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Datenschutzstreit: USA stoppen britische Apple-Hintertür

Die USA haben Großbritannien erfolgreich dazu gedrängt, die Forderung nach einem Zugang zu verschlüsselten Apple -Nutzerdaten aufzugeben.
/ Andreas Donath
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Die E2E-Verschlüsselung darf bleiben. (Bild: Pexels)
Die E2E-Verschlüsselung darf bleiben. Bild: Pexels / CC0 1.0

Die US-Regierung unter Donald Trump hat einen Sieg im transatlantischen Datenschutzstreit verbucht. Nach monatelangen diplomatischen Bemühungen habe Großbritannien seine umstrittene Forderung zurückgezogen, Apple müsse eine Hintertür zu verschlüsselten Nutzerdaten schaffen, berichtete Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) . US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard habe dies am Montag bei X bestätigt(öffnet im neuen Fenster) .

Die britische Regierung hatte unter dem Investigatory Powers Act eine sogenannte Technical Capability Notice erlassen, die Apple zur Schaffung von Regierungszugängen zu verschlüsselten iCloud-Daten verpflichtet hätte.

Apples Widerstand

Apple reagierte auf die britische Forderung mit einem Widerspruch und nahm seine Advanced-Data-Protection-Funktion vom britischen Markt . Das Unternehmen weigerte sich, Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsprotokolle zu kompromittieren, die die Privatsphäre der Nutzer schützen.

Gabbard betonte, ihr Büro habe eng mit britischen Partnern zusammengearbeitet, um die Bedenken bezüglich des Datenschutzes von US-Bürgern auszuräumen. Die Einigung ziele darauf ab, verfassungsmäßige Rechte und bürgerliche Freiheiten für US-Nutzer von Apple-Diensten zu bewahren.

Berichten zufolge spielte Vizepräsident JD Vance eine Rolle bei der Lösung der Pattsituation. Während einer kürzlichen Reise nach Großbritannien soll er laut Insiderberichten Bedingungen für die Rücknahme der britischen Hintertür-Wünsche ausgehandelt haben.

Sicherheitsexperten warnen vor Risiken

Sicherheitsexperten warnen vor Risiken, die mit Verschlüsselungs-Hintertüren verbunden seien. Die Anbieter argumentieren, dass die Schaffung von Regierungszugängen Schwachstellen schaffe, die böswillige Akteure ausnutzen könnten.

Im Dezember 2024 sprachen sich die NSA und das FBI zusammen mit Cybersicherheitszentren in Kanada, Australien und Neuseeland(öffnet im neuen Fenster) für eine maximale Umsetzung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aus.


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