Abschied von der virtuellen Eigentumswohnung

"Nostalgie ist ja nichts Negatives", sagt Florian Zandt, wenn er über die Gründe für seine ständige Rückkehr nach Mittelerde nachdenkt. Auch wenn er sich nicht mehr tagtäglich einloggt, ist "Herr der Ringe Online mit einer bestimmten Periode in meinem Leben verbunden. In einem Spiel ist es sehr einfach, dahin zurückzukehren und durch den Server zu streifen."

Stellenmarkt
  1. Senior Data Governance Experte Logistik Marine (m/w/d)
    BWI GmbH, deutschlandweit
  2. Informatiker*in (m/w/d) Schwerpunkt Gesundheitstelematik
    KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin
Detailsuche

Im vergangenen Jahr vergaß Zandt in seiner Abwesenheit, die Miete für sein virtuelles Haus zu zahlen. "Ich war schon etwas melancholisch, als das Haus weg war." Den Kaufpreis musste er sich damals hart erarbeiten. Statt lange zu trauern, meldete er sich wieder an.

Mit seinem über die Jahre besser gewordenen Schwertkämpfer erledigte er ein paar Stunden lang Quests, um Geld zu verdienen und den Fehler zu beheben. "Mein neues Haus hat einen besseren Ausblick. Ich wohne jetzt oben auf einem Hügel und blicke über die ganze Nachbarschaft." Die Miete hat er diesmal gleich im Voraus für ein halbes Jahr bezahlt.

"Eine Fortsetzung würde die Community spalten"

Dass Spiele wie Herr der Ringe Online oder Tibia grafisch längst von neueren Titeln überholt wurden, spielt für die Fans eine untergeordnete Rolle. "Die Spieler wollen hier gar keine großen Veränderungen", sagt Benjamin Zuckerer. Darüber hinaus habe Tibia "alle Windows-Versionen seit 3.11 unterstützt, in der Zeit hat sich technisch natürlich unglaublich viel getan" - selbst, wenn man das nicht auf den ersten Blick sieht.

Golem Akademie
  1. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
  2. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    25./26.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

"Eine Fortsetzung zu Tibia war oft im Gespräch", sagt Stephan Vogler, aber Cipsoft habe sich bewusst dagegen entschieden. Zu groß sei das Risiko, die Community zu spalten und damit das Fundament des Erfolgs zu gefährden. "Die große Mehrheit der Spieler wollte deshalb auch nie einen zweiten Teil von Tibia haben."

Die Lieblingsspiele von vor zehn, zwanzig Jahren sind heute mit einem Klick verfügbar. Aber anders als bei diesen kehrt man bei Onlinespielen in eine Welt zurück, die sich auch in der eigenen Abwesenheit weiterbewegt hat.

Viele dieser Spielwelten sind nicht mehr so gut besucht wie noch zu Hochzeiten des Genres. Und doch sind genug geblieben, um Dutzende Spiele wie Tibia oder Herr der Ringe Online über den kurzen Lebenszyklus von Titeln zu erheben, deren Server vom Hersteller aus Kostengründen abgeschaltet wurden. "Letztendlich sind das die Spieler selbst", sagt Vogler, "die Tibia am Leben halten."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Mein Haus, meine Gilde, mein Block
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


TarikVaineTree 23. Nov 2020

Wow, eine weitere Person, die sogar seit DzDz (also noch vor mir) mit dabei war. Hallo...

Hotohori 22. Feb 2020

Die Idee mit dem Event, das die Spieler verbindet, gefällt mir. Zum einen ist es so recht...

Belgarion2001 22. Feb 2020

Was der Artikel verschweigt: Das Spiel Tibia hat einen Großteil seiner Nutzer in Gegenden...

Hotohori 21. Feb 2020

Ich hatte bereits in Ragnarok Online Anfang 2001 die aller erste deutsche Gilde...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
LG HU915QE
Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung

LG hat einen Kurzdistanzprojektor mit Lasertechnik vorgestellt. Der HU915QE erzeugt ein riesiges Bild und steht dabei fast an der Wand.

LG HU915QE: Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung
Artikel
  1. Streaming: Netflix zahlt Steuerschulden von knapp 56 Millionen Euro
    Streaming
    Netflix zahlt Steuerschulden von knapp 56 Millionen Euro

    Netflix hat sich mit der zuständigen Staatsanwaltschaft geeinigt, in Italien auch für die Zeit von 2015 bis 2019 Steuern zu zahlen.

  2. Snapdragon 8+ Gen1: 4 nm TSMC spart 30 Prozent bei Qualcomm-SoC
    Snapdragon 8+ Gen1
    4 nm TSMC spart 30 Prozent bei Qualcomm-SoC

    Durch den Wechsel des Fertigungsverfahrens ist der Snapdragon 8+ Gen1 deutlich effizienter als der Snapdragon 8 Gen1, selbst bei mehr Takt.

  3. Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets: Was Fahrgäste wissen müssen
    Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets
    Was Fahrgäste wissen müssen

    Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV ist beschlossene Sache, Verkehrsverbünde und -unternehmen sehen sich auf den Verkaufsstart in diesen Tagen gut vorbereitet. Doch es gibt viele offene Fragen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer Predator X38S (UWQHD, 175 Hz OC) 1.499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 268€ und PowerColor RX 6750 XT Red Devil 609€ und RX 6900 XT Red Devil Ultimate 949€) • Alternate (u. a. Cooler Master Caliber R1 159,89€) • SanDisk Portable SSD 1 TB 81€ • Motorola Moto G60s 149€ [Werbung]
    •  /