Abo
  • Services:

DDoS-Schutz: Cloudflare gewinnt Kampf um National Security Letter

Der DDoS-Schutzanbieter Cloudflare konnte im Jahr 2013 einen National Security Letter abwehren, darf aber erst jetzt darüber sprechen. Unterstützt wurde das Unternehmen von der EFF.

Artikel veröffentlicht am ,
Cloudflare musste sich gegen einen National Security Letter wehren.
Cloudflare musste sich gegen einen National Security Letter wehren. (Bild: Menahem Kahana/Getty Images)

Das Unternehmen Cloudflare hat im Jahr 2013 einen National Security Letter bekommen und sollte damit von der US-Regierung zur geheimen Überwachung seiner Nutzer verpflichtet werden, wie jetzt erst bekannt wurde. Das berichtet der Anbieter von Anti-DDoS-Lösungen in seinem neuen Transparenzbericht. Das Unternehmen wurde in dem Rechtsstreit von der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) vertreten.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven, München
  2. Autobahndirektion Südbayern, München

Der von Cloudflare erhaltene National Security Letter mit der Nummer NSL-12-358696 wurde im Jahr 2013 an das Unternehmen gesendet. Cloudflare hat nach eigenen Angaben keine Informationen über Nutzer an die Behörden weitergegeben, das FBI habe die Bitte um Überwachung nach einer Klageandrohung fallen gelassen. Die Schweigepflicht bestand aber bis Dezember 2016 weiter.

In dem Bericht gibt Cloudflare an, zu keinem Zeitpunkt private SSL-Schlüssel von Cloudflare selbst oder von Kunden weitergegeben zu haben. Insgesamt gab es im Jahr 2016 107 Anfragen von Ermittlungsbehörden, von denen 101 beantwortet wurden. Betroffen waren 8803 Domains.

Umstrittenes Ermittlungsinstrument

Das Instrument der National Security Letters gibt es in der aktuellen Form seit 2001. Mit ihnen sollen Ermittlungsbehörden vor allem in die Lage versetzt werden, terroristische Straftaten zu verhindern oder aufzuklären. Eingeführt wurden sie mit dem Patriot Act als Folge der Anschläge vom 11. September 2001.

Mit der Überwachungsanordnung geht in der Regel eine Pflicht zur Geheimhaltung (Gag-Order) einher, die nur in seltenen Fällen aufgehoben wird. Den Betreibern des Messenger-Dienstes Signal gelang dies, auch wenn es sich wohl um eine andere Form der Datenabfrage handelte. Auch das Unternehmen Credo, ein Mobilfunkbetreiber, konnte mit Hilfe der EFF entsprechende Informationen veröffentlichen.

Einer der ersten der öffentlich über einen solchen Brief redete war der New Yorker Internetunternehmer Nicholas Merrill. Seit der Einführung des USA Freedom Act im Jahr 2015 gibt es eine rechtliche Möglichkeit, die Geheimhaltungsanordnungen widerrufen zu lassen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)
  2. 119,90€
  3. bei Alternate vorbestellen

Moe479 12. Jan 2017

wie willst du beweisen, dass nichts passiert ist? jedes log lässt sich umschreiben mit...


Folgen Sie uns
       


HTC U12 Life - Hands on (Ifa 2018)

HTC hat mit dem U12 Life ein neues Mittelklasse-Smartphone vorgestellt, das besonders durch die gravierte Glasrückseite auffällt. Golem.de konnte sich das Gerät vor dem Marktstart anschauen.

HTC U12 Life - Hands on (Ifa 2018) Video aufrufen
Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Segelflug: Die Höhenflieger
    Segelflug
    Die Höhenflieger

    In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
    Ein Bericht von Daniel Hautmann

    1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
    2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
    3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

    Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
    Lenovo Thinkpad T480s im Test
    Das trotzdem beste Business-Notebook

    Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
    2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
    3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

      •  /