Abo
  • IT-Karriere:

Datenschutz: US-Wählerdaten frei auf AWS-Server veröffentlicht

Ein Fehler mit Folgen: Eine US-Analysefirma hat die Wählerdaten von rund 200 Millionen US-Bürgern versehentlich ins Internet gestellt. Die Informationen wurden im Auftrag der Republikanischen Partei gesammelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Zahlreiche Daten von US-Wählern wurden versehentlich veröffentlicht.
Zahlreiche Daten von US-Wählern wurden versehentlich veröffentlicht. (Bild: Ethan Miller/Getty Images)

Ein Marketingunternehmen hat in den USA versehentlich private Daten von knapp 200 Millionen US-Bürgern veröffentlicht. Die Daten waren im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftswahl gesammelt worden. Neben klassischen Stammdaten wie Geburtsdatum, Adresse und Parteizugehörigkeit sind auch detaillierte Analysen zum Wählerverhalten betroffen. Ob auch Informationen zur in den USA wichtigen Sozialversicherungsnummer veröffentlicht wurden, geht aus den bisherigen Berichten nicht hervor.

Stellenmarkt
  1. Süwag Energie AG, Frankfurt am Main
  2. ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Kiel

In den USA werden Daten seit Jahren intensiv genutzt, um den Wahlkampf zu personalisieren und potenzielle Wähler individuell anzusprechen. Die Datenbank war von dem Sicherheitsforscher Chris Vickery gefunden worden.

Ein Großteil der Daten wurde von dem Unternehmen Deep Root Analytics im Auftrag des nationalen Komitees der Republikanischen Partei (Republican National Committee) verwaltet. Das Unternehmen sammelte aber offenbar auch von weiteren konservativen Auftraggebern Informationen, die ebenfalls veröffentlicht wurden. Insgesamt waren laut Medienberichten rund 1,1 Terabyte an Daten verfügbar. Viele der Stammdaten seien in Wählerverzeichnissen ohnehin verfügbar, schreibt das Unternehmen in einem Blogpost, bei anderen Informationen handele es sich um "proprietäre", aggregierte Daten.

Unternehmen bestätigt den Fehler

Das Unternehmen selbst hat den Fehler mittlerweile eingestanden und schreibt auf seiner Webseite, dass "[auf] eine Reihe von Daten in unserem Onlinespeicher ohne unser Wissen zugegriffen wurde". Die Datenbanken sollen zur lokalen Steuerung von Anzeigenschaltungen bei Medien genutzt werden. Man halte als Unternehmen "Industrie-Sicherheitsstandards" ein und überprüfe die Systeme auch regelmäßig. Das Unternehmen nutzte zur Speicherung der Informationen offenbar Amazons AWS-Dienst.

Der aktuelle Fehler sei durch ein fehlerhaftes Update der Sicherheitseinstellungen am 1. Juni aufgetreten und mittlerweile behoben. Die Sicherheitsfirma Stroz Friedberg soll den Vorfall genauer untersuchen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 274,00€

Graveangel 20. Jun 2017

Naja, ich glaube es gibt nur "Quasi-Standards" und wenn ich mich so umschaue, wie...

EWCH 20. Jun 2017

bei den ganzen Leaks und Hacks der letzten Jahre ist ja irgendwann jeder mal betroffen...


Folgen Sie uns
       


Doom 1 in der Doom 3 Engine angespielt

Doom Reborn benötigt eine Vollversion von Doom 3 und ist bei moddb.com kostenlos erhältlich. Die Mod wurde von Michael Hanlon entwickelt.

Doom 1 in der Doom 3 Engine angespielt Video aufrufen
Super Mario Maker 2 & Co.: Vom Spieler zum Gamedesigner
Super Mario Maker 2 & Co.
Vom Spieler zum Gamedesigner

Dreams, Overwatch Workshop und Super Mario Maker 2: Editoren für Computerspiele werden immer mächtiger, inzwischen können auch Einsteiger komplexe Welten bauen. Ein Überblick.
Von Achim Fehrenbach

  1. Nintendo Switch Wenn die Analogsticks wandern
  2. Nintendo Akku von überarbeiteter Switch schafft bis zu 9 Stunden
  3. Hybridkonsole Nintendo überarbeitet offenbar Komponenten der Switch

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

In eigener Sache: Zeig's uns!
In eigener Sache
Zeig's uns!

Golem kommt zu dir: Golem.de möchte noch mehr darüber wissen, was IT-Profis in ihrem Berufsalltag umtreibt. Dafür begleitet jeder unserer Redakteure eine Woche lang ein IT-Team eines Unternehmens. Welches? Dafür bitten wir um Vorschläge.

  1. In eigener Sache Golem.de bietet Seminar zu TLS an
  2. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  3. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht

    •  /