DDOS: Malware soll infizierte IoT-Geräte unschädlich machen

Ein Hacker hat eine Sicherheitslücke im Quellcode des Mirai-Botnets gefunden, mit der infizierte IoT-Geräte lahmgelegt werden könnten - allerdings würden auch legitime Nutzer ausgesperrt. Legal wäre dieses Vorgehen aber nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Schematische Darstellung einer Botnetz-Operation
Schematische Darstellung einer Botnetz-Operation (Bild: Tom-b/Wikimedia Commons/CC-BY 3.0)

Der Quellcode des Mirai-Botnets ist nicht besonders ausgefeilt - und enthält offenbar eine Sicherheitslücke, die eine erneute Übernahme der Geräte aus der Ferne ermöglicht, wie der Sicherheitsforscher Jerry Gamblin herausgefunden hat. The Register hatte zunächst darüber berichtet.

Stellenmarkt
  1. Netzwerkarchitekt / -engineer (m/w/d)
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München, Bayreuth
  2. Geodatenmanager / Geodatenmanagerin und Administrator / Administratorin (m/w/d) im Bereich ... (m/w/d)
    Stadt Kempten (Allgäu), Kempten (Allgäu)
Detailsuche

Nach Angaben von Gamblin enthält der Code eine Anfälligkeit für einen Speicherüberlauf (Heap Buffer Overflow), die ausgenutzt werden könnte, um den Zugang zu einem vom Botnetz infizierten Gerät zu blockieren. Damit könnte dann weder die Malware noch ein legitimer Administrator mehr auf die anfälligen Geräte zugreifen.

Malware soll Malware vertreiben

Die Software würde dazu die ungesicherten beziehungsweise nur mit Standardpasswörtern gesicherten Telnet-Zugänge ausnutzen, um ein zufällig generiertes Passwort zu vergeben, das niemandem bekannt ist. Nach der Erstellung des neuen Passworts würde sich der Wurm automatisch von dem Gerät löschen.

Legal wäre ein solches Vorgehen natürlich nicht, da in die Eigentumsrechte der rechtmäßigen Besitzer eingegriffen würde, wenn der Zugang und möglicherweise auch die Funktion der Geräte beeinträchtigt würde. Aus diesem Grund spricht Gamblin auch von einem reinen "Proof of Concept".

Golem Karrierewelt
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
  2. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Immer wieder wird diskutiert, was gegen Botnetze und Malware-Hosts unternommen werden kann. Die Bundesnetzagentur hatte Provider bereits in die Pflicht genommen, den Kampf gegen Botnetze zu unterstützen. Dabei könnten "im Extremfall" auch Sperrungen des Netzzugangs verfügt werden.

Das Mirai-Botnetz hatte in den vergangenen Wochen das Blog von Brian Krebs lahmgelegt, außerdem wurde das Botnetz auch genutzt, um den Angriff auf den DNS-Provider Dyn durchzuführen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk und Manchester United
Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche

Wenn Musk twittert, zittern die Anleger und nun auch Fußball-Fans. Wie sich der Milliardär endgültig ins Abseits bewegt und wie die Öffentlichkeit damit umgehen sollte.
Ein IMHO von Lennart Mühlenmeier

Elon Musk und Manchester United: Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche
Artikel
  1. Urteil: Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen
    Urteil
    Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen

    Das Assistenzsystem-Paket von Tesla darf weiterhin als Autopilot bezeichnet werden. Der Versuch, dies Tesla zu verbieten, blieb vor Gericht erfolglos.

  2. Anti-Scalper: Amazon verkauft Playstation 5 nur noch mit Einladung
    Anti-Scalper
    Amazon verkauft Playstation 5 nur noch mit Einladung

    Prime ist nicht mehr nötig, aber dafür eine Einladung: Wegen anhaltender Lieferengpässe hat Amazon den Bestellvorgang bei der PS5 geändert.

  3. Post-Quanten-Kryptografie: Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer
    Post-Quanten-Kryptografie
    Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer

    Die US-Behörde NIST standardisiert neue Public-Key-Algorithmen - um vor zukünftigen Quantencomputern sicher zu sein.
    Eine Analyse von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar bei Amazon & Co. • MSI Geburtstags-Rabatte • Neuer Saturn-Flyer • Game of Thrones reduziert • MindStar (MSI RTX 3070 599€) • Günstig wie nie: MSI 32" WHD 175 Hz 549€, Zotac RTX 3080 12GB 829€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /