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Datenschutz: Vernetzte Autos senden Fahrerdaten an Google und Meta

Forscher haben 21 Autos und 30 Hersteller-Apps getestet. Fast alle Apps schicken Daten an Werbe- und Analysefirmen.
/ Nils Matthiesen
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Autos teilen Fahrerdaten mit Techkonzernen. (Symbolbild) (Bild: Christopher Furlong/Getty Images)
Autos teilen Fahrerdaten mit Techkonzernen. (Symbolbild) Bild: Christopher Furlong/Getty Images

Neuwagen und ihre Begleit-Apps übermitteln Daten ihrer Fahrer an große Techkonzerne. Das zeigt eine Untersuchung von Datenschutzforschern der Northeastern University in Boston, über die Consumer Reports berichtet(öffnet im neuen Fenster). Zu den Empfängern zählen demnach Amazon, Google, Meta, Microsoft, Pinterest, Snap und Yahoo.

Im Rahmen der Studie testeten die Forscher 21 Fahrzeuge der Modelljahre 2022 bis 2025 und 30 Hersteller-Apps. Dabei zeichneten sie den WLAN-Verkehr im Stand und während der Fahrt auf. Ein Faraday-Zelt blockierte ferner die Mobilfunksignale. Die Studie(öffnet im neuen Fenster) soll noch in dieser Woche erscheinen.

Das Ergebnis: 28 der 30 Apps schickten Daten an mindestens ein Werbe- oder Analyseunternehmen. Sieben gaben zudem Name, Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) oder genauen Standort an Dritte weiter. Dazu gehören etwa vier GM-Apps für Cadillac, Chevrolet, Buick und GMC sowie die Apps von Honda, Nissan und Lincoln.

FIN verknüpft Autos mit Werbeprofilen

Als größtes Problem sehen die Forscher die Kombination aus FIN und einer weiteren Kennung wie der E-Mail-Adresse. Damit können Werbe- und Techkonzerne den Halter einem käuflichen Verbraucherprofil zuordnen. Datenhändler verkaufen solche Profile laut Consumer Reports beispielsweise an Banken, Versicherer und Händler. Unter den Fahrzeugen kontaktierten Cadillac Lyriq, Chevrolet Blazer, Lucid Air sowie Teslas Model 3 und Cybertruck die meisten Werbe- und Analysefirmen.

Honda lässt Standortdaten löschen

Mehrere Hersteller erklärten, dass Links in ihren Apps externe Webseiten öffneten. Dort könnten Dritte per Pixel und Cookies Daten sammeln. Die Fahrer erfuhren davon laut den Forschern nichts. GM, Honda, Nissan und Stellantis betonten, dass manche Empfänger die Daten nicht selbst nutzen oder verkaufen dürften. Solche Vorgaben greifen laut den Forschern allerdings nicht unbedingt. Erst nachdem sie Honda ihre Ergebnisse gezeigt hatten, wies der Hersteller seinen Dienstleister Amplitude an, alle erhaltenen Standortdaten zu löschen. Zudem stoppte Honda die Übermittlung.

Andere Hersteller verwiesen auf die Zustimmung der Fahrer. Ohne diese funktionieren viele Dienste jedoch nicht. Lehnen Besitzer die Datenfreigabe ab, warnt Tesla sogar vor schweren Schäden oder einem nicht mehr nutzbaren Fahrzeug.


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