordkorea zu leiten", sagt Ali und beschreibt das Ergebnis als "praktisch einen totalen Internetausfall für das Land". P4x bestätigte, dass nach seiner vermeintlichen Aktivität ausgehender Traffic nicht betroffen gewesen sei.

Hacktivismus gegen Diktatur

"Wenn mir niemand hilft, helfe ich mir selbst", sagte P4x Wired. Er wurde vor einem Jahr von Hackern angegriffen, die Nordkorea attribuiert werden. Die US-Regierung habe ihm nicht geholfen, nachdem Google die Öffentlichkeit und Geschädigte über die Angriffe informierte. Infolgedessen habe P4x eine Darknet-Seite namens "FUNK Project" (FU North Korea) gestartet, die weitere Hacker animieren soll, Nordkorea zu hacken.

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maxsimkammerer 04. Feb 2022

... aber das würde von einem sehr seichten Gemüt zeugen. Ich halte das für völligen...

booyakasha 04. Feb 2022

Das IT-Forum wimmelt wieder nur so von Politikexpert*innen.

Rori 03. Feb 2022

:D Hab kein Wort verstanden worum es geht, fand es aber eine nette Googlesuche. Qed. Q...



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