Dawn Mk-II Aurora: Dawn Aerospace stellt kleines Weltraumflugzeug vor
Das nächste New-Space-Unternehmen geht an den Start - mit einem ungewöhnlichen Konzept.
Ein weiteres neuseeländisches Raumfahrtunternehmen hat angekündigt, künftig Kleinsatelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn zu transportieren. Das Modell seines Raumfahrzeugs hat Dawn Aerospace jetzt vorgestellt.
Dawn Mk-II Aurora sieht eher wie ein Flugzeug aus und erinnert von der Form her an die Concorde. Das 4,80 Meter lange Raumfahrzeug hat ein Triebwerk im Heck und soll in der Lage sein, bis in eine Höhe von über 100 Kilometern, also zur unteren Grenze des Weltraums, aufzusteigen und dort eine Nutzlast von etwa 4 Kilogramm auszusetzen.
Aurora sieht indes nicht nur aus wie ein Flugzeug: Es vereine die Welt der Raketen mit der Luftfahrt, erklärt der Hersteller. Das bedeutet, Aurora wird wie ein Flugzeug starten und landen, aber bis in den Weltraum aufsteigen. Nach der Landung könne es aufgetankt werden und innerhalb von wenigen Stunden wieder starten. "Es wird das erste Raumfahrzeug sein, das dazu mehrmals an einem Tag in der Lage sein wird", heißt es in einer Mitteilung.
Aurora soll Ende des Jahres erstmals fliegen
Das Unternehmen will Ende des Jahres mit einer zwölf Monate dauernden Testkampagne für Aurora beginnen. Aurora wird zunächst vom Flughafen Oamaru auf der Südinsel starten. Das Unternehmen verhandelt aber auch mit anderen Flughäfen des Landes. Die ersten wissenschaftlichen Experimente sollen im kommenden Jahr folgen.
Nach dem Ende der Testphase wird sich das Unternehmen daran machen, das Raumfahrzeug für den kommerziellen Einsatz zu bauen. Mk-III soll auf dem Mk-II-Design basieren, jedoch 18 Meter groß sein und entsprechend auch größere Nutzlasten transportieren können. Geplant sind 50 bis 100 Kilogramm.
Anders als Aurora wird Mk-III auch eine zweite Stufe haben. Die wird allerdings nicht wiederverwertet, sondern in der Atmosphäre verglühen. Sie wird laut Dawn Aerospace aber etwa sechs Prozent des gesamten Fahrzeugs ausmachen. Das Raumfahrzeug wird deshalb zu 94 Prozent wiederverwendbar sein.
"Aurora stellt einen großen Fortschritt im Raumtransport dar", sagte Stefan Powell, Technikchef von Dawn Aerospace. "Wenn wir dasselbe Fahrzeug Hunderte oder sogar Tausende Male nutzen, brauchen wir keine Raketenfabrik. Wir können eine Flotte von Fahrzeugen betreiben, um täglich in den Weltraum zu gelangen. Und wir brauchen den Ozean nicht mit Raketentrümmern zu verschmutzen".
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Das stimmt schon, das hilft aber den Raketenwissenschaftlern in den engen Baracken nicht ;-)