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David Lynch: Die Projekte, die er plante, aber nicht verwirklichen konnte

David Lynch hat herausragende Filme hinterlassen. Wie jeder Filmemacher hatte er aber auch einige Projekte, die nicht in Gang kamen.
/ Peter Osteried
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Zeitweise war geplant, dass Sherilyn Fenn ihren eigenen Spin-off erhält. (Bild: Paramount)
Zeitweise war geplant, dass Sherilyn Fenn ihren eigenen Spin-off erhält. Bild: Paramount

Der gestern gestorbene David Lynch erschuf ein Dutzend herausragender und ungewöhnlicher Filme sowie die Serie Twin Peaks. Wie jeder Filmemacher hatte auch er einige Projekte, an denen er arbeitete und die er verwirklichen wollte, die aber nie kamen.

Ronnie Rocket

Der Film sollte nach Eraserhead kommen und erzählt von einem Detektiv, der in eine andere Dimension eindringt und dort von Donut Men verfolgt wird. Die Finanzierung stand kurzzeitig, dann zerfiel sie, weswegen Lynch sich für Der Elefantenmensch entschied.

Dune: Messiah

Lynch mochte Dune nicht, während er den Film produzierte, dachte er aber schon über ein Sequel nach und begann auch mit dem Schreiben eines Skripts . Dieser Film hätte Dune: Messiah werden sollen, den Lynch als eine sehr viel fokussiertere, kleinere Geschichte bezeichnete.

Snootworld

Dies sollte ein Zeichentrickfilm werden, dessen Skript Lynch zusammen mit Caroline Thompson (Edward mit den Scherenhänden) schrieb. Das war in den frühen Nullerjahren. Die Snoots sind kleine Kreaturen, die im Alter von acht Jahren einen Initiationsritus durchlaufen, nach dem sie noch kleiner werden und für ein Jahr weggeschickt werden. Die Hauptfigur verschwindet in einem Teppich, seine Familie kann ihn nicht mehr finden und er entdeckt eine neue, verrückte Welt.

Antelope Don't Run No More

Lynch schrieb zudem das Drehbuch für einen Film, der Elemente der Mythologie aus Inland Empire und Mulholland Drive übernimmt. Es geht um Weltraum-Aliens, sprechende Tiere und einen Musiker namens Pinky. Lynch hielt dies für eines der besten Drehbücher, die er je geschrieben hatte.

Unrecorded Night / Wisteria

Ende 2020 begann die Vorproduktion von Wisteria, aus dem später Unrecorded Night werden sollte. Es sollte eine Serie mit 13 Folgen für ein Budget von 85 Millionen Dollar werden. Für die Kameraarbeit hatte er sich schon für seinen Lost-Highway-Kameramann Peter Deming entschieden. Die Serie sollte bei Netflix kommen, wurde aufgrund der Coronapandemie aber immer weiter verschoben, bis das Momentum erloschen war.

One Saliva Bubble

Das Skript stammte von Twin-Peaks-Autor Mark Frost. Es sollte um eine Kettenreaktion gehen, die von ein bisschen Spucke in einem Atomreaktor ausgelöst wird. Gerüchteweise sollten Steve Martin und Martin Short Hauptrollen spielen, Dino de Laurentiis' Firma wollte produzieren, ging dann aber pleite.

Twin Peaks Spin-off

Nach dem Film Twin Peaks : Fire Walks With Me gab es Überlegungen, einen Spin-off mit Sherilyn Fenn als Audrey zu produzieren. Aus dieser Idee wurde schließlich Mulholland Drive.

Venus Descending/Goddess

Ein Biopic über Marilyn Monroe, das von Mark Frost geschrieben wurde: Warner Bros. wollte produzieren, störte sich dann aber daran, dass Monroe im Film von einer Robert-Kennedy-ähnlichen Figur ermordet wird.

Love in Vain

Ein Biopic des Blues-Musikers Robert Johnson: Nach Der Elefantenmensch war Lynch kurzzeitig an dem Projekt interessiert.

Franz Kafka's The Metamorphosis

Lynch adaptierte Kafkas Roman Die Verwandlung als Drehbuch. Es geht um einen Mann, der sich in eine riesige Kakerlake verwandelt. Das Projekt erschien in den Tagen vor CGI zu teuer und wurde zu Grabe getragen.

Red Dragon

Lynch begann mit der Adaption von Thomas Harris' Roman für Dino de Laurentiis. Es machte aber nicht Klick, Lynch verließ das Projekt und Michael Mann setzte den Film als Manhunter um.

You Play the Black and the Red Comes Up

In den späten Achtzigerjahren arbeitete Lynch an der Adaption des Romans, der in Hollywood spielt und Figuren hat, die auf bekannten Promis aus dem Jahr 1938 basieren.


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