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Datenverbindungen: Rambus stellt PCI-Express-6.0-Subsystem vor

Der für Speichercontroller sowie PCI-Express-Interfaces bekannte Hersteller Rambus bietet eine fertige Lösung für seine Kunden an.
/ Martin Böckmann
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Auch Persistent-Memory wird über PCI-Express angebunden. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)
Auch Persistent-Memory wird über PCI-Express angebunden. Bild: Martin Böckmann/Golem.de

Rambus hat als einer der ersten Hersteller eine komplette Lösung für PCI-Express-Gen-6(öffnet im neuen Fenster) im Angebot. Der Standard wurde erst in diesem Jahr von der PCI-SIG verabschiedet. Aktuell arbeiten die Mitglieder des Konsortiums an der Implementation, Rambus' bereits verfügbare Komplettlösung besteht aus der physischen Schnittstelle selbst sowie den dazugehörigen Controllerblöcken.

Gegenüber PCIe Gen5 verdoppelt sich die Datentransferrate auf theoretische 64 GT/s (Gigatransfers pro Sekunde). Mit einem x16-Link ist damit eine Transferrate von 128 GByte/s möglich, wobei in der Praxis durch Protokoll und Fehlerkorrektur nicht die volle Rate genutzt werden kann. Außerdem beinhaltet PCIe Gen6(öffnet im neuen Fenster) auch eine eingebaute Verschlüsselung für Zero-Trust-Umgebungen sowie DRM.

Rambus bietet das Subsystem für Chiphersteller an, die damit entweder PCI-Express-Endgeräte anbinden können oder über CXL-3.0(öffnet im neuen Fenster) (Compute Express Link) beispielsweise andere Chips oder persistenten Speicher miteinander verbinden. CXL wird etwa auf Beschleunigerkarten eingesetzt, die aus mehreren Chips bestehen. Für Nutzer ist dies eine einzige Adapterkarte, intern wird jedoch PCI-Express/CXL für die Verbindungen untereinander eingesetzt.

Viele Chiphersteller greifen auf fertige Lösungen zurück

Es ist für Chiphersteller üblich, die Implementation von PCI-Express vollständig extern einzukaufen. Neben Rambus gibt es weitere Hersteller wie Cadence und Synopsys, welche dies ebenfalls als fertiges Produkt anbieten. So kann sich ein Hersteller auf die eigene Expertise fokussieren und bei der externen Anbindung auf eine fertig getestete Lösung zurückgreifen.

Mit der wachsenden Zahl von AI-Beschleunigern, NVMe-SSDs in fast allen Bereichen und immer schneller werdenden Internetverbindungen wird der Bedarf zukünftig weiter wachsen. Im Desktopbereich hingegen wird es vermutlich noch mehrere Jahre dauern, bis die aktuell aufkommenden PCIe-Gen5-Geräte überhaupt Verbreitung finden. Besonders Grafikkarten haben durch das breite x16-Interface in der Regel keine Durchsatzprobleme, selbst die aktuell schnellste GPU nutzt weiterhin PCIe-Gen4.


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