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Datenübertragung: Smartphone-Kompass spielt Musik durch Magnetkraft

Finnische Forscher haben das Magnetometer eines Smartphones genutzt, um damit Texte und Midi-Musik zu empfangen. Das Pulse genannte Verfahren erreicht bis zu 44 Bits pro Sekunde.
/ Marc Sauter
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Der Testaufbau (Bild: Universität Oulu)
Der Testaufbau Bild: Universität Oulu

Die Universität von Oulu, Finnland, hat ein Verfahren entwickelt(öffnet im neuen Fenster) , das künftig als Alternative oder Ergänzung zu NFC und QR-Codes dienen könnte. Pulse, so nennen die Forscher ihre Erfindung, basiert auf der Idee, Daten magnetisch mit dem Kompass eines Smartphones zu empfangen.

Pulse – Low Bitrate Wireless Magnetic Communication
Pulse – Low Bitrate Wireless Magnetic Communication (03:44)

Viele aktuelle Geräte enthalten ein Magnetometer, das sich verändernde Feldstärken registriert und zusammen mit einem GPS-Sensor zur Navigation verwendet wird. Im Testaufbau mit einem Android-Smartphone von Samsung haben die Forscher zwei der drei magnetischen Achsen parallel angesprochen.

Jede kann 2 Bits – also vier Zustände – übertragen, indem ein Elektromagnet magnetische Felder erzeugt. Daraus ergeben sich 44 Bits pro Sekunde, was verglichen mit Bluetooth oder gar WLAN ziemlich langsam ist. Dennoch reicht die Geschwindigkeit aus, um Informationen auf sehr kurze und damit sichere Entfernung (1 cm) als NFC zu übertragen.

Zwar benötigt die Technik mehr Energie als NFC, hat aber den Vorteil, dass keine speziellen Komponenten abseits eines Magnetometers im Smartphone verbaut sein müssen. Dieses könnte auch als Absicherung für NFC dienen, dessen Datenübertragung erst erfolgt, wenn Pulse die Freigabe gibt.


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