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Daydream: Google verkauft keine Cardboard-Viewer mehr

Der VR-Tagtraum ist endgültig aus: Google gibt den Verkauf seiner preiswerten Daydream-Viewer aus Pappe auf.
/ Tobias Költzsch
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Der Cardboard-Betrachter von Google (Bild: Google)
Der Cardboard-Betrachter von Google Bild: Google

Googles Papp-3D-Betrachter Cardboard ist nicht mehr im Onlinestore des Herstellers erhältlich, wie Android Police festgestellt(öffnet im neuen Fenster) hat. Auch im deutschen Google-Onlineshop(öffnet im neuen Fenster) sind die Cardboard-Viewer nicht mehr verfügbar.

Stattdessen werden Interessenten darauf hingewiesen, dass Google weiterhin das Open-Source-Projekt von Cardboard unterstütze und verlinkt auf dessen Webseite. Bestellen lassen sich die Pappbetrachter allerdings nicht mehr.

Damit schließt sich eines der letzten Kapitel von Googles ehrgeizigen VR-Projekten Cardboard und Daydream. Auf der Google I/O 2014 hatte Google Cardboard vorgestellt und sein VR-Engagement in den darauffolgenden Jahren immer weiter ausgebaut. Auf der Google I/O 2016 schließlich präsentierte man mit Daydream eine Plattform für Entwickler und Gerätehersteller, die die Popularisierung von Virtual-Reality-Inhalten voranbringen sollte.

Cardboard und Daydream waren preiswerter Einstieg in die VR

Daydream basierte wie bereits Cardboard auf der Idee, das eigene Smartphone für die Betrachtung von VR-Inhalten zu verwenden. Das Gerät wird dazu in den Betrachter geschoben, anschließend lassen sich Inhalte stereoskopisch ansehen. Die Kosten für den Einstieg in die VR waren mit einem Papp-Viewer niedrig.

Google hatte Ende 2016 einen eigenen, gut gemachten Kunststoff-Betrachter mit Fernbedienung vorgestellt. Auch gab es Hersteller wie LG, die Standalone-Headsets für Daydream vorstellten. Google zertifizierte seine eigenen Pixel-Smartphones als Daydream-kompatibel, allerdings nur bis einschließlich dem Pixel 3 und Pixel 3 XL.

Im Oktober 2019 gab Google dann bekannt, dass das neue Pixel 4 Daydream nicht mehr unterstütze. Damit war das Projekt, das zuvor bereits weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden war, faktisch am Ende. Auch die Cardboard-Unterstützung wurde eingestellt. Insgesamt erhielten nur wenige Smartphones eine offizielle Daydream-Zertifizierung.


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