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Mein Haus, meine Gilde, mein Block

Auch der freie Spielejournalist Florian Zandt ist einem Titel über viele Jahre treu geblieben. Wenn er gerade keine neuen Spiele rezensiert, kehrt er in die Welt von Herr der Ringe Online zurück: "Einen Account habe ich seit elf Jahren und schaue alle paar Wochen mal rein. Aus meiner alten Gilde sind ein, zwei Leute immer mal da."

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Über so lange Zeit entsteht eine soziale Bindung zu Clans und Gilden, in denen sich Spieler gemeinsam organisieren. Aber auch das hart erarbeitete digitale Eigentum verpflichtet. Statt seinen Charakter auf die bestmöglichen Werte zu optimieren, setzt sich Zandt weniger ehrgeizige Spielziele.

"Ich stelle für verschiedene Anlässe passende Outfits für meinen Rohirrim zusammen", erzählt er. Die rein kosmetischen Gegenstände haben spielerisch keine Bedeutung, ebenso wenig wie sein für viel Gold gemietetes Eigenheim auf einem der Server. "Das war meine Version von Powerplay."

Let's Play im 4:3-Format

Tibia und Herr der Ringe Online stammen aus einer anderen Ära des Onlinerollenspiels. "Das ist ein Spielerlebnis, das man heutzutage nur noch sehr selten findet", sagt Benjamin Zuckerer. "Man hat bei Tibia sehr viele Freiheiten und kann sehr viel Macht erlangen. Es gibt regelrechte Kriege zwischen Gilden. Da laufen echte Dramen ab."

Dieses zwischenmenschliche Drama ist ein weiterer Grund, dass Spiele wie Tibia weiterhin beliebt sind. Das Livepublikum der Streamingplattform Twitch ist ein Gradmesser für diese Beliebtheit. Zum Launch 1997 war noch nicht einmal an Let's Plays zu denken. Heute erreicht Tibia trotz seines kleinen Bildformats Zuschauerzahlen, mit denen es regelmäßig in den Top 50 der beliebtesten Titel auf Twitch landet.

Das ist kein Merkmal von Tibia allein, sondern macht den Reiz aller Onlinespiele aus. Wo andere Spiele kurze Flirts sind, entsteht zu ihnen eine Langzeitbeziehung. Und manchmal schafft es dieses großangelegte Drama sogar über die Grenzen der jeweiligen Community hinaus, wie etwa bei den legendären Schwindeleien und Kriegserklärungen in Eve Online.

Was genau ein Spiel zum "Dauerbrenner" macht, kann selbst der dafür mit dem Deutschen Entwicklerpreis ausgezeichnete Stephan Vogler nicht eindeutig beantworten. "In den letzten Jahren haben viele versucht, Titel zu etablieren, die über Jahre hinweg Spieler binden", sagt er mit Blick auf den Trend sogenannter Live-Service-Games. Gelungen sei das nur wenigen. "Das zeigt, dass ein solcher Erfolg nicht wirklich kalkulierbar ist. Man braucht einen langen Atem", resümiert Vogler, "und natürlich auch Glück."

Fragt man die Spieler selbst, kommt stets eine emotionale Ebene dazu.

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 Dauerbrenner: Bis dass der Tod uns ausloggtAbschied von der virtuellen Eigentumswohnung 
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Hotohori 22. Feb 2020

Die Idee mit dem Event, das die Spieler verbindet, gefällt mir. Zum einen ist es so recht...

Belgarion2001 22. Feb 2020

Was der Artikel verschweigt: Das Spiel Tibia hat einen Großteil seiner Nutzer in Gegenden...

Liriel 21. Feb 2020

Es ist eher Ultima grafik denn uo grafik. Ich spiel heute immernoch UO auch wenn auf...

Hotohori 21. Feb 2020

Ich hatte bereits in Ragnarok Online Anfang 2001 die aller erste deutsche Gilde...

Proctrap 21. Feb 2020

Jup, cs mit pay2win, nach wikipedia wars mal das Spiel mit den meisten einnahmen (vor...


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