David Harris: Pegasus Mail lebt noch

Das E-Mail-Programm Pegasus Mail ist eines der ältesten Mail-Programme, die unter Windows noch gepflegt werden. Der bei vielen in Vergessenheit geratene Client bietet aber noch Neues, wie eine Version von vor einem Jahr zeigt. Darunter fällt ein mehrere Hundert Stunden dauerndes Einzelprojekt, das eigentlich zu Pegasus Mail 5 gehört.

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Pegasus Mail ist auf dem Weg zur Version 5. (Symbolbild)
Pegasus Mail ist auf dem Weg zur Version 5. (Symbolbild) (Bild: Stephane De Sakutin/AFP/Getty Images STEPHANE DE SAKUTIN)

Der Neuseeländer David Harris hat vor einem Jahr die neue Version des E-Mail-Programms Pegasus Mail veröffentlicht. Pegasus Mail 4.73 bringt dabei aufwendige Änderungen, wie Harris detailliert erläutert. Grund ist Microsofts Einstellung des alten Winhelp-Systems. Mit anderen Worten: Die Hilfefunktion des Programms funktionierte plötzlich nicht mehr.

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Die Umstellung auf ein neues System hat ihn gut 400 Stunden Arbeit gekostet. Altanwender wissen allerdings: Die Hilfe von Pegasus Mail ist recht groß. Die Querverlinkungen im Hypertext-Sinn der 250 Hilfe-Seiten sorgten für zusätzlichen Aufwand. Spaß hatte Harris an der Arbeit nicht. Er lässt trotzdem erkennen, dass er auf das Ergebnis stolz ist - und etwas frustriert über Microsoft. Eigentlich ist die Hilfe eine Funktion von Pegasus Mail 5, die notgedrungen vorgezogen wurde. Harris hofft, dass das Hilfe-Redesign es in Zukunft erleichtern wird, die Hilfe aktuell zu halten. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass Pegasus Mail 5 definitiv noch erscheinen wird, auch wenn die ersten Hinweise mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt her sind.

Hilfe hatte Harris bei der Aktualisierung der HTML-Engines IERenderer und BearHTML. Pegasus Mail stammt noch aus einer Zeit, in der HTML-E-Mails verpönt waren. Nicht zuletzt deswegen, weil der Absender einer HTML-E-Mail nicht vorhersehen kann, wie sie beim Empfänger aussieht. Ein Problem, das bis heute besteht.

Nebenbei wurden in der Version 4.73 auch Sicherheitsprobleme beseitigt und die OpenSSL-Bibliothek aktualisiert.

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Pegasus Mail hat als teilkommerzielles Softwareprojekt eine turbulente Geschichte hinter sich. 2007 wurde das Projekt faktisch beendet, nachdem die Entwicklung schon vorher, vor allem am Nachfolger Pegasus Mail 5, stark eingeschränkt wurde. Die doch recht treue Fangemeinde hat Harris überzeugt, trotzdem weiterzumachen. Geholfen haben 2009 zudem freiwillige Spenden. Pegasus Mail selbst ist mittlerweile mit seinen Urversionen fast 30 Jahre alt. Allerdings ist das Programm dank des veränderten Marktumfelds weitestgehend in Vergessenheit geraten.

Wer Pegasus Mail noch einmal eine Chance geben will, findet die neue Version 4.73 im Downloadbereich von pmail.com.

Nachtrag vom 15. Juli 2019, 9:24 Uhr

Pegasus Mail ist nicht im Juni 2019 zuletzt erschienen, sondern im Juni 2018. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen. Wir haben den Text entsprechend angepasst.

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Ykandor 15. Jul 2019

Achja.. @Golem damit es nicht übersehen wird http://www.pmail.com/v47x.htm

Bembelzischer 12. Jul 2019

Ich finde der Artikel hätte deutlich Aufwertung mit passenden Screenshots erhalten. Und...

atomie 11. Jul 2019

Sie lässt erahnen dass das Programm nicht besonders ansprechend gestaltet ist. Das keine...

oYa3ema5 11. Jul 2019

Und das sind sie aus gutem Grunde immer noch. Für die Paranoiker bieten sie immer wieder...



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