Telefonlisten waren schon immer problematisch

In dem Bericht heißt es weiter, dass die Einrichtung einer Whatsapp-Gruppe eine Übermittlung personenbezogener Daten nach dem Berliner Schulgesetz sei. Auch das stimmt - ist aber im Grundsatz nichts anderes, als eine Telefonliste an alle Eltern in der Klasse zu verteilen.

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Auch bei solchen Telefonlisten ist Vorsicht geboten. Der Autor dieses Artikels erinnert sich noch daran, wie immer wieder Tanzlehrer und andere Unternehmer vor seiner Haustür standen oder telefonisch ihre Dienste anboten. Auf die Frage, wo die Kontaktinformationen herkämen, hieß es meist: Wir haben die Klassenliste von einem anderen Elternteil erhalten. Das Problem ist also nicht neu.

Security wird ein Medienthema - mit Nebenwirkungen

IT-Sicherheit wird mehr und mehr zu einem Thema, für das sich auch Menschen außerhalb der Hackerszene interessieren. Auch Breitenmedien berichten darüber. Das ist gut so. Dieser Umstand führt aber auch dazu, dass immer mehr selbsternannte Sicherheitsfirmen mit vermeintlich brisantem Material auf Medien zugehen, in der Hoffnung, dass diese kostenlose Werbung für sie machen und die Ergebnisse teils obskurer Untersuchungen veröffentlichen. Dabei stehen immer Firmen im Mittelpunkt, die besonders angesagte Produkte anbieten. Es ist schade, wenn auch so wichtige Behörden wie die Datenschützer diesem Trend folgen.

Und so werden Tesla-Limousinen oder deutsche Luxusautos "gehackt" oder eben Whatsapp. Zuletzt brachte das Fraunhofer-Institut eine Untersuchung heraus, die kritisierte, dass die bei Whatsapp empfangenen Bilder und Videos nicht sicher seien - weil diese lokal auf dem Smartphone gespeichert seien. Dabei ist es dem Wirkungsbereich von Whatsapp weitgehend entzogen, was mit empfangenen Bildern geschieht. Und die meisten Nutzer würden es wohl kaum verstehen, wenn die bei Whatsapp empfangenen Bilder den restlichen Anwendungen nicht zur Verfügung stünden.

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Wer die lokale Speicherung der Bilder aus Sicherheitsgründen deaktivieren will, kann das in den Einstellungen von Whatsapp übrigens ohne Probleme tun. Man könnte in der Auseinandersetzung mit diesem Problem auch auf die Lücken in der Verschlüsselung von Android hinweisen - insbesondere im laufenden Betrieb. Aber das ist natürlich kompliziert und keine tolle Story.

Die Berliner Datenschutzbeauftragte empfiehlt statt Whatsapp die Nutzung von Wire oder Threema. Dort sei der Datenschutz sichergestellt. Beide Programme sind brauchbare Whatsapp-Alternativen. Doch werden bei beiden Apps weiterhin personenbezogene Daten von fremden Anbietern verwaltet. Auch wenn Wire kürzlich angekündigt hat, den Code des eigenen Servers offenzulegen, ist nicht davon auszugehen, dass die Datenschutzbehörde beide Apps vor dieser Empfehlung intensiv geprüft hat.

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 Datenschutzbeauftragte: Wirre Whatsapp-Behauptungen aus Berlin
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crazypsycho 21. Apr 2017

Hätteste dir sparen können, da das Problem nicht existiert. Falsch. AGBs ist absolut...

crazypsycho 20. Apr 2017

Die aber alle nicht in Frage kommen. Denn da kann der Datenschutz nicht gewährleistet...

crazypsycho 20. Apr 2017

Und woher genau kommen denn die Zusatzinfos, wie bspw politische Ausrichtung? Die stehen...

janoP 20. Apr 2017

Einen Blog macht man heute in zwei Klicks auf. Blogger, Blogspot und wie sie alle heißen...



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