Datentraffic: Wofür die Telefónica 5G wirklich braucht

Die Telefónica Deutschland benötigt 5G wegen der massiv steigenden Datennutzung in ihrem Mobilfunknetz. Sonst wäre im Jahr 2021 das Netz am Ende seiner Leistungsfähigkeit.

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Gerald Huber, Senior Manager 5G Programm bei Telefónica, spricht in Stuttgart.
Gerald Huber, Senior Manager 5G Programm bei Telefónica, spricht in Stuttgart. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Telefónica Deutschland braucht den neuen Mobilfunkstandard 5G allein schon wegen der höheren Kapazität und Datenübertragungsrate. Das sagte Gerald Huber, Senior Manager 5G Programm bei Telefónica am 14. November 2018 auf den Nokia Innovation Days in Stuttgart. "Wir werden im Jahr 2027 38mal so viel Datenverkehr haben wie heute. Das bedeutet, dass wir im Jahr 2021 mit 5G anfangen müssen, rein aus kapazitären Gründen."

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Es werde immer sehr viel von 5G-Anwendungen für die Industrie gesprochen, doch die Masse der Kunden des Mobilfunkbetreibers werde laut Huber einen Bedarf an 5G haben. Und die Telefónica habe auch ein Interesse daran, dass genügend 5G-Endgeräte auf dem Markt verfügbar sein werden. "Vodafone, Telekom und Telefónica, wir testen alle gerade Dinge für den neuen Standard. Für uns kann ich sagen, der echte richtig große Bedarf ist die Kapazität", erklärte Huber.

Fixed Wireless Access von der Telefónica

Wichtig sei zudem für den Konzern der Fixed Wireless Access mit 5G bei 26 GHz. "Wir haben kein eigenes Festnetz in Deutschland. Auf diese Weise haben wir eine Chance, zum Kunden nach Hause zu kommen", sagte Huber.

Die Technologie besteht im Wesentlichen aus einem virtuellen Core und einer 5G Radio Access Unit aufseiten von Telefónica sowie 5G Outdoor-Unit und Indoor-Routern für die Kunden. Telefónica Deutschland und Samsung Electronics hätten den Test von 20 Fixed-Wireless-Anschlüssen (FWA) mit 5G in Deutschland in Hamburg vereinbart, wurde bereits im September 2018 bekanntgegeben.

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FWA sei laut Huber "kostengünstiger und einfacher als bisherger Mobilfunkausbau. Man kommt nicht weit, und man kommt nicht um Ecken um. Erreicht werden nur Kunden, mit denen ich Sichtkontakt habe." Ein Problem bei der Vermarktung sei, dass der Kunde nicht auf einer Karte nachschauen könne, ob Verfügbarkeit gegeben sei.

"Bei 4 x 100 MHz haben wir über die Luft eine 1-GBit/s-Datenrate gehabt. Der Uplink liegt sei 400 MBit/s. FWA ist aktuell sehr interessant, aber wir schauen uns auch andere Sachen an" sagte Huber. Pro Sektor würden 4 GBit/s in Summe übertragen.

Die Telefónica plane aber eine sanfte Überführung zu 5G, was bedeuten dürfte, dass man sich keine schnellen und sehr hohen Investitionen leisten kann.

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