Abo
  • Services:

Dating-App: Tinder-Apps übertragen Bilder unverschlüsselt

Die Dating-Apps von Tinder nehmen es mit dem Datenschutz nicht so genau: Die Bilder der Nutzer werden unverschlüsselt übertragen. Alles kein Problem, findet das Unternehmen - die Bilder seien eh öffentlich. Trotzdem soll es bald Abhilfe geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Tinder setzt HTTPS nur unvollständig um.
Tinder setzt HTTPS nur unvollständig um. (Bild: Leon Neal/Getty Images)

Der Dating-Anbieter Tinder nutzt die Sicherheitstechnologie HTTPS in seinen mobilen Apps nur unvollständig, wie Wired berichtet. Zwar werden einige Vorgänge wie das Nutzer-Login über eine TLS-verschlüsselte Verbindung übertragen. Doch die Anzeige von Bildern anderer Nutzer wird über eine unverschlüsselte Verbindung abgewickelt.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Leonberg
  2. RAMPF Holding GmbH & Co. KG, Grafenberg

Wired bezieht sich in seinen Schilderungen auf die IT-Sicherheitsfirma Checkmarx aus Israel. Diese will neben dem fehlenden HTTPS weitere Datenschutzprobleme ausgemacht haben. Angezeigte Bilder werden nach Darstellung des Unternehmens immer unverschlüsselt übertragen. Neben dem Datenschutzrisiko, dass Fremde Bilder einsehen können, ist es somit auch möglich, Nutzern gefälschte Bilder unterzuschieben. Für den Angriff müssen Nutzer im gleichen WLAN-Netzwerk angemeldet sein.

Swipe-Befehle haben jeweils individuelle Länge

Wenn Nutzer Kontakte Tinder-typisch per "swipe" nach rechts oder links annehmen oder ablehnen, werden die übertragenen Kommandos dafür zwar verschlüsselt. Die jeweiligen Befehle haben aber nach Angaben von Checkmarx eine immer gleiche, eindeutig unterscheidbare Länge - und können daher durch bloßes Aufzeichnen des Datenstreams analysiert werden. Ein Wischen nach links löst demnach ein Kommando von 278 Byte aus, ein Wischen nach rechts hingegen 374 Byte. In Verbindung mit den im Klartext übertragenen Fotos können dann Rückschlüsse auf die sexuelle Orientierung gezogen werden.

Tinder sagte auf Anfrage von Wired, dass das Unternehmen "wie jede andere Technologiefirma konstant damit beschäftigt ist, die eigene Verteidigung gegen bösartige Hacker auszubauen." Außerdem geht das Unternehmen davon aus, dass die Bilder der Nutzer sowieso öffentlich seien und die unverschlüsselte Übertragung daher unproblematisch sei. Eine verschlüsselte Übertragung der Bilder soll in Zukunft aber umgesetzt werden. Checkmarx empfiehlt Tinder außerdem, ein Padding einzusetzen, um die verschlüsselten Befehle auf die gleiche Länge zu bringen und somit keine Identifikation mehr zuzulassen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 26,99€
  2. 17,95€
  3. 30,99€
  4. 4,99€

Apfelbrot 25. Jan 2018

Das juckt ehrlich gesagt keine Sau

__destruct() 24. Jan 2018

Wenn der merkt, was ich studiere, ist darüber hinaus noch mein Geschlecht bekannt.


Folgen Sie uns
       


Pocophone F1 - Test

Das Pocophone F1 gehört zu den günstigsten Topsmartphones auf dem Markt - nur 330 Euro müssen Käufer für das Gerät bezahlen. Dafür bekommen sie eine Dualkamera und einen Snapdragon 845. Wer mit ein paar Kompromissen leben kann, macht mit dem Smartphone nichts falsch.

Pocophone F1 - Test Video aufrufen
E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
E-Mail-Verschlüsselung
"90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Ein Interview von Jan Weisensee

  1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
  2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

Dark Rock Pro TR4 im Test: Be Quiet macht den Threadripper still
Dark Rock Pro TR4 im Test
Be Quiet macht den Threadripper still

Mit dem Dark Rock Pro TR4 hat Be Quiet einen tiefschwarzen CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Angebot. Er überzeugt durch Leistung und den leisen Betrieb, bei Montage und Speicherkompatiblität liegt die Konkurrenz vorne. Die ist aber optisch teils deutlich weniger zurückhaltend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dark Rock Pro TR4 Be Quiets schwarzer Doppelturm kühlt 32 Threadripper-Kerne

Flexibles Smartphone: Samsung verspielt die Smartphone-Führung
Flexibles Smartphone
Samsung verspielt die Smartphone-Führung

Jahrelang dominierte Samsung den Smartphone-Markt mit Innovationen, in den vergangenen Monaten verliert der südkoreanische Hersteller aber das Momentum. Krönung dieser Entwicklung ist das neue flexible Nicht-Smartphone - die Konkurrenz aus China dürfte feiern.
Eine Analyse von Tobias Költzsch

  1. Flexibles Display Samsungs faltbares Smartphone soll im März 2019 erscheinen
  2. Samsung Linux-on-Dex startet in privater Beta
  3. Infinity Flex Samsung zeigt statt Smartphone nur faltbares Display

    •  /