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Days Gone im Test: Postapokalyptische Rocker-Romantik

Ein Mann und sein Motorrad stehen im Mittelpunkt, dazu kommt das weitgehend von Untoten und Banditen beherrschte Oregon: Das gelungene, aber nicht großartige Days Gone schickt uns auf der Playstation 4 in eine zerstörte Welt.

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Artwork von Days Gone
Artwork von Days Gone (Bild: Sony)

Verdammt, der Benzintank ist leer! Gerade haben wir uns noch gefreut, dass wir mit dem Motorrad so elegant an ein paar Untoten vorbei zirkeln konnten, da sitzen wir mitten im Nirgendwo auf dem Trockenen - und hören ganz in der Nähe das Schnauben eines Zombies. Solche Überraschungen sind durchaus typisch für Days Gone: Das nur für die Playstation 4 erhältliche Actionspiel schickt uns als Biker in eine endzeitliche Welt, die von Infizierten beherrscht wird.

Inhalt:
  1. Days Gone im Test: Postapokalyptische Rocker-Romantik
  2. Verfügbarkeit und Fazit

Wir sind als Deacon St. John - Freunde nennen uns Deac - im Bundesstaat Oregon unterwegs und rumpeln ähnlich wie in Far Cry über frei zugängliche Hügellandschaften, durch herbstlich anmutende Wälder und ab und zu auch mal durch staubige Flussbetten. Warum wir dort so viele Untote treffen und was überhaupt mit der Welt passiert ist, erfahren wir erst im Verlauf der Handlung.

Nach und nach finden wir auch heraus, was die Wissenschaftler der Gemeinorganisation Nero mit der Katastrophe zu tun haben. Ein weiterer Teil der Story dreht sich um unsere verstorbene Frau Sarah. Die Geschichte wird innerhalb der rund 25 bis 30 Stunden langen Hauptkampagne aufwendig und gekonnt mit vielen Zwischensequenzen direkt in der Engine erzählt, sie ist eine der großen Stärken des Spiels.

Neben der Haupthandlung können wir in der Welt von Days Gone auch jede Menge Nebenmissionen absolvieren. Überhaupt sind wir normalerweise als Kopfgeldjäger zusammen mit unserem Kumpel Boozer unterwegs, um Aufträge für eine der in Lagern verbarrikadierten menschlichen Fraktionen zu absolvieren. Die Haupt- und Nebenquests sind teilweise sehr lang, aber in überschaubare Häppchen unterteilt, so dass wir im Journal fast jederzeit die Mission wechseln können.

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Meist geht es darum, mit dem Motorrad etwas abzuholen, etwas wegzubringen oder Untote zu erledigen. Grundsätzlich können wir uns im virtuellen Oregon frei in der Landschaft bewegen. Im Normalfall folgen wir aber einfach der gelben Markierung auf der kleinen Mini-Map am Bildschirmrand - oder in einer der zahlreichen Verfolgungsjagden einem Gegner.

  • Der rote Lichtstrahl stammt von einem feindlichen Sniper. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Im Kreismenü können wir unter anderem Molotowcocktails herstellen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Das Motorrad muss leider alle paar Kilometer betankt und repariert werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Ab und zu können wir unsere Basiswerte durch ein spezielles Extra verbessern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Von einem Aussichtsturm genießen wir ein paar Momente der Ruhe. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Im Talentbaum verbessern wir die Fähigkeiten von Deacon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Die meisten Missionen sind in kleine Häppchen unterteilt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Die gerettete Person können wir zu unterschiedlichen Fraktionen schicken. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte sehen wir alle relevanten bekannten Orte. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Im Waffenladen gibt's großkalibrige Ausrüstung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Die Figur rechts sieht nur Deacon mit einer Art magischem Auge. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung auf dem Gamepad der PS4 wirkt sinnvoll und durchdacht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Der rote Lichtstrahl stammt von einem feindlichen Sniper. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)

Wenn wir zu Fuß unterwegs sind, müssen wir uns mehr oder weniger intensive Kämpfe mit Zombies und Banditen liefern. Die meisten Untoten werden für uns erst zur Gefahr, wenn sie in großen Horden angreifen - das ist erst etwas später im Spiel der Fall und dann gleich ein Großereignis. Die normalen Zombies am Wegesrand können wir entweder ignorieren oder sie mit etwas Glück von hinten angreifen. Dann müssen wir nur im richtigen Moment das grüne Dreieck drücken, den Rest erledigt Deacon mit dem unzerstörbaren Messer in teils sehr blutigen Animationssequenzen.

Neben vielen Scharmützeln gibt es in Days Gone aber auch groß angelegte und spannend inszenierte Gefechte, meist als Teil von Hauptmissionen. Beispielsweise müssen wir in einem Dörfchen schwer bewaffnete Kultisten ausschalten. Uns hat das Spaß gemacht, weil es halbwegs viele Möglichkeiten gibt: Wir können schleichen und so einen Feind nach dem anderen ausschalten, ihn mit dem Scharfschützengewehr aus großer Distanz attackieren - oder die Aufmerksamkeit auf uns lenken, an einem Öltank vorbeilaufen und ihn dann mit gezielten Schüssen im richtigen Moment mitsamt den Gegnern in die Luft jagen!

Die KI macht keinen sehr fortgeschrittenen Eindruck, sie stört im Normalfall aber auch nicht. Feinde verfolgen uns einigermaßen konzentriert, nur selten sind uns wirre Aktionen in den offenen Umgebungen aufgefallen - trotzdem ist es manchmal vorgekommen, dass sich einer der vielen Spezialgegner so in einer Ecke festgeklemmt hat, dass wir ihn in aller Ruhe ausschalten konnten.

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Verfügbarkeit und Fazit 
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