Seurat soll grafisch hochwertiges Material auf mobile Devices bringen

Ein anderer, in den Keynotes nur angeschnittener Punkt, ist die neue Rendertechnik Seurat - benannt nach dem französischen Pointillisten Georges-Pierre Seurat. Seurat wird mit Daydream 2.0 alias Euphrates eingeführt, dem von Google während der I/O angekündigten Update. Die Rendertechnik soll hochwertiges grafisches Material in Echtzeit auf Daydream-Geräten rendern können und so die Grafik bei Spielen oder anderen Anwendungen verbessern. Google selbst spricht von Grafik auf Desktop-Niveau; ein Video zeigt beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der Lucasfilm-Abteilung ILMxLAB, die eine frei erkundbare Szene aus dem Star-Wars-Film Rogue One zeigt.

Seurat arbeitet Bavor zufolge mit Berechnungstricks, um komplexe Grafiken auf mobile Geräte zu bringen. Dabei soll rechenintensives Material heruntergerechnet und in hoher Qualität auf dem Smartphone oder Standalone-Headset gerendert werden. Der Name des Programms - Seurat - könnte ein Hinweis auf die Vorgehensweise sein: Pointillisten malen ihre Bilder, indem sie kleine, regelmäßige Punkte setzen und so ein Gesamtbild erzeugen.

Noch keine näheren Details zu Seurat

Wie genau Seurat funktioniert, hat Google auf der I/O allerdings nicht erklärt. Stattdessen sollen weitere Details im Laufe des Jahres folgen. Bavor nennt als Anwendungsgebiete fotorealistische Renderings für architektonische Zwecke und Spiele.

Bavor und andere Google-Manager nennen als Ziel, bis zum Ende des Jahres 2017 mehrere Dutzend Millionen Daydream-kompatible Smartphones auf dem Markt zu haben. Bisher gibt es allerdings lediglich acht Modelle, die Daydream offiziell unterstützen. Die beiden neuen Samsung-Smartphones Galaxy S8 und Galaxy S8+ werden ebenfalls Daydream beherrschen, ebenso ein im Laufe des Jahres kommendes Gerät von LG.

Preise auf dem Niveau der VR-Konkurrenz

Interessant ist die Frage, was die neuen Daydream-Headsets kosten sollen. Wer auf ein günstiges Gerät von um die 300 Euro gehofft hat, dürfte enttäuscht werden. Zwar liegt die finale Preisgestaltung bei den Herstellern der Geräte selbst, Bavor konnte aber immerhin einen Preisrahmen nennen: Die neuen Headsets sollen preislich auf dem Niveau der Oculus Rift und HTCs Vive liegen - was zwischen 500 und 900 Euro sind.

Googles Argumentation ist, dass Nutzer dafür keinen teuren PC mehr kaufen müssten. Das ist zwar richtig, und die Daydream-Standalone-Headsets werden wohl dank Worldsense auch mehr Optionen bieten als normale Daydream-Headsets. Gleichzeitig werden die HTC Vive und die Oculus Rift aber ein ganz anderes Angebot an verfügbaren Spielen haben. Die Zielgruppe der Daydream-Geräte scheinen entsprechend eher keine Gamer zu sein, sondern mehr Casual-User. Ob diese bereit sind, mindestens 500 Euro auszugeben, bleibt abzuwarten.

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 Daydream: Standalone-Headsets auf Preisniveau von Vive und Oculus Rift
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wasabi 19. Mai 2017

Für Privatkunden bzw. den Einsatz zuhause sehe ich da auch aktuell keinen Sinn, aber...

|=H 19. Mai 2017

Die Variante von Microsoft bezieht allerdings die Daten von einem PC mit Windows. Zu den...

maerchen 19. Mai 2017

Ist ja günstig, weil man keinen PC benötigt. Allerdings habe ich dann noch zusätzlich...

|=H 19. Mai 2017

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