Amazon, Spotify, Twitter, Netflix: Mirai-Botnetz legte zahlreiche Webdienste lahm

Erneut gibt es einen schweren Denial-of-Service-Angriff auf wichtige Internet-Infrastruktur - erneut durch unsichere Geräte für das Internet of Things. Der Angriff auf DynDNS betraf zahlreiche prominente Kunden - unter anderem Amazon, Github und Level3.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Ausfallkarte von Level3 zeigt weitreichende Störungen an.
Die Ausfallkarte von Level3 zeigt weitreichende Störungen an. (Bild: Level3/Screenshot: Golem.de)

Der Dienstleister DynDNS war am Freitag von einem schwerwiegenden Denial-of-Service-Angriff betroffen, wie das Unternehmen selbst mitteilt. Zahlreiche Kunden, darunter Github, Twitter und Amazon, meldeten ebenfalls Störungen, wegen eines "Problems mit unserem Upstream-DNS-Provider", wie Github schreibt. Insgesamt gab es mindestens drei Angriffswellen, die jeweils weitreichende Auswirkungen auf zahlreiche Webdienste hatten.

Stellenmarkt
  1. Linux Administrator (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, München
  2. Software Developer / Entwickler (m/w/d) Java - Cloud-Systeme
    INIT Group, Karlsruhe
Detailsuche

Der Angriff begann nach Angaben von DynDNS um 13 Uhr deutscher Zeit, also gegen 7 Uhr morgens Ortszeit an der US-Ostküste, und dauerte mehrere Stunden an. DynDNS wird von zahlreichen bekannten Webdiensten genutzt, unter anderem Github, Twitter, Reddit, Airbnb und Amazon. Die meisten dieser Anbieter waren zumindest zeitweise von Problemen oder Ausfällen betroffen.

Der ISP Level 3 zeigt auf seiner Outage-Map das Ausmaß des Angriffs. Außer an der der US-Ostküste, wo das Zentrum war, häufen sich auch im Großraum London die Angriffe. Amazons Ausfallkarte zeigt Störungen in Deutschland, den USA und Japan. Die Webseite des Internetproviders Level3 selbst ist derzeit nur eingeschränkt erreichbar.

Bislang keine Details über die Angriffe bekannt

Details zu Art und Umfang des Angriffs liegen derzeit noch keine vor. DynDNS hatte die Probleme auf seiner eigenen Webseite wenige Minuten nach Beginn der Angriffe gemeldet. Betroffen ist die Dyn-Managed-DNS-Infrastruktur. Der Angriff betrifft vor allem die US-Ostküste.

Golem Karrierewelt
  1. Data Engineering mit Python und Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    18./19.01.2023, Virtuell
  2. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    06.-08.03.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder große DDOS-Angriffe gegeben. Die Webseite von Brian Krebs war attackiert worden, nachdem dieser den israelischen DDOS-Booter Vdos geoutet hatte. Krebs musste seinen DDOS-Schutz wechseln und wird jetzt durch Project Shield von Google geschützt.

Nachtrag vom 21. Oktober 2016, 16:42 Uhr

DynDNS teilt mit, dass die Störung mittlerweile behoben sei. Auch bei anderen betroffenen Diensten normalisieren sich die Störungsmeldungen. Der Blogger Brian Krebs schreibt, dass in den vergangenen Tagen bei zahlreichen Webseitenbetreibern Drohmails eingegangen seien, die Bitcoin einforderten und andernfalls mit einem DDOS-Angriff drohten. Dabei wurde auch auf das Mirai-Botnetz Bezug genommen, ob ein Zusammenhang mit dem aktuellen Angriff besteht ist aber unklar.

Nachtrag vom 22. Oktober 2016, 11:22 Uhr

Recherchen der Sicherheitsfirma Flashpoint zu Folge konnte zumindest ein Teil der Angriffe auf das Mirai-Botnetz zurückgeführt werden, wie Engadget schreibt. Betroffen waren neben Amazon, Twitter und Level3 auch Webseiten wie die der New York Times und zahlreiche andere Dienste. Am gestrigen Abend deutscher Zeit war Twitter erneut für mehrere Stunden nicht erreichbar auch andere Dienste waren langsam oder hatten ungewöhnliche Traceroutes. Die Auswirkungen waren mehrheitlich an der US-Ostküste spürbar, aber auch die Pazifikküste der USA war betroffen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


NaruHina 25. Okt 2016

es gibt mehr als nur den knotenpunkt in frankfurt, zumindest solange es nicht über den...

Local Horst 24. Okt 2016

Das ist doch quatsch, es werden doch nicht Leute die Open Source machen verklagt sondern...

twothe 23. Okt 2016

Zu der Sache mit dem RAM hab ich mir gedacht: frag ich doch mal jemanden der sich...

Gamma Ray Burst 22. Okt 2016

Das war nicht sein Punkt... Bei dem DDoS Angriff wurde auf die DNS Services gezielt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Viertes Mobilfunknetz
1&1 lässt laut Bericht Verkauf des Unternehmens durchrechnen

Fast keine eigenen Antennenstandorte, schwaches Open RAN, steigende Zinsen und Energiekosten: Ralph Dommermuth soll den Ausstieg bei 1&1 prüfen lassen. Das Unternehmen dementiert dies klar.

Viertes Mobilfunknetz: 1&1 lässt laut Bericht Verkauf des Unternehmens durchrechnen
Artikel
  1. App-Store-Rauswurfdrohung: Musk attackiert Apple
    App-Store-Rauswurfdrohung
    Musk attackiert Apple

    Apple hat angeblich seine Werbeaktivitäten auf Twitter weitgehend eingestellt und mit einem App-Store-Rauswurf gedroht.

  2. Elektro-Kombi: Opel Astra setzt auf Effizienz statt großem Akku
    Elektro-Kombi
    Opel Astra setzt auf Effizienz statt großem Akku

    Mit dem Opel Astra Sports Tourer kommt der erste vollelektrische Kombi eines deutschen Herstellers auf den Markt.

  3. Prozessor-Bug: Wie Intel einen Bug im ersten x86-Prozessor fixte
    Prozessor-Bug
    Wie Intel einen Bug im ersten x86-Prozessor fixte

    Der Prozessor tut nicht ganz, was er soll? Heute löst das oft eine neue Firmware, vor 40 Jahren musste neues Silizium her.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ • Palit RTX 4080 1.499€ • Astro A50 Gaming-Headset PS4/PS5/PC günstiger • Gigabyte RX 6900 XT 799€ • Thrustmaster Flight Sticks günstiger [Werbung]
    •  /