DDoS: 30.000 Telnet-Zugänge für IoT-Geräte veröffentlicht

Wer ein IoT-Botnetz aufbauen will, muss künftig nicht mal mehr das Internet abscannen. Unbekannte haben im Netz 30.000 unsichere Telnet-Zugänge gesammelt - von denen viele nach wie vor funktionieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Internet of Things (Symbolbild)
Internet of Things (Symbolbild) (Bild: Alex Wong/Getty Images)

Auf Pastebin ist eine Liste mit zahlreichen unsicheren Zugängen für Internet-of-Things-Geräte veröffentlicht worden. Nach Angaben von Ars Technica zirkuliert das Dokument bereits seit längerem in Forscherkreisen, nun ist es auch der Öffentlichkeit zugänglich. Im vergangenen Jahr waren unsichere IoT-Geräte erstmals genutzt worden, um großflächige DDoS-Angriffe gegen zahlreiche beliebte Internetdienste zu führen - betroffen waren durch den Ausfall von Dyns DNS-Dienst unter anderem Amazon AWS und Netflix.

Stellenmarkt
  1. SAP Junior Business Consultant - Treasury und Darlehen (m/w/d)
    Allianz Technology SE, Unterföhring
  2. Senior (Lead) QA Engineer
    BAADER, Lübeck, Hamburg
Detailsuche

In dem Dokument sind 8.232 einmalige IP-Adressen enthalten, insgesamt gibt es 30.000 Einträge. Da nach internetweiten Scans immer neue Geräte hinzugefügt wurden, existieren einige Duplikate. Bei einigen IP-Adressen gibt es aber auch mehrere Geräte mit unterschiedlichen Kombinationen aus Nutzername und Passwort. Der Sicherheitsforscher Troy Hunt sagte Ars Technica, dass die veröffentlichten Daten im Prinzip nichts Neues seien, aber "eine bekannte, schlechte Situation noch schlechter machen" würden. Wer unsichere IoT-Geräte ans Netz anschließt, kann bereits nach wenigen Minuten mit Malware infiziert werden.

Rund 1.800 Geräte nach wie vor online

Rund 1.800 der gelisteten Geräte seien nach wie vor online und ansprechbar, wie Victor Gevers von der niederländischen GDI-Stiftung Ars Technica sagte. Nur bei einigen wurden die Passwörter nach der Veröffentlichung geändert. Die allermeisten Geräte nutzen nach wie vor Standardpasswörter, das häufigste ist dabei "admin" mit 4.621 Erwähnungen, "123456" kommt 698 mal vor. Bei 782 Geräten ist ein Login mit dem Benutzernamen "root" ohne Passwort möglich, die beliebte Kombination "admin:admin" kommt 634 mal vor.

Nicht immer liegt die Schuld für unsicher konfigurierte Geräte bei den Nutzern: Viele Geräte lassen einen Wechsel der unsicheren Passwörter schlicht nicht zu, dies ist vor dem Kauf meist nicht ersichtlich. Um gegen unsichere IoT-Geräte vorzugehen, gibt es das umstrittene Projekt Bricker-Bot. Dieses sucht nach Geräten mit Standardlogin und macht die Geräte auf Dauer unbrauchbar. Das erste Botnetz aus Überwachungskameras wurde bereits im Jahr 2015 entdeckt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Einsparverordnungen
So sollen Verwaltung, Bürger und Firmen Energie sparen

Reduzierte Raumtemperaturen und ungeheizte Swimmingpools: Die Regierung fordert eine "nationale Kraftanstrengung" wegen des Gasmangels.

Einsparverordnungen: So sollen Verwaltung, Bürger und Firmen Energie sparen
Artikel
  1. Bildverkleinern in C#: Eine Windows-App zur Verkleinerung von Bilddateien
    Bildverkleinern in C#
    Eine Windows-App zur Verkleinerung von Bilddateien

    Wir zeigen mit Visual Studio, wie Drag-&-Drop funktioniert, klären, ob unter Windows runde Fenster möglich sind, und prüfen, wie aufwendig eine mehrsprachige Bedienungsoberfläche ist (ziemlich).
    Eine Anleitung von Michael Bröde

  2. Geheimgespräche: Apple wollte angeblich Anteil an Facebooks Werbeeinnahmen
    Geheimgespräche
    Apple wollte angeblich Anteil an Facebooks Werbeeinnahmen

    Apples höherer Datenschutz macht Facebook inzwischen das Leben schwer. Zuvor soll es geheime Gespräche über eine Umsatzbeteiligung gegeben haben.

  3. Nachhaltigkeit: Thüringens Reparaturbonus weiter stark nachgefragt
    Nachhaltigkeit
    Thüringens Reparaturbonus weiter stark nachgefragt

    Der Reparaturbonus wird in Thüringen weiter gut genutzt. Eine Stärkung der Gerätereparatur in ganz Deutschland wird noch geprüft.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG 38WN95C-W (UWQHD+, 144 Hz) 933,35€ • Sharkoon Light² 180 22,99€ • HyperX Cloud Flight 44€ • BenQ Mobiuz EX3410R 499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 5 5600X 169€, Intel Core i5-12400F 179€ und XFX RX 6800 XT 699€) • Weekend Sale bei Alternate (u. a. AKRacing Master PRO 353,99€) [Werbung]
    •  /