Verfügbarkeit und Fazit

Es gibt noch eine weitere Herausforderung in Days Gone: Wir haben eigentlich immer zu wenig Munition und sonstige Ausrüstung. Vor allem auf einen Mangel an Kugeln müssen wir uns in jedem der drei Schwierigkeitsgrade einstellen - das Klacken eines leeren Magazins haben wir leider auch in großen Kämpfen immer wieder gehört. Eine Alternative ist der Nahkampf, in dem wir die Gegner mit dem Baseballschläger oder zur Not mit einem Tischbein angreifen.

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Allerdings nutzen sich derartige Gegenstände sehr schnell ab und müssen ersetzt werden. Im Talentbaum können wir zwar früh die Fähigkeiten aktivieren, sie zu reparieren. Dazu benötigen wir aber Schrott, das wir mit viel Glück einem der überall herumstehenden Autowracks entnehmen - allerdings ist Schrott stellenweise ebenso rar wie die Munition.

Neben den Ressourcen für Waffen gibt es noch sehr viel mehr zu sammeln: Wir müssen uns um Lumpen und weiteres Zubehör für Verbände und Medizin kümmern, und können später spezielle Tränke brauen, etwa um unsere Konzentration bei der Verwendung des Scharfschützengewehrs zu erhöhen.

Technische Grundlage für Days Gone ist die laut den Entwicklern stark erweitere Unreal Engine 4. Es gibt sehenswerte Tag- und Nachtwechsel sowie dynamische Wettereffekte (mit viel Regen). Die Welt wirkt liebevoll aufgebaut, die Figuren und die Zwischensequenzen sind sehr sauber animiert. Ganz so schön wie aktuelle Vorzeigetitel sieht das Ganze aber nicht aus, Texturen und Lichteffekte wirken stellenweise etwas künstlich.

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Days Gone erscheint am 26. April 2019 nur für Playstation 4 (die Entwickler Bend Studio gehören Sony). Die PS4 Pro unterstützt 4K-Bildschirme per Checkerboard-Rendering, sonst gibt es keinen Unterschied zur Standardkonsole. Beide Geräte bieten eine stabile Bildrate von 30 fps und leider teils recht lange Ladezeiten - sonst sind uns allerdings keine nennenswerten technischen Probleme aufgefallen. Einen Multiplayermodus gibt es ebensowenig wie Mikrotransaktionen.

  • Der rote Lichtstrahl stammt von einem feindlichen Sniper. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Im Kreismenü können wir unter anderem Molotowcocktails herstellen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Das Motorrad muss leider alle paar Kilometer betankt und repariert werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Ab und zu können wir unsere Basiswerte durch ein spezielles Extra verbessern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Von einem Aussichtsturm genießen wir ein paar Momente der Ruhe. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Im Talentbaum verbessern wir die Fähigkeiten von Deacon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Die meisten Missionen sind in kleine Häppchen unterteilt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Die gerettete Person können wir zu unterschiedlichen Fraktionen schicken. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte sehen wir alle relevanten bekannten Orte. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Im Waffenladen gibt's großkalibrige Ausrüstung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Die Figur rechts sieht nur Deacon mit einer Art magischem Auge. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung auf dem Gamepad der PS4 wirkt sinnvoll und durchdacht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Im Talentbaum verbessern wir die Fähigkeiten von Deacon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)

Im Juni 2019 soll als kostenloser Download ein weiterer Schwierigkeitsgrad namens Überlebensmodus erscheinen. Darin werden Komfortfunktionen wie Schnellreisen, die Überlebenssicht sowie sämtliche Bildschirmanzeigen inklusive der Mini-Karte gestrichen. Days Gone bietet eine gute deutsche Sprachausgabe, vor allem die Stimme von Deacon finden wir prima ausgewählt. Wer mag, kann auch die englische Tonspur auswählen. Ärgerlich: Untertitel und sonstige Bildschirmschriften sind sehr klein, oft konnten wir Details auf normale Entfernung kaum entziffern. Von der USK hat das Programm eine Freigabe ab 18 Jahre erhalten.

Fazit

Bei Days Gone ist es der alltägliche Heldenkram, der uns immer wieder länger als geplant spielen lässt. Mal wollen wir noch einen Stufenaufstieg schaffen, dann einen Missionsabschnitt beenden oder das letzte Nest der Untoten zerstören. Die Abenteuer von Deacon St. John spielen sich erstaunlich kleinteilig für ein Abenteuer in einer offenen Welt. Das ist gar nicht so negativ gemeint, wie es möglicherweise klingt - man muss sich eben nur darauf einstellen, dass es trotz Apokalypse selten episch zugeht.

Teilweise nervt es aber auch, ständig nach Schrott und anderen Rohstoffen suchen zu müssen. Wir haben in Days Gone inzwischen vermutlich mehr Autokofferräume durchsucht als im echten Leben. Auch die Gefechte mit Standardzombies und das regelmäßige Reparieren unserer Ausrüstung sind auf Dauer eher anstrengend denn angenehm. Zum Glück gibt es aber auch spannende Kämpfe, in denen schnelle Reflexe und taktisches Geschick beim Anschleichen an Feinde gefragt sind.

Days Gone erreicht nicht die Klasse von Uncharted, The Last of Us oder von anderen Exklusivspielen von Sony. Dennoch haben uns die relativ entspannte Atmosphäre, die interessante Handlung sowie Verfolgungsjagden und Feuergefechte so gut gefallen, dass wir gerne noch die ein oder andere Motorradtour unternehmen.

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 Days Gone im Test: Postapokalyptische Rocker-Romantik
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MickeyKay 03. Mai 2019

Das Spiel spielt in einer kleinen Instanz von höchstens 5 Kilometern Seitenlänge. Und...

Glennmorangy 27. Apr 2019

Prypjat 26. Apr 2019

Das ist der wohl dümmste Autovergleich, den ich jemals auf Golem gelesen habe. Während...

Katharina... 26. Apr 2019

Generation Zero war für mich leider auch ein Reinfall. Habe ich mir mehr von erwartet...



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