Abo
  • Services:
Anzeige
Reisegutscheine von Unister - beim Versand von Werbung nahm man es mit dem Datenschutzrecht wohl nicht so genau.
Reisegutscheine von Unister - beim Versand von Werbung nahm man es mit dem Datenschutzrecht wohl nicht so genau. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Datenschutz: Unister kaufte 194 Millionen E-Mail-Adressen

Reisegutscheine von Unister - beim Versand von Werbung nahm man es mit dem Datenschutzrecht wohl nicht so genau.
Reisegutscheine von Unister - beim Versand von Werbung nahm man es mit dem Datenschutzrecht wohl nicht so genau. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Ein mysteriöser Millionenkredit, umstrittene Geschäftsmethoden und offenbar auch noch Datenschutzvergehen. Unister sorgt weiter für Schlagzeilen, der Insolvenzverwalter will die Vorwürfe prüfen.

Die insolvente Firma Unister hat in den vergangenen Jahren offenbar massiv gegen geltendes Datenschutzrecht verstoßen. Wie die Bild am Sonntag in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, beanstandete der interne Datenschutzbeauftragte, dass von den insgesamt 27,8 Millionen gespeicherten E-Mail-Adressen fast 13,3 Millionen illegal genutzt wurden.

Anzeige

Dem Datenschutzbeauftragten zu Folge handelt es sich um "Adressen, die auf­grund fehlender Einwilligung oder fehlendem Kundenstatus gelöscht werden sollten." Der interne Bericht ist auf den April 2015 datiert.

Der derzeit tätige Insolvenzverwalter des Unternehmens, Lucas Flöther, bestätigte der Zeitung die mutmaßlichen Datenschutzvergehen. Eine Dokumentation über eine erfolgte Löschung der strittigen Daten sei jedenfalls nicht ersichtlich, "so dass wir davon ausgehen müssen, dass dies nicht erfolgt ist." Weil er nicht ausschließen könne, "dass diese Adressen oder auch andere Adressen auch aktuell noch unberechtigt verwendet werden, habe ich das Unternehmen mit Nachdruck angewiesen, dass der Versand von sämtlichen Newslettern durch insolvente Unister-Gesellschaften so schnell wie möglich eingestellt wird."

Zustimmung ist notwendig

Sollen gesammelte Adressen für den Versand von Werbung genutzt werden, muss zuvor die explizite Einwilligung der Kunden eingeholt werden. Unister soll die strittigen Daten auf seinen eigenen Portalen ab-in-den-urlaub.de, geld.de oder fluege.de eingesammelt haben. Außerdem wurden offenbar noch Adressen von Datenhändlern zugekauft.

Ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens haben auch in anderen Bereichen schwerwiegende Vorwürfe erhoben. Bei vermeintlich günstigen Flügen würden Kunden auf einmal mit hohen Nachforderungen oder Stornokosten konfrontiert. Eine Mitarbeiterin sagte: "Ich wünsche mir, dass Unister wirklich pleitegeht. Damit das alles endlich ein Ende hat."

Nachtrag vom 5. September 2016, 13:19 Uhr

Mittlerweile hat der sächsische Datenschutzbeauftragte ein Prüfverfahren eingeleitet. Das teilte der Amtsinhaber Andreas Schurig der Deutschen Presseagentur (dpa) mit. Außerdem wurde bekannt, dass das Unternehmen offenbar systematisch Adressen von Händlern gekauft haben soll, über die Jahre mehr als 194 Millionen Adressen.


eye home zur Startseite
jsm 05. Sep 2016

Das ging jetzt sau schnell. Fehler ist korrigiert. Danke.

Vancouverona 05. Sep 2016

Es gibt Admins, die für ihre Firma sprechen/schreiben/formulieren. Ich würde das genau so...

jude 04. Sep 2016

Die lustigen unister "Vergleichsportale" welche die unister Portale miteinander...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Brüel & Kjær Vibro GmbH, Darmstadt
  2. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  3. über USP SUNDERMANN CONSULTING, Hamburg
  4. LuK GmbH & Co. KG, Bühl


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. ab 59,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 57,99€/69,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 47,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Interview auf Youtube

    Merkel verteidigt Ziel von 1 Million Elektroautos bis 2020

  2. Ransomware

    Not-Petya-Angriff kostet Maersk 200 Millionen US-Dollar

  3. Spielebranche

    Mikrotransaktionen boomen zulasten der Kaufspiele

  4. Autonomes Fahren

    Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel

  5. Auto

    Toyota will Fahrzeugsäulen unsichtbar machen

  6. Amazon Channels

    Prime-Kunden erhalten Fußball-Bundesliga für 5 Euro im Monat

  7. Dex-Bytecode

    Google zeigt Vorschau auf neuen Android-Compiler

  8. Prozessor

    Intels Ice Lake wird in 10+ nm gefertigt

  9. Callya Flex

    Vodafone eifert dem Congstar-Prepaid-Tarif nach

  10. Datenbank

    MongoDB bereitet offenbar Börsengang vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sysadmin Day 2017: Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte
Sysadmin Day 2017
Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte

Orange Pi 2G IoT ausprobiert: Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
Orange Pi 2G IoT ausprobiert
Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
  1. Odroid HC-1 Bastelrechner besser stapeln im NAS
  2. Bastelrechner Nano Pi im Test Klein, aber nicht unbedingt oho

Mitmachprojekt: HTTPS vermiest uns den Wetterbericht
Mitmachprojekt
HTTPS vermiest uns den Wetterbericht

  1. Re: 8 Milliarden Diesel-Subventionen pro Jahr

    mrgenie | 05:44

  2. Kommunistische/sozialistische Planwirtschaft

    mrgenie | 05:40

  3. Preis

    DarkWildcard | 05:15

  4. Re: Deswegen hat das nächste Vollpreis Mordor...

    Prinzeumel | 04:38

  5. Re: Gute Idee

    Galde | 04:35


  1. 16:57

  2. 16:25

  3. 16:15

  4. 15:32

  5. 15:30

  6. 15:02

  7. 14:49

  8. 13:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel