Abo
  • Services:

Datenschutz: Zuckerberg will Facebook verstecken

Facebook hat in den USA in den vergangenen Jahren 15 Millionen Nutzer verloren. Firmenchef Mark Zuckerberg will das soziale Netzwerk daher mehr in Richtung Whatsapp und Snapchat ausbauen.

Artikel veröffentlicht am ,
Anti-Facebook-Proteste im November 2018 in London
Anti-Facebook-Proteste im November 2018 in London (Bild: Toby Melville/Reuters)

Angesichts andauernder Kritik wegen Datenschutzverstößen und sinkender Nutzerzahlen in den USA will Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das soziale Netzwerk langfristig neu ausrichten. "Wenn ich über die Zukunft des Internets nachdenke, glaube ich, dass eine auf den Schutz der Privatsphäre konzentrierte Kommunikationsplattform noch wichtiger als die heutigen offenen Plattformen wird", schrieb Zuckerberg am 6. März 2019 in einem umfangreichen Blogbeitrag. Da viele Nutzer inzwischen an privater Kommunikation interessiert seien, "gibt es die Gelegenheit, eine einfachere Plattform zu bauen, die den Datenschutz in den Mittelpunkt stellt".

Inhalt:
  1. Datenschutz: Zuckerberg will Facebook verstecken
  2. Verschlüsselung soll nicht geschwächt werden

Solche Aussagen aus dem Mund des Facebook-Chefs wirken überraschend, kommen aber nicht von ungefähr. Schon Ende Januar 2019 war bekanntgeworden, dass Zuckerberg mittelfristig die Messengerdienste von Facebook, Instagram und Whatsapp zusammenlegen und interoperabel machen wollte. "Der Hauptgrund, warum ich mich darüber freue, ist die zunehmende standardmäßige Nutzung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und deren Ausdehnung auf weitere Produkte. Die Leute mögen das bei Whatsapp", sagte Zuckerberg. Es gehe auch darum, mehr Produkte "vergänglicher" zu machen, damit die Informationen der Nutzer nicht für ewige Zeiten gespeichert würden.

Facebook verliert Millionen Nutzer in den USA

Ähnlich äußerte sich Zuckerberg nun in dem Blogbeitrag. "Heute sehen wir bereits, dass private Nachrichten, vergängliche Geschichten und kleine Gruppen die mit Abstand am schnellsten wachsenden Bereiche der Online-Kommunikation sind", schrieb er weiter. Seiner Ansicht nach wird sich die Zukunft der Kommunikation "zunehmend auf private, verschlüsselte Dienste verlagern, bei denen die Menschen darauf vertrauen können, dass das, was sie zueinander sagen, sicher bleibt und ihre Nachrichten und Inhalte nicht für immer gespeichert bleiben".

Einer am 6. März 2019 veröffentlichten Umfrage zufolge verzeichnete Facebook in den USA in den vergangenen beiden Jahren einen Rückgang von 15 Millionen Nutzern. Vor allem bei den jungen US-Bürgern zwischen 12 und 34 Jahren sank der Anteil der Facebook-Nutzer stark: von 79 Prozent im Jahr 2017 auf 62 Prozent in diesem Jahr. Lediglich bei der Altersgruppe ab 55 Jahren war noch ein Zuwachs zu verzeichnen. Allerdings konnte die Facebook-Tochter Instagram in den vergangenen Jahren den Rückgang bei Facebook fast ausgleichen.

Geld verdienen wird schwieriger

Stellenmarkt
  1. EUROIMMUN AG, Dassow
  2. über Mittelstandstrainer GmbH, Region Süd­schwarz­wald

Wann und wie konkret der Umbau Facebooks vonstatten gehen soll, erläutert Zuckerberg nicht. Er räumt sogar offen ein: "Ich kann nachvollziehen, dass viele Leute nicht glauben, dass Facebook diese Art von datenschutzorientierter Plattform aufbauen kann oder auch will - denn offen gesagt haben wir derzeit keinen guten Ruf, datenschutzfreundliche Dienste aufzubauen." Facebook habe sich darauf konzentriert, Werkzeuge für das offene Teilen von Inhalten bereitzustellen.

Sollte Facebook tatsächlich den Nutzern vor allem verschlüsselte Kommunikationsmittel bereitstellen, würde sich das Geschäftsmodell des Unternehmens stark ändern müssen. Denn ohne direkten Zugriff auf die Nutzerdaten kann weniger personalisierte Werbung verkauft werden. Zuckerberg will Facebook nun ähnlich entwickeln, wie Whatsapp aufgebaut wurde. Auf Basis eines sicheren Messaging-Dienstes sollen weitere Interaktionsmöglichkeiten folgen. Dazu zählten "Gespräche, Videochats, Gruppen, Geschichten, Geschäfte, Zahlungen, Handel" und am Ende viele andere private Dienste.

Verschlüsselung soll nicht geschwächt werden 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,49€
  2. 29,95€
  3. (-80%) 5,55€
  4. (-8%) 54,99€

Sharra 11. Mär 2019 / Themenstart

Du meinst also die Funktionen (Timeline lesen, und schreiben, Freundeliste lesen, usw...

MickeyKay 11. Mär 2019 / Themenstart

Die Begründung würde ICH gerne erstmal hören. Datenschützer beschweren sich...

Neuro-Chef 07. Mär 2019 / Themenstart

Ich teste seit einiger Zeit Matrix, da kann man eigene Server betreiben: https://matrix...

Neuro-Chef 07. Mär 2019 / Themenstart

gar nicht mal so dumm

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Raytracing in Metro Exodus im Test

Wir schauen uns Raytracing in Metro Exodus genauer an.

Raytracing in Metro Exodus im Test Video aufrufen
Verschlüsselung: Die meisten Nutzer brauchen kein VPN
Verschlüsselung
Die meisten Nutzer brauchen kein VPN

VPN-Anbieter werben aggressiv und preisen ihre Produkte als Allheilmittel in Sachen Sicherheit an. Doch im modernen Internet nützen sie wenig und bringen oft sogar Gefahren mit sich.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Security Wireguard-VPN für MacOS erschienen
  2. Security Wireguard-VPN für iOS verfügbar
  3. Outline Digitalocean und Alphabet-Tochter bieten individuelles VPN

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  2. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  3. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet

FreeNAS und Windows 10: Der erste NAS-Selbstbau macht glücklich
FreeNAS und Windows 10
Der erste NAS-Selbstbau macht glücklich

Es ist gar nicht so schwer, wie es aussieht: Mit dem Betriebssystem FreeNAS, den richtigen Hardwarekomponenten und Tutorials baue ich mir zum ersten Mal ein NAS-System auf und lerne auf diesem Weg viel darüber - auch warum es Spaß macht, selbst zu bauen, statt fertig zu kaufen.
Ein Erfahrungsbericht von Oliver Nickel

  1. TS-332X Qnaps Budget-NAS mit drei M.2-Slots und 10-GBit-Ethernet

    •  /