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Abschied von der virtuellen Eigentumswohnung

"Nostalgie ist ja nichts Negatives", sagt Florian Zandt, wenn er über die Gründe für seine ständige Rückkehr nach Mittelerde nachdenkt. Auch wenn er sich nicht mehr tagtäglich einloggt, ist "Herr der Ringe Online mit einer bestimmten Periode in meinem Leben verbunden. In einem Spiel ist es sehr einfach, dahin zurückzukehren und durch den Server zu streifen."

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Im vergangenen Jahr vergaß Zandt in seiner Abwesenheit, die Miete für sein virtuelles Haus zu zahlen. "Ich war schon etwas melancholisch, als das Haus weg war." Den Kaufpreis musste er sich damals hart erarbeiten. Statt lange zu trauern, meldete er sich wieder an.

Mit seinem über die Jahre besser gewordenen Schwertkämpfer erledigte er ein paar Stunden lang Quests, um Geld zu verdienen und den Fehler zu beheben. "Mein neues Haus hat einen besseren Ausblick. Ich wohne jetzt oben auf einem Hügel und blicke über die ganze Nachbarschaft." Die Miete hat er diesmal gleich im Voraus für ein halbes Jahr bezahlt.

"Eine Fortsetzung würde die Community spalten"

Dass Spiele wie Herr der Ringe Online oder Tibia grafisch längst von neueren Titeln überholt wurden, spielt für die Fans eine untergeordnete Rolle. "Die Spieler wollen hier gar keine großen Veränderungen", sagt Benjamin Zuckerer. Darüber hinaus habe Tibia "alle Windows-Versionen seit 3.11 unterstützt, in der Zeit hat sich technisch natürlich unglaublich viel getan" - selbst, wenn man das nicht auf den ersten Blick sieht.

"Eine Fortsetzung zu Tibia war oft im Gespräch", sagt Stephan Vogler, aber Cipsoft habe sich bewusst dagegen entschieden. Zu groß sei das Risiko, die Community zu spalten und damit das Fundament des Erfolgs zu gefährden. "Die große Mehrheit der Spieler wollte deshalb auch nie einen zweiten Teil von Tibia haben."

Die Lieblingsspiele von vor zehn, zwanzig Jahren sind heute mit einem Klick verfügbar. Aber anders als bei diesen kehrt man bei Onlinespielen in eine Welt zurück, die sich auch in der eigenen Abwesenheit weiterbewegt hat.

Viele dieser Spielwelten sind nicht mehr so gut besucht wie noch zu Hochzeiten des Genres. Und doch sind genug geblieben, um Dutzende Spiele wie Tibia oder Herr der Ringe Online über den kurzen Lebenszyklus von Titeln zu erheben, deren Server vom Hersteller aus Kostengründen abgeschaltet wurden. "Letztendlich sind das die Spieler selbst", sagt Vogler, "die Tibia am Leben halten."

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Hotohori 22. Feb 2020

Die Idee mit dem Event, das die Spieler verbindet, gefällt mir. Zum einen ist es so recht...

Belgarion2001 22. Feb 2020

Was der Artikel verschweigt: Das Spiel Tibia hat einen Großteil seiner Nutzer in Gegenden...

Liriel 21. Feb 2020

Es ist eher Ultima grafik denn uo grafik. Ich spiel heute immernoch UO auch wenn auf...

Hotohori 21. Feb 2020

Ich hatte bereits in Ragnarok Online Anfang 2001 die aller erste deutsche Gilde...

Proctrap 21. Feb 2020

Jup, cs mit pay2win, nach wikipedia wars mal das Spiel mit den meisten einnahmen (vor...


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